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Autor Thema: Mineralien von der Barbara Mine, Sounion, Lavrion, Griechenland  (Gelesen 9235 mal)

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Offline MichaelP

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Hallo,
bei der Durchsicht meiner Funde aus der Barbara Mine kamen neben den häufigen Mineralien Fluorit, Smithsonit, Hemimorphit und Rosasit auch eine ganze Reihe anderer Mineralien zum Vorschein, die ich nicht bestimmen kann.
Ich hoffe auf eure Hilfe.
1) und 2) sind wasserklare Kristalle, die ich recht häufig auf den Hemimorphitstufen finden konnte.

Offline MichaelP

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3)-5) befinden sich auch der gleichen Stufe.
3) himmelblaue warzig-kugelige Aggregate
4) dunkelgrüne latten- und blockförmige Kristalle mit Dach
5) hellblaues, faseriges Mineral, das auf 4) wächst

Offline MichaelP

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6) kugeliges fettglänzendes Mineral
7) dito

Offline MichaelP

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8.) klarer Kristall zusammen mit Malachit auf Limonit
9) himmelblaue, gebänderte Kruste
10) Smithsonit-Igel ?

So, das soll erst einmal reichen.

Viele Grüße
Michael

Offline Embarak

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Hallo,
Die Aufnahmen sind schön;einiges kommt mir vertraut vor.
 1.- Hemimorphit
3.+9. -blauer Hemimorphit
7. -Wenn die Farbe so stimmt,wohl eher Smithsonit
8. - Den Malachit halte ich eher für Annabergit oder die Var. Cabrerit.

Bin gespannt auf weitere Anregungen.
Embarak



Offline Haspelknecht

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Hallo!
Ja, das sind wirklich schöne Fotos. Ist schwer, was dazu zu sagen, aber ich versuchs mal:
1 + 2) könnte Anglesit sein
3) Rosasit ? ? ?
4) anhand der Kristallform könnte Ramsbeckit in Frage kommen, besonders bei Bild 5. In Bild 4 mit dünnem Brianyoungit-Überzug
5) Serpierit auf Ramsbeckit
6 + 7) evtl. Chalkoalumit ? ? ?
8 ) Anglesit neben Malachit
9) Chrysokoll ?
10) ja, Smithsonit

Es ist wie beim Lotto: Alle Angaben ohne Gewähr!

Gruß
Markus

Offline geni

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Hallo Michael,

Bild 1+2  Calcit mit Hemimorphit (habe ich auch so in meiner Sammlung)
Bild 3. Lavendulan
Bild 4. Brochantit
Bild 5. Agardit (welcher nur durch Analyse)
Bild 8. Calcit mit Malachit (kein Annabergit)
Bild 10. eindeutig Smithsonit

Bild 6,7 + 9 muß ich leider passen.

Gruß Gerhard Niceus (geni 8))

Offline cmd.powell

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Hi Michael

Zu 1) + 2): Fluorit (90%), ungewöhnliche Paragenese, aber die Kristallform passt. Alternativ Adamin (2%), aber doch eher unwahrscheinlich

Zu 3): Schwierig, könnte Aurichalcit, Rosasit oder auch Lavendulan sein (sowie noch weitere, die mir nicht einfallen - - - ohne Analyse würde ich sagen: Keine Chance)

Zu 4): Könnte Ramsbeckit (10%) sein, aber ich halte Olivenit (90%) für wahrscheinlicher.

Zu 5): Schwierig, könnte was aus der Agardit-Reihe sein, vielleicht aber auch Aurichalcit oder sonst was. Ohne Analyse: Keine Chance.

Zu 6 und 7): keine Ahnung, vielleicht was Adaminiges => Analyse !

Zu 8): Calcit (99%)

Zu 9): Ist bei solchen erdigen derben Mineralen schwierig. Könnte was aus der Woodwarditreihe sein (70%), vielleicht aber auch derber Smithsonit (20%), Chrysokoll (10%) etc.

zu 10): Smithsonit (99%)

Die Prozentangaben beziehen sich auf die - aus meiner Sicht/Erfahrung - Wahrscheinlichkeit, das es besagtes Mineral ist. Ohne Gewähr !!!

Offline JHM

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Hallo Michael ,
ersteinmal danke für die schönen Fotos .
das ist meine Einschätzung:
Zu 1+2 habe ich als Calcit angesprochen , könnte aber auch anglesit sein . Ich tendiere eher zum Calcit
Zu 3 : Habe ich immer als Rosasit angesprochen , Aurichalcit ist auch möglich aber in Anbetracht der Fundregion würde ich aber eher zu Rosasit tendieren .
Zu 4: Habe ich gar nicht das Material , in betracht kommen Brochantit und Malachit
Zu 5 : Könnte Aurichalcit sein oder aber Fasriger Rosasit
6 + 7 : ? habe ich ja auch das zeug , keine Ahnung
8 : wie 1 Calcit
10 : Smithsonit

Grüße Jan-Henrik

Offline MichaelP

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Vielen Dank für Eure Hilfe.
Es wurden zwar teilweise viele unterschiedliche Mineralien vorgeschlagen, aber das ist trotzdem hilfreich gewesen.
Ich habe zu allen genannten Mineralien die Informationen in der einschlägigen Literatur nachgelesen und konnte so nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip vorgehend einige ausschließen, weil sie entweder im Sounion-Gebiet sehr selten (Anglesit) sind oder bisher dort gar nicht (Lavendulan) gefunden wurden.
Demnächst werde ich die Stufen mal wieder aus dem Karton kramen und schauen, ob ich einen Kristall separieren kann. Dann wären die Stufen mit Calcit/Fluorit und Brochantit/Malachit auch klar. So haben immerhin einige Mineralien einen Namen bekommen.
Den Rest werde ich dann mal analysieren lassen müssen.
Viele Grüße
Michael

Offline Emil Box

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Noch eine Prognose

1,2 Fluorit
3 Rosasit
4,5 Olivenit
5 Agardit od. (Zink)-Olivenit Nadeln
6,7 Sauconit
8 Calcit
9 Aragonit (Zeiringit)
10 Calcit
Gibt es UV-Fluoreszenz? Könnte ev. helfen.
Carbonaten mit HCl prüfen.

Glück auf
Milo

Offline thdun5

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Hallo,

zu der Nummer 8 hätte ich noch eine Frage:
hast du bei dem vermeintlichen Malachit einmal eine Probe mit verdünnter Salzsäure gemacht ?
Ein Malachit würde bei diesem Versuch aufbrausen.

Wenn es nicht braust, dann ist es Annabergit.
Unter dem Bino würde ich einmal die Kristalle etwas genauer betrachten.
Die meisten Annabergite von Laurion besitzen diese unverwechselbare Kristallform.

Viele Grüße
Daniel

Offline Anatas

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bye the way ....

habe gesehen Michael Pfeil hat die Barbara Mine neu im Lexikon angelegt:

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Griechenland/Attika%20%28Attik%ED%2C%20Attica%29/Lavrion%20%28Laurion%29-Gebiet/Sounion/Barbara%20Mine

Der anatasi hat mir (auch unter Vorbehalt)  gesagt dass die Barbara Mine identisch mit der Maria Mine ist - ist dass korrekt oder nicht ?
Ausserdem gibt es doch zwei Zugänge - einen von Kamariza aus und einen von Sunion aus ?
verwirrt mich seit einiger Zeit ein bisschen diese Fundstellenzuordnung ...

Mindat org sagt:   die Maria Mine und die Exi Mine bilden die St. Barbara Mines ....
http://www.mindat.org/lsearch.php?from=nsearch&loc=Laurion

Wer kann ein bisschen Licht ins Dunkel bringen ?

Sorry Michael dass ich meine Nachfrage an Deine Bestimmungsfrage hänge ...

Grüße    Gerhard

Offline MichaelP

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So, ein paar Untersuchungen habe ich noch gemacht. Allerdings helfen die wohl auch nicht weiter.
- kein Mineral leuchtet unter der UV-Lampe. Allerdings auch nicht die eindeutig als Fluorit identifizierten Stufen.
- die Kristalle auf Bild 2 bilden an anderer Stelle einen regelrechten Rasen, von dem ich ein Stück separieren konnte.
  Diese Stück in einen Tropfen HCl (10%ig) getaucht ergab eine merkwürdige Reaktion. Unter dem Mikroskop konnte
  ich keine Blasenbildung erkennen, aber das Stück zerfiel in viele kleine Einzelteile.
- der Malachit von Bild 8 schäumt in HCl. Annabergit wird im Revier Sounion auch nicht erwähnt.
  Die schönen Annabergite kommen von der Fundstelle km3 oder aus dem Revier Kamariza.

@Anatas
Laut der mir vorliegenden Literatur (Lapis, Der Aufschluß) liegt die Exi-Mine ein paar hundert Meter nördlich der St. Barbara Kapelle.
Die Maria-Mine liegt 100m darunter. Vermutlich wurde das bei mindat wegen der Nähe zur Barbara-Kapelle St.Barbara-Mines genannt.
Die von mir angelegte Barbara-Mine liegt ca. 1 km südlich der Barbara-Kapelle. Eine Verbindung zu den Minen Exi und Maria besteht nicht.

Viele Grüße
Michael

Offline JHM

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Außerdem gibt es doch zwei Zugänge - einen von Kamariza aus und einen von Sunion aus ?


Die Babara Mine ist eine sehr kleine und Oberflächennahe Mine (tw. kann man die Wurzeln durch die Stollendecke wachsen sehen ) , Sie besitzt nur einen Zugänglichen Eingang was aber auch mit etwas Kraxelei verbunden ist  ;)

Allerdings gibt es da noch einen Förderschacht der wahrscheinlich zu einer 2ten bzw. 3ten Sohle führt , da kann man sich aber nur runter abseilen und das sind ein paar Meter ....
Ich könnte mir auch gut vorstellen das man auf die besagte Sohle über eine andere Mine gelangen kann .
Kamariza wär aber aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich , eher Soureza,Elafos oder Megala Pefka .

@ Michael
Schön gemacht mit der Seite , und danke für die klasse Fotos

Grüße Jan-Henrik

 

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