Der Hämatit erscheint in Schlema sowohl in schwarzen Blättchen oder Rosetten, als auch in rot bis violett metallischen Anflügen. Da Hämatit in dünnen Blättchen und feinsten Partikeln rot erscheint (deswegen auch der rote Strich), kann er auch beim zerstoßen, zerreiben oder verwittern rot werden. Die erste Stufe scheint etwas abgerollt und angewittert, deswegen die rötliche Farbe.
Der in Schlema auch vorkommende Lepidikrokit ist optisch kaum vom Hämatit zu unterscheiden. Auch die etwas mehr ins gelbe bzw. orange gehende Strichfarbe ist da kein zuverlässiger Anhaltspunkt.
Hier sind zwei alte (und sehr schlechte) Aufnahmen von Lepidokrokit aus Schlema:

gefunden in Schlema (Halte 309)

gefunden in Schlema (Halte 309)
Bezüglich der dunklen, würfelig erscheinenden Kristalle, kannst Du mal versuchen, an einer unauffälligen Stelle mit einer Nadel das Material zu ritzen? Geht das? Und wenn ja, kommt da etwas metallisches, silbernes zum Vorschein, oder ist die dunkle Farbe auch unterhalb der Oberfläche? Wie würdest Du die Farbe des Materials beschreiben? Schwarz, grau, dunkellila? Sind es richtige Würfel, oder eher verzerrte Rhomboeder? Momentan tendiere ich eher in Richtung Fluorit.
Das grüne auf der dritten Stufe ist meines Erachtens kein Kupfersekundärmineral und kein Pyromorphit. Man findet diese grünen, derben Einlagerungen sehr oft im Dolomit in Schlema. Was es genau ist, weiss ich nicht. Oft sind diese Einsprenglinge recht weich. Möglicherweise handelt es sich um hydrothermal überprägte Nebengesteinsbrekzien, die als Hydroglimmer- bzw. Chlorit-Carbonat-Metasomatite beschrieben sind von Schlema. Damit könnte das grüne Material Illit oder "Chlorit" sein.
Die kleinen Kritsällchen auf dem letzten Bild sind recht sicher Chalkopyrit.