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Autor Thema: Was sind eurer Meinung nach die seltesten bzw. teuersten Mineralien & Fossilien  (Gelesen 28644 mal)

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Offline Amberimage

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Guten Tag,

mich würde eine auflistung mit den seltesten bzw. teuersten Mineralien & Fossilien unabhängig von der Qualität oder Form bzw. Fundort des M. oder F. sehr interessieren.

So fange ich mal an:

Soweit ich weiß ist das Mineral Legrandit durch Angebot und Nachfrage sehr begehrt und dementsprechend auch imens teuer bei der beschaffung.

ich freue mich auf weitere vorschläge...



Offline Walpurgin

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Canfieldit (das Zinn Analog zum Agyrodit ) von Freiberg ,ist eine absolute Seltenheit als Mineral aber von Freiberg in Sachsen ist eine noch größere Rarität.

Offline altes-gebirge

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Hallo

ein Gottlobit fehlt mir noch in der Thüringen-Sammlung. ;D

Offline Schluchti

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  • Proustit aus Schlema
Da gibt es glaube ich viele, sehr seltene und deshalb teure Mineralien.

Nur mal ein paar Klassiker:

-Samsonit von der Grube Samson, St. Andreasberg

-Roselith und Wendwilsonit von Schneeberg (als Minerale an sich nicht soo selten, aber eben aus Schneeberg, deshalb durchaus leicht 50 bis 100mal teurer als gleich ausgebildete Stufen aus Marokko).

Und ein paar "neuere" Seltenheiten, die praktisch nicht oder nur extremst selten erhältlich sind:

-Mgriit und Schlemait aus Schlema/Hartenstein
-Paulkellerit aus Schneeberg

usw.




Offline thdun5

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  • Silberlocken im Haar sind rar
Hallo,

ich denke, dass die meisten Meteoriten-Minerale zu den seltensten Mineralien überhaupt gehören. Das sind vornehmlich Fe-Ni-Ti-Si-C-P-Elementminerale. Von solchen Mineralien gibt es weltweit meist nur ein einziges Exemplar, bei denen die extrem seltenen Elementminerale nur unter dem Elektronenrastermikroskop sichtbar sind.

einmal ein paar Beispiele:
Andreyivanovit, Brezinait, Caswellsilverit, Cronusit, Daubréelith, Florenskyit, Gupeiit, Hapkeit, Haxonit, Hexamolybdenum, Lawrencit, Lonsdaleit, Nickelphosphid, Panethit, Perryit, Schöllhornit, Tetrataenit, Xifengit.

Zum Verkauf habe ich solche noch nie gesehen. Der Preis wird einen dann aber auf jeden Fall vom Hocker hauen  ;).

Gruß
Daniel


Offline Fritzi

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Guten Abend,

nicht nur relativ selten, vor allem teuer: Bixbit (Roter Beryll) und Benitoit

MbG
Fritzi


Offline joachimotto

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naja, das begehrteste Mineral wird wohl der Samsonit aus St Andreasberg sein. Da gibt es zwar mehrere Fundstellen, und soooo extrem selten ist er da auch nicht, aber um ein nennenswertes Kriställchen aus St Andreasberg zu bekommen, muss man schon ein beachtliches Sümmchen auf den Tisch legen, wenn man mal die Chance dazu haben sollte. Denn es gab nur ein Fund davon, der war spektakulär, sodass das Mineral gleich sehr berühmt wurde, und jeder Sammler eine Stufe davon haben wollte. Nur wenige Jahre nach der Entdeckung wurde schon eine recht kleine Stufe für 900 Mark verkauft. Das war damals ungeheuer viel Geld.
Natürlich gibt es auch neue Mineralien die extrem selten und sehr begehrt sind. Rheniit zB, das einzige Rheniummineral.

Offline Wasserhund

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    • Wasserhund
Hallo,

Sysserskit und Newjanskit dürften auch sehr sehr selten sein. Darüber ist auch nur wenig bekannt. Ich hab davon noch nichtmal ein Bild gesehen...

Grüße

Offline cmd.powell

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  • Calcit vom Winterberg, Harz
Mein Klassiker: Gerstmannit von Sterling Hill. Ich hab 30 $ für ein mikriges Kriställchen bezahlt, aber bei dem Namen musste ich den einfach haben, auch wenn er nicht nach mir benannt ist  :'(

P.S.: Benitoitstufen konnte man eine Zeit lang bei ebay.com für "humane" Summen bekommen, leider ziehen die Preise derzeit wieder stark an...

Offline franksch

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Hallo,
ich bin der Meinung, dass die seltensten Mineralin nicht zwangsläufig gleich die teuersten sein müssen. Es kommt vielmehr auf den Fundort an. Ein Beispiel: Antimonit. Bekannt aus Rumänien- dort ist er wahrlich nicht selten. Aber: in der Grube Clara gab es nur einen einzigen Fund von Lothar Zapf, der Jahre zurückliegt. Abgesehen davon, dass ich nirgendwo mal einen Antimonit aus der Grube Clara im Angebot gesehen habe, wäre der bestimmt auch nicht preiswert zu bekommen.
Was ist billig- was ist teuer? Wenn eine Seltenheit aus der Grube Clara als MM EUR 25,00 kostet- ist das teuer? Dafür bekommt man auch zwei Kisten Bier. Hätte ich die Wahl zwischen 2 Kisten Bier oder als ernsthafter Sammler von Clara- Mineralien eine Rarität zu bekommen- wie würdet ihr entscheiden?

Grüße aus Berlin
franksch

Offline raritätenjäger

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  • Mineraliensammler
Hallo,

ist - wie immer - Ansichtssache. Manchmal treten gewisse Sachen gehäuft auf, ich hatte mal z.B. eine "Samsonit-Zeit", in der ich binnen eines Jahres sicher fünf oder sechs verschiedene Angebote hatte (nein, nicht nur mm-Einzelkristalle. Genau so Gottlobit (auch wenn mir die alle zu klein waren). Und wenn man die richtigen Leute kennt, sind ganz subjektiv auch Sachen wie Tschörtnerit nicht mehr selten. Oder doch? Da sind wir bei einem interessanten Punkt. Ist ein Mineral weniger selten, weil man´s selbst in der Sammlung hat und danach vielleicht noch mal gesehen hat (O-Ton: das taucht schon hin und wieder mal auf). Die Sache mit den Fundorten ist der nächste Aspekt. Wenn einer einen Calcit von Hagendorf hat (so es den denn jemals gab), darf man das wohl mit fug und recht selten nennen ;D. Wie auch immer, man kann sich über das Thema den Mund fusselig reden und die Finger zentimeterweise nach innen tippen...

Ach ja, was halte ich für selten? Den angesprochenen Canfieldit. Grünen Apophyllit aus St. Andreasberg, den Gottlobit würde ich durch Wakefieldit-La ersetzen, da kommen wir der Sache näher, ach, es gibt so vieles ;)

Gruß
Andreas

P.S.: @Daniel: Gupeiit, Hapkeit und Xifengit sind machbar, wenn du willst. Allerdings winzigst, Preis naja... ;D

Offline Embarak

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    • Mineralienbilder
Hi,
Mir fällt bei dem Thema die rotgrüne Chrysoberyll-Varietät Alexandrit ein, insbesondere die aus
der Region Takowaja/Ural.Im 19.Jahrhundert entdeckt,war die Fundstelle schnell erschöpft.
Er zeichnet sich durch starken Pleochromismus aus,d.h. bei Tageslicht ist er grün,bei Kunstlicht rot.
Heute gibt es synthetische Alexandrite und Neufunde aus Minas Gerais,Sri Lanka und Zimbabwe,aber
 mit schwächerem Pleochroismus.
Auch sehr gefragt ist gute Qualität der  Zoisit-Varietät Tansanit aus Merelani/Tansania , schon weil es
 weltweit die einzige Fundstelle ist.
Warum Diamanten teurer sind als z.B. Alexandrit und Tansanit,wird uns sicher De Beers erklären....
Embarak

Offline cmd.powell

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  • Calcit vom Winterberg, Harz
Ist ein interessanter Punkt, den Andreas da angesprochen hat. Mir fällt dazu gleich ein, das nicht alle seltenen Minerale, die zum Kauf angeboten werden, auch solche sind. Viele Händler haben ihre ganz persönlichen Auffassungen, was Bestimmung und/oder die Identität bestimmter Minerale betrifft. Da wird ganz gerne mal mit Gew.-% jongliert oder Wunschdenken verkauft - besonders bei privaten Sammlern, die keine oder kaum Möglichkeiten zum analysieren haben. Zudem ist grade bei gewerblichen Systematikhändlern die Betrugsverlockung sichrelich sehr groß: Extrem seltene Minerale, die schon in winzigsten Mengen, ja gar als Einzelkriställchen mehrere zehner Euro kosten und ein Großteil sammelwütiger, geldträchtiger Kunden, die letztlich nur einen Haken in einer Liste machen wollen und von denen nur ein verschwindent geringer Anteil Möglichkeit zur Analyse hat (was bei winzigen Einzelkristallen ja eh die Vernichtung des Minerals in der eigenen Sammlung zur Folge hätte, also, wer macht das ?). Das ist ein ziemlich guter Nährboden für allerlei schwarze Schafe und bestimmungstechnische Gradwanderungen. Von daher hab ich es mir zur Regel gemacht, keine winzigen Einzelkristalle in Tablettenkapseln für die Systematik zu kaufen sondern nur Matrixstufen mit unter dem Mikroskop sichtbaren Kristallen, damit ich immerhin eine winzige Chance habe, die Stücke selber zu bestimmen.
Dazu fällt mir spontan noch der Fleischerit von Tsumeb ein, der sich nach der Analyse als Schauerteit herausstellte - die Verkäuferin war auch überrascht, aber immerhin ein Schauerteit für die Sammlung - hatte ich auch noch nicht, war also halb so schlimm...

Das war jetzt zwar kein Beitrag zum Thema "seltene Mineralien", aber passt vielleicht doch etwas hierher.

Offline Haspelknecht

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Hallo!

Die Seltensten: Es gibt Minerale, die bislang nur an einer Fundstelle und in gerade ausreichender Menge, vielleicht auch nur auf einer einzigen Stufe, gefunden worden sind, um sie als neue Mineralart zu definieren. Ein solches Stück zu bekommen, ist mitunter ein Ding der Unmöglichkeit. Ich würde sagen, das sind die seltensten Minerale, die es - derzeit - gibt... bis ein Neufund getätigt wird.
Dann kann man das, wie ja bereits gesagt worden ist, auch fundstellenspezifisch sehen. Finde ich bei mir zuhause im Siegerland einen Brookit-Kristall von einem halben Millimeter, dann bin ich extrem happy, denn das ist eines der seltensten Mineral, die man aus dieser Region haben kann. Sammler aus den Alpen würden mich auslachen - weltweit absolut nicht konkurrenzfähig.
Die Teuersten: Da sind die von mir zuerst angesprochenen, extrem seltenen Typminerale zu nennen, von denen es vielleicht nur eine Handvoll Exemplare gibt. Die haben mitunter exorbitante Preise. Außerdem fallen mir z. B. da die Rhodochrosite von der Grube Wolf ein. Das ist dann wieder fundstellenspezifisch. Die schönen Wolf-Rhodos werden zu ungeheuren Preisen verkauft, während viel schönere Stücke aus aktuelleren Fundstellen (z. B. aus USA) mit viel größeren Kristallen ein geringeres Preisniveau bzw. ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Ich denke, das ist immer subjektiv zu betrachten, da wir nicht von einem festgeschriebenen Wert reden, sondern von Preisen, die von Liebhaberei und Leidenschaft geprägt sind.

Glück-Auf!
Markus

Offline uwe

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Einen interesssanten Beitrag zu diesem Thema fand ich heute in der "Freien Presse" von Chemnitz. Danach besitzt die TU Bergakademie ein winziges Kriställchen von Lonsdalit, welche sich schon lange im Bestand der Bergakademie befindet. Man nimmt an, daß dieses Kohlenstoffmineral härrter als Diamant ist. Man fand die Probe, welche bisher die einzige weltweit sei, an der Einschlagstelle eines Meteroiten. Noch ist unbekannt, wie sich dieses Mineral bildet., man arbeitet aber aus wirtschaftlichem Interesse an dieser Problematik.

Uwe

 

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