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Geologische Rätsel 2 : Das Rätsel der Granitkugeln
giantcrystal:
Hallo aus Mittelfranken
wie versprochen, hier wieder einmal ein geologisches Rätsel(raten) :von meiner jüngsten Namibiareise im September 2009 :
Granit verwittert ja bekanntlich meist zu rundlichen Formen, diese Art der Verwitterung hat auf deutsch den schönen und sehr einprägsamen Namen "Wollsackverwitterung".
Wie aber entstehen Granit"kugeln" auf einer ansonsten freien Granitfläche, wie zum Beispiel auf der Farm Ameib in Namibia ?
Hat jemand eine Idee ?
Glück Auf
Thomas
quarzum:
juppi, ein neues Rätsel!
ich glaub zwar die antwort zu kennen, aber ich werde sie jetzt nicht posten, damit´s fürs restliche
auditorium noch interessant bleibt.
werd´s dir mal per PM meine Lösung schicken, die Lösung seh ich dann eh in kürze hier..
Krizu:
Schön,
ich sende auch mal die Lösung per PN :-)
Frank
Moni:
Was Ihr sendet alle per PM?
Mach ich nicht und hier meine Antwort:
Die aus Granit bestehende Spitzkoppe ist ein Pluton, d.h. das Magma blieb im Erdinneren stecken und bis auf den zentralen Granitkörper ist ringsherum bereits alles verwittert und abgetragen. Granit besteht bekanntlich aus Feldspat, Quarz und Glimmer und ist damit eigentlich ein Konglomerat, daß zu mehr oder weniger groben Sand /Kies verwittert. Charakteristisch für den Granit ist die sogenannte Wollsackverwitterung. Sonne, Regen und vor allem Wind tragen die kleinen Gesteinskörner ab und es entsteht dabei ein vornehmlich rundes Felsgebilde - niemals Kanten.
Das Material bricht regelrecht wie Schalen ab.
Ursache hierfür ist der Abkühlungsprozeß im Erdinneren, die auf Grund der kugel- oder pilzförmigen Magmakörper relativ gleichmäßig von innen nach außen erfolgte und im Prozeß der Erosion in umgekehrter Reihenfolgen abläuft.
Diese Verwitterungsform kann man sowohl an der Spitzkoppe als auch im Erongogebirge ausgezeichnet studieren - siehe Bild von Farm Ameib.
Herzliche Grüße
Moni
giantcrystal:
Hmm, ich glaube ich muß meine Frage etwas präzisieren :
Wie bilden sich Granitkugeln wie die oben gezeigte ? Auf einer Stelle, die nach allen Seiten abfällt...hätte ja eigentlich schon lange mal runterrollen müssen, oder ?
Noch ein Nachtrag zur Lage der Farm Ameib : etwa 150 Kilometer vom Meer entfernt,, dort findet mit einiger Sicherheit keine Salzverwitterung mehr statt, übrigens gibt es die typische Wollsackverwitterung auch noch in weit größerer Entfernung vom Meer...
Glück Auf
Thomas
P.S. Übrigens : so ganz sicher bin ich selber nicht, wie das hier mit der Kugelbildung funktioniert, aber vielleicht hat ja jemand eine wirklich gute Idee ?
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