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Autor Thema: Kiesgrubenfunde Nordsachsen  (Gelesen 21784 mal)

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Offline GREENHORNMTL

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #30 am: 16 Feb 10, 20:37 »
Auf ein neues. Bin mir nicht sicher, ob ich die Bilder im Mineralienforum oder im Gesteinsforum einstellen soll. Beide Bilder vom gleichen Stein.

Offline GREENHORNMTL

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #31 am: 19 Feb 10, 20:47 »
Gibt es denn niemanden, der was zu sagen hat?javascript:void(0);

Offline Lausitz

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #32 am: 19 Feb 10, 20:57 »
sieht nach bandjaspis aus. Es gibt aber hier noch paar experten die sicher mehr dazu sagen können.
Gruß

Offline nwsachse

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #33 am: 20 Feb 10, 08:26 »
Eher "ausgeblichener" Achat / Chalcedon. Ich meine auch, trümmerachataehnliche Strukturen zu erkennen.
Evtl. mal eine Härtepruefung machen.

Offline nwsachse

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #34 am: 20 Feb 10, 08:36 »
Bild 2,3,9,74: verkieselter Sand / Kies, sog. Tertiärquarzit, Braunkohlenquarzit [Tertiär]

Offline Mineralroli

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #35 am: 20 Feb 10, 09:33 »
Hallo
Meiner Meinung nach hat das Stück weder etwas mit Achat noch mit Jaspis was gemeinsam.
Es zeigt sog. Faltungsstrukturen und ist aller Wahrscheinlichkeit nach kein Mineral sondern ein Gestein,
denn nicht alles was irgendwie gebändert ist ist auch ein Achat.
Es geht auch eher in die Richtung Kieselschiefer o.ä.
Beste Grüße
Roland

Offline doe

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #36 am: 20 Feb 10, 10:22 »
Hallo,
ich unterstütze Roland,ein sehr schöner stark verfalteter und stellenweise gebrochener Kieselschiefer.verkieselter Sand muß Körnung zeigen,die ich nicht erkennen kann.Jaspis,Chalzedon und Achat sehen anders aus.Was soll eine Härteprüfung zwischen verschiedenen Quarzvarietäten aussagen?
Dann lieber das Gefüge mit 20 X  Vergrößerung ansehen und eventuell hier zeigen.
Glück auf Günter

Offline GREENHORNMTL

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #37 am: 22 Feb 10, 20:26 »
Habe mal unter Kieselschiefer gesucht. Rein theoretisch könnte ja der Stein von Bild 78/79 auch ein solcher sein.

Offline GREENHORNMTL

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #38 am: 22 Feb 10, 20:36 »
Habe noch einen weiteren Stein, der unter die Kategorie Kieselschiefer fallen könnte. Der Ausschnitt ähnelt sehr dem Stein von Bild 78/79.
Grüße Heiko

Offline GREENHORNMTL

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #39 am: 22 Feb 10, 21:09 »
Wie entstehen solche exakt abgegrenzten Bereiche? Ich vermute der Stein ist ein Jaspis. Allerdings habe ich noch nicht so fast "rechteckige" Einlagerungen gesehen.

Offline GREENHORNMTL

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #40 am: 02 Mar 10, 21:08 »
Nachdem auf meine letzte Anfrage keine Antwort kam, nun heute eine neue. Nennt man das Jaspis, Achat oder ganz anders?

Offline fassi

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #41 am: 02 Mar 10, 23:24 »
Ich will auch mal was dazu sagen...
Dein letztes foto - solche stücke finden sich recht oft in den Flußgeröllen- viele lassen die liegen  - weil sie mehr auf achate aus sind die in ihrer Form auch abgerollt erkennbar sind.
ich denke das stück auf dem Bild ist ein abgerolltes gangstück mit achat und jaspis aber auch viel quarz ... solche stücke können z.B. vom schlottwitzer Gang stammen oder von anderen je nachdem wo gefunden..
im nassen zustand sehen die recht hübsch aus. meistens lohnt aber ein schneiden und schleifen nicht
In solchen Gangstücken kommt oft achat ,jaspis und Quarz zusammen vor ,auch andere materialien sind vorhanden..
Guck mal die seiten an vom Threat- Kiesgrubenachate-

also ich denke abgeroltes Gangstück

Gruß fassi
Ps.- Ich hab früher auch viel solches Material mitgenommen - aber mit der Zeit erkennt man was wirklich lohnt

Offline GREENHORNMTL

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #42 am: 18 Mar 10, 19:59 »
Hallo in die Runde, gibt es Pseudomorphosen von Quarz in rot? Bild anbei. Eventuell nach Baryt?

Offline felsenmammut

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #43 am: 19 Mar 10, 18:26 »
Glück Auf!

Bild 359: Es könnte sich dabei um einen Ignimbrit, einen Porphyr allgemein oder einen etwas ungewöhnlichen Roten-Ostsee-Quarzporphyr handeln. Metamorphite oder Migmatite sind eher unwahrscheinlich. Eine geringe metamorphe Überprägung ist aber nicht auszuschließen. Um über das Stück mehr zu erfahren, müsste man es am besten Aufsägen und Anschleifen. Unter dem Mikroskop lassen sich dann die Feinstrukturen besser erkennen (eventuelle deformierte Gefüge, Form der Einsprenglinge, Fremdgesteine,...). Auf dem Bild359 und dem Ausschnitt kann man andeutungsweise eutaxitische Strukturen erkennen, was für einen ignimbrit sprechen würde.
Bild 366: Was man erkennen kann, deutet sehr auf eine Gangbrekkzie hin mit reichlich Quarzbänderung. Das Innere der rechten oberen Quarzbänderung könnte man als Reste von Granit oder Gneis deuten. Solche Stücke sind im Erzgebirge weit verbreitet.
Bild 5,6,7: typische Perimorphosen von Quarz nach Irgendwas (meist Baryt, aber wie weiter oben geschrieben auch anderen Mineralien). Die Hohlräume wurden später mit Quarz gefüllt. Solche Stücke sind im Raum Marienberg, Annaberg-Buchholz häufig anzutreffen. Stellenweise sind die Hohlräume mit Amethyst gefüllt.
Bild 2,3, 9: Wenn die Stücke nicht auf Salzsäure reagieren, dann sind es typische Tertiär-Quarzite. Kiesablagerungen wurden während des Tertiärs verkieselt und bildeten so ziehmlich widerstandsfähige Gerölle. Da die Quarzgehalte dieser verkieselten Massen sehr hoch sind, werden sie häufig als Quarzite bezeichnet. Die Bezeichnung Konglomerat wäre aber passender, da damit auch die geologische Herkunft eindeutig ist. Der Begriff Quarzit suggeriert in dem Zusammenhang eine falsche Herkunft, bzw Enstehung. Die Bezeichnung Zementquarzit wäre akzeptabel.
Bild 90, 93: Es sind Hornsteine mit Achatbildungen. Solche Bildungen sind in hydrothermalen Gangsystemen anzutreffen und im Erzgebirge weit verbreitet. Die Hornstein-Fazies ist recht weiträumig und dementsprechend auch recht vielgestaltig.
Bild 78, 79 typische Lydite (Radiolarite). Diese Gesteine können sehr vielfältig sein, weisen nahezu alle Farben auf und können sehr stark gebänderte Texturen aufweisen. Besonders fiese Exemplare sind leicht mit verkieselten Hölzern, Achaten oder  Jaspisen zu verwechseln.
Bild 74: siehe Ausführungen zu Bild 2,3 und 9
Bild 66, 69: Hier würde ich, wie weiter oben schon geschrieben auch sagen, dass es Lydite sind. Die zerrüttete Struktur spricht auf jeden Fall dafür.
Bild 63,63 ganz typische Lydite
Bild 40, 41 viel ist nicht zu erkennen. Das kann aber auch an der homogenen Struktur der Stücke selbst liegen. Ich würde anhand der Bilder die Stücke zu den Hornsteinen stellen. Die sehr gerade abgegrenzten Bereiche sind wieder Perimorphosen in deren Hohlräumen sich dann Quarz niedergelassen hat. Die obere linke Ecke könnte ein Stück Jaspis beherbergen. Solche Stücke sind, wie weiter oben schon ausgeführt, häufig zu finden. Sie enthalten in unterschiedlichen Anteilen Perimorphosen, Jaspis, Quarzbänderungen und seltener auch Achat. Meist sind sie weiß, grau oder rötlich, gelblich gefärbt. Grünliche und bläuliche Farben sind eher selten.
Bild 31 So wie es aussieht ist es auch erst einmal ein Hornstein. Die Brekkzienstrukturen aus zwei Bildungsphasen sind deutlich zu erkennen. In der ersten Brekkzienbildungsphase wurden die Bruchstücke mit einem roten, jaspisartigen Bindemittel verkittet. Bei der zweiten Brekkzienbildung wurden die Bruchstücke mit Quarz verkittet. Bei der recht guten Färbung könnte sich eine Bearbeitung lohnen.
Bild Pseudo1, Psedo2: Hierbei wird es sich auch wieder um Hornsteine handeln.

Bild365 sehr schöner Achat.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline felsenmammut

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Antw:Kiesgrubenfunde Nordsachsen
« Antwort #44 am: 24 Mar 10, 11:06 »
Anmerkung zu Bild 359: Hornfels wäre auch noch denkbar.

 

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