Glück Auf!
Bild 359: Es könnte sich dabei um einen Ignimbrit, einen Porphyr allgemein oder einen etwas ungewöhnlichen Roten-Ostsee-Quarzporphyr handeln. Metamorphite oder Migmatite sind eher unwahrscheinlich. Eine geringe metamorphe Überprägung ist aber nicht auszuschließen. Um über das Stück mehr zu erfahren, müsste man es am besten Aufsägen und Anschleifen. Unter dem Mikroskop lassen sich dann die Feinstrukturen besser erkennen (eventuelle deformierte Gefüge, Form der Einsprenglinge, Fremdgesteine,...). Auf dem Bild359 und dem Ausschnitt kann man andeutungsweise eutaxitische Strukturen erkennen, was für einen ignimbrit sprechen würde.
Bild 366: Was man erkennen kann, deutet sehr auf eine Gangbrekkzie hin mit reichlich Quarzbänderung. Das Innere der rechten oberen Quarzbänderung könnte man als Reste von Granit oder Gneis deuten. Solche Stücke sind im Erzgebirge weit verbreitet.
Bild 5,6,7: typische Perimorphosen von Quarz nach Irgendwas (meist Baryt, aber wie weiter oben geschrieben auch anderen Mineralien). Die Hohlräume wurden später mit Quarz gefüllt. Solche Stücke sind im Raum Marienberg, Annaberg-Buchholz häufig anzutreffen. Stellenweise sind die Hohlräume mit Amethyst gefüllt.
Bild 2,3, 9: Wenn die Stücke nicht auf Salzsäure reagieren, dann sind es typische Tertiär-Quarzite. Kiesablagerungen wurden während des Tertiärs verkieselt und bildeten so ziehmlich widerstandsfähige Gerölle. Da die Quarzgehalte dieser verkieselten Massen sehr hoch sind, werden sie häufig als Quarzite bezeichnet. Die Bezeichnung Konglomerat wäre aber passender, da damit auch die geologische Herkunft eindeutig ist. Der Begriff Quarzit suggeriert in dem Zusammenhang eine falsche Herkunft, bzw Enstehung. Die Bezeichnung Zementquarzit wäre akzeptabel.
Bild 90, 93: Es sind Hornsteine mit Achatbildungen. Solche Bildungen sind in hydrothermalen Gangsystemen anzutreffen und im Erzgebirge weit verbreitet. Die Hornstein-Fazies ist recht weiträumig und dementsprechend auch recht vielgestaltig.
Bild 78, 79 typische Lydite (Radiolarite). Diese Gesteine können sehr vielfältig sein, weisen nahezu alle Farben auf und können sehr stark gebänderte Texturen aufweisen. Besonders fiese Exemplare sind leicht mit verkieselten Hölzern, Achaten oder Jaspisen zu verwechseln.
Bild 74: siehe Ausführungen zu Bild 2,3 und 9
Bild 66, 69: Hier würde ich, wie weiter oben schon geschrieben auch sagen, dass es Lydite sind. Die zerrüttete Struktur spricht auf jeden Fall dafür.
Bild 63,63 ganz typische Lydite
Bild 40, 41 viel ist nicht zu erkennen. Das kann aber auch an der homogenen Struktur der Stücke selbst liegen. Ich würde anhand der Bilder die Stücke zu den Hornsteinen stellen. Die sehr gerade abgegrenzten Bereiche sind wieder Perimorphosen in deren Hohlräumen sich dann Quarz niedergelassen hat. Die obere linke Ecke könnte ein Stück Jaspis beherbergen. Solche Stücke sind, wie weiter oben schon ausgeführt, häufig zu finden. Sie enthalten in unterschiedlichen Anteilen Perimorphosen, Jaspis, Quarzbänderungen und seltener auch Achat. Meist sind sie weiß, grau oder rötlich, gelblich gefärbt. Grünliche und bläuliche Farben sind eher selten.
Bild 31 So wie es aussieht ist es auch erst einmal ein Hornstein. Die Brekkzienstrukturen aus zwei Bildungsphasen sind deutlich zu erkennen. In der ersten Brekkzienbildungsphase wurden die Bruchstücke mit einem roten, jaspisartigen Bindemittel verkittet. Bei der zweiten Brekkzienbildung wurden die Bruchstücke mit Quarz verkittet. Bei der recht guten Färbung könnte sich eine Bearbeitung lohnen.
Bild Pseudo1, Psedo2: Hierbei wird es sich auch wieder um Hornsteine handeln.
Bild365 sehr schöner Achat.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut