Hallo,
so wie ich denke, war Dresden ein guter Einblick in die deutsche Börsensituation. Die Stimmen, die sagen "das war das letzte Mal", häufen sich. Die Leute kommen noch, schieben sich durch die Gänge, aber kaufen tun sie nichts. Schmuck und chinesische Stufen unterer Mittelklassequalität werden ebenfalls nicht weniger. Gutes aus dem Erzgebirge erwartet der Sammler in Dresden ohnehin nicht.
Aus meiner Sicht überraschend dennoch das Angebot an lokalen Stufen aus dem Dresdner und Meißner Raum. An verschiedenen Tischen wurden diese angeboten. Gesehen habe ich eine hübsche alte Coelestinstufe von Scharfenberg (aber eben auch angeschlagen), die VFMG Radebeul bot neuere Funde aus 2006 von Scharfenberg (für den Mikromounter auch "Exoten" wie Cerussit. Ganz neue Funde gab´s auch: hübsche Anschliffe mit Rhodochrosit und Erzen, die auch ihren Preis hatten standen neben selten belegten Sachen wie Massicotit von Naustadt südl. Scharfenberg und ähnlichem zu günstigen Preisen. Eine handtellergroße sehr preiswerte Apophyllitstufe von Bannewitz ist mir noch aufgefallen, direkt daneben lag eine Kleinstufe mit Kupferdendriten vom gleichen Fundort, bei deren Preis ich mich fast geschämt habe, sie zu kaufen.
Ansonsten etwas Schleifmaterial von Achat/Amethyst aus dem Osterzgebirge, darunter auch seltenere Sachen wie Fundort Maxen zum Selberschleifen. Etwas historisches Material mit alten Etiketten riss allesamt nicht sonderlich vom Hocker. Einige der "üblichen Verdächtigen"-Händler haben sich wie immer eingefunden. Ihr Angebot ist vielfach nett anzusehen, doch man kennt´s mit der Zeit und die Preise... Naja.
Fazit: der "richtige" Sammler findet wenig, das Publikum besteht mehrheitlich aus "Seh-Leuten", doch wer seine Ansprüche nicht zu hoch schraubt, etwas kramt und nicht auf Augenreißer sondern auf lokale Seltenheiten aus ist, konnte das ein oder andere Schnäppchen machen.
Gruß
Andreas