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Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Klinoklas:
Hallo Jürgen, das ist doch ein fabelhafter Hintergrund bei der Fluoritstufe.
(Was ein herrlich Stück, ich bin im Farbenrausch.) :D
Die Beobachtung das es mit dem Hintergrund bei den größeren Stufen leichter ist habe ich auch gemacht. Ab einer gewissen Größe wird es auch bei kleineren Sachen wieder einfacher. Durch die Nahlinse und die damit verbundene geringe Tiefenschärfe bekommt man in der Regel immer einen schönen homogenen Hintergrund hin. (Siehe mein Fluoritbild, Bildbreite: ca. 2,5 cm)
Die Schwachstellengröße scheint irgendwo dazwischen zuliegen.
Gruß
René
loparit:
@klinoklas
Genau einen solchen Fotokoffer habe ich mir im letzten Jahr gekauft. Der Koffer selbst ist nicht gut, damit meine ich die aufgebaute Funktionsweise. Bei etwas größeren Stücken ist das ganze recht wackelig. Deshalb habe ich mir einen Fototisch selbst gebaut, abgestimmt auf die Hintergünde bzw. das andere im Koffer befindliche Material. Die Tageslichtlampen, die Diffuser und auch die Hintergründe sind wirklich gut. Das ganze dann auf meinem Tisch eingesetzt ergibt schon recht ordentliche Ergebnisse. Auch der Händler bei dem ich gekauft habe, kann jetzt nicht sagen ob es der gleiche wahr, ist fachlich sehr gut. Man kann dann durchaus telefonisch weitere Hintergründe bzw. anderes Material bestellen.
Mit einem manuellen Weißabgleich und den richtigen Einstellungen in der Kamera bei mir eine Spiegelreflex Olympus E330 und E1, fotografiere ich dann im RAW-Format womit ich dann in Lightroom die Fotos entwickel und gegebenfalls in Photoshop nachbearbeite.
Die aufwenige Freistellung wie weiter oben beschreiben mache ich mitlerweile nicht mehr, obwohl mir die Anwendung in Photoshop sehr vertraut ist. Mit dem Fotokoffer und entsprechender Beleuchtung kann man da durchaus Bilder machen die kein freistellen mehr benötigen.
@embarak
Man kann auch durchaus einen solchen Byssolith freistellen. Es gibt ein gutes Tutotrial wie man mit Photoshop Haare freistellt. Mit der gleichen Technik könnte man dann auch einen solchen Byssolith freistellen. Einfach mal googeln nach Haare freistellen und Tutorial.
Als Beispiel mal ein Foto eines Kugeligen Baryt aus Freiberg. Größe einer Kugel etwa 6 cm
Gruß
loparit
Klinoklas:
Hallo Edgar,
vielen Dank für deine Antwort. Sie ermutigt mich eigentlich sogar den Koffer zukaufen.
Ich habe überwiegend kleineres Material zum ablichten und so wie du schreibst ließe sich das ganze ja bei Bedarf auch noch aufstocken.
Momentan gefällt mir der Gedanke nach getaner Arbeit alles in einem Koffer verstauen zu können. ;-)
Das Barytbild ist übrigens richtig schön geworden.
Gruß
René
uwe:
Mal 'ne ganz andere Frage (auch auf die Gefahr hin, mich als Banause zu oute): Welchen Vorteil bringt eigentlich das RAW-Format. Ich habe gerade mal ein Objekt als RAW und als JPG (höchste Auflösung) fotografiert und ehrlich gesagt keinen Unterschied festgestellt. Ich kann das RAW-Bild lediglich nicht mehr mit XnView bearbeiten, da es zu klein dargestellt wird.
???Uwe ???
Schluchti:
Das RAW Format hat den Vorteil, dass, vereinfacht gesagt, mehr Bildinformationen erhalten bleiben in der Datei, als in einer JPEG. Die meisten kamerainternen Bild"optimierungen" kann man so besser manuell vornehmen. Dies unter mehreren Gesichtspunkten:
1. Die Datei im RAW Format enthält die volle, kameraabhängige Farbtiefe pro Kanal. JPEG hat nur 8 Bit Farbtiefe pro Kanal. Das heißt, dass, vereinfacht gesagt, mehr und feiner gestufte Farbinformationen in einer RAW Datei enthalten sind. Dies bemerkt man vor allem bei einem nachträglichen Weissabgleich und Tonwertkorrekturen (vereinfacht: globale oder kanalabhängige Aufhellungen oder Abdunklungen). Hier kann es bei nur 8 Bit Farbtiefe pro Kanal schnell zu deutlich sichtbaren Abstufungen in Helligkeits- und Farbverläufen kommen, insbesondere in sehr dunklen oder sehr hellen Bereichen. Läßt man das Bild unverändert, wird man einen Unterschied der Farbtiefe nicht sehen, schon gar nicht an einem normalen Computermonitor. Das ganze hat also unter diesem Aspekt Sinn als "Reserve" für Bildbearbeitungen.
2. Die RAW Datei ist von den meisten kameraseitigen Voreinstellungen der Dateiverarbeitung unabhängig. Nur die eingestellte ISO-Zahl hat einen Einfluss. Alle anderen Einstellungen (Schärfe, Fabton, Weissabgleich, etc.) bleiben ohne direkte Auswirkung (man kann natürlich im RAW Entwickler die Kameravoreinstellungen, die mit in der Datei gespeichert werden auch übernehmen). Damit kann man auch ein durch die Kamerasoftware völlig überschärftes oder glattgebügeltes (weil viel zu stark rauschgefiltertes) Bild noch retten, was nicht ginge, wenn man nur das fertige Ergebnis in der JPEG Datei hätte.
3. Das JPEG Format nutzt ein Komprimierung. Dadurch gehen ebenfalls Bildinformationen verloren. Die Dateien im RAW format sind nicht, oder zumindest nicht qualitätsmindernd komprimiert.
Die Möglichkeiten, aus einer RAW Datei das Beste einer Aufnahme herauszuholen sind also größer, als bei JPEG. Das hängt aber neben dem eigenen Geschick, auch von der verwendeten RAW-Entwickler-Software ab. Ich für meinen Teil nutze ja die Canon 400D und nehme zur RAW-Entwicklung das Canon eigene Tool Digital Photo Professional, das im Lieferumfang der Kamera enthalten ist. Das Programm ist für die Zwecke, für die es gemacht ist, sehr leistungsfähig und bietet zudem für die hauseigenen Objektive eine optionale Verzeichnungs- und Vignettierungskorrektur, was sehr nützlich sein kann.
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