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Autor Thema: Kristalle vom jungen Mond  (Gelesen 2169 mal)

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Offline rtbstone

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Kristalle vom jungen Mond
« am: 10 Sep 09, 17:00 »
Forscher finden Hinweise auf einstiges Magmameer auf dem Erdtrabanten

Mit Hilfe von Aufnahmen der japanischen Raumsonde Kaguya konnten
Forscher das Mineral Plagioklas auf dem Mond zweifelsfrei identifizieren
und so genaue geologische Karten der Mondoberfläche erstellen. Fast
100 Prozent der Mondkruste enthalten demnach dieses Mineral, das
zu den Feldspaten gehört. Bisher lagen die Schätzungen bei 80 bis
90 Prozent. Die Resultate liefern wertvolles Grundlagenmaterial für
Modelle von geologischen Vorgängen in der Zeit kurz nach der
Entstehung des Mondes. Bis heute ist nicht ganz klar, ob damals
Meere aus flüssigem Magma die Mondoberfläche bedeckten. Die
nun entdeckten Plagioklasvorkommen unterstützen diese These,
da sie vermutlich bei der Abkühlung solcher Meere auskristallisiert sind.

Die Forscher machten sich eine Technik zunutze, bei der die
Reflexion von Infrarotstrahlung an einer Oberfläche gemessen wird.
 Je nach Beschaffenheit der Fläche werden unterschiedliche
Wellenlängen absorbiert und dementsprechend charakteristische
Spektren reflektiert. So gelang den Wissenschaftlern eine sehr hohe
Auflösung der Mondoberfläche, die sie mit bisherigen Methoden nicht
erreicht hatten. Ihre Bilder bestanden aus Pixeln mit Seitenlängen
zwischen 20 und 62 Metern. Mit herkömmlichen Teleskopen konnten
die Plagioklasvorkommen nur auf 200 Meter und meist sogar lediglich
auf mehrere Kilometer genau aufgelöst werden. So entdeckten die
Forscher, dass das Mineral viel weiter verbreitet ist als bisher angenommen.

Die Forscher konnten nachweisen, dass plagioklashaltiges Gestein
praktisch in allen Spitzen, Wänden, Erhebungen und Ringen der
Mondgebirge vorkommt. In den Vertiefungen ist das Mineral seltener:
Erst in Kratern ab einer bestimmten Tiefe enthält das Gestein Plagioklas.
Die Forscher schließen daraus, dass zwischen etwa 3 und 30 Kilometern
Tiefe der ganze Mond aus plagioklashaltigem Gestein besteht, das
teilweise von anderen Gesteinsarten bedeckt ist.

Plagioklas auf dem Mond ist ein Bestandteil des Gesteins Anorthosit.
Dieses findet sich auch auf der Erde, allerdings nicht in solcher Reinheit.
Die Reinheit des Anorthosites auf dem Mond sei sehr auffällig, vor allem
wenn man die Prozesse bedenke, die nötig seien, um solche Mengen
des Gesteins hervorzubringen, erklären die Forscher.

Die reinsten Anorthositgesteine auf dem Mond bestehen zu rund 98
Prozent aus reinem Plagioklas, und nicht wie bisher angenommen
nur aus 80 bis 90 Prozent. Die Forscher vermuten, dass die Gesteine
aus einem riesigen Meer aus Magma auskristallisierten. Das würde für
die Existenz dieses Meeres auf dem gerade entstandenen Mond sprechen.

Offline Collector

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Antw:Kristalle vom jungen Mond
« Antwort #1 am: 10 Sep 09, 19:24 »
Hallo

schöner Beitrag !  Ist der Text von Dir ?


Bitte auch um Referenz- oder Literatur/weblink-Angabe zum weiteren Einlesen.

Danke
collector (Feldspatsammler)

Offline as

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Antw:Kristalle vom jungen Mond
« Antwort #2 am: 11 Sep 09, 07:47 »
Hallo,

hier ist ein Link zu dem Thema:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,648129,00.html

Gruß
as

 

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