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Autor Thema: 4erlei in einer Stufe  (Gelesen 3148 mal)

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Offline Achim

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4erlei in einer Stufe
« am: 14 Nov 09, 10:08 »
Hallo,

wie man merkt, gehe ich nach und nach die Stufen der Sammlung durch. Reinigen geht meist noch, bestimmen ist schwieriger. Anbei eine mit ca. 130 * 90 * 55mm etwas größere Stufe.

Gezeigt wird Bild von oben (01), unten (02), Detailaufnahme unten (03) und Detail oben (04).
bei dem transparent/leicht milchigen Spitzen müsste es sich um Quarz handeln. Quer liegende Kristalle sind teils als Doppelender ausgeblidet.
Das transparent leicht gelbliche Mineral (02) und (03) weist eine kubische Form auf, das größte Kristall hat eine Kantenlänge von immerhin 15mm. Strich ist weiß, die Härte liegt um 3,5 (ritzt ein Messingblättchen, wird vom 4er Stift geritzt). Bruch erscheint mir uneben. Ich konnte zu den Angaben jedoch kein passendes Mineral finden.
Und dann sind noch die weisslichen Lamellen (1) und (4), mit den kleinen bräunlichen Kristallen. die beide einen weißen Strich liefern.

Ich stehe auf dem Schlauch ... wer bringt Licht ins Dunkle?

Viele Grüße

Achim

Offline uwe

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Antw:4erlei in einer Stufe
« Antwort #1 am: 14 Nov 09, 10:49 »
Hier spielen Fluorit (kubisch) und Baryt eine Hauptrolle. Achim, nenne bitte bei künftigen Fragen dei Fundstelle. Diese ist für Ferndiagnosen sehr hilfreich.

Uwe

Offline openpit

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Antw:4erlei in einer Stufe
« Antwort #2 am: 14 Nov 09, 11:49 »
Hi,
könnte es sich bei dem Baryt nicht auch um Cerussit handeln?
Ich meine die auf dem letzten Bild erkennbare Verzwilligung schon mehrfach bei Cerussit gesehen zu haben.

Glück auf!

Offline thdun5

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Antw:4erlei in einer Stufe
« Antwort #3 am: 14 Nov 09, 12:08 »
Hallo,

Cerussit würde ich ausschließen wollen. Zum einen passt die Paragenese Fluorit-Cerussit nicht so wirklich und solche 'Verzwillingungen' sind beim Baryt sehr häufig anzutreffen.
Das bräunlich-orange könnte Sphalerit sein. Dazu bräuchte man aber detailreichere Bilder.

Gruß
Daniel

Offline Achim

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Antw:4erlei in einer Stufe
« Antwort #4 am: 14 Nov 09, 12:24 »
Hallo Uwe,

Achim, nenne bitte bei künftigen Fragen dei Fundstelle. Diese ist für Ferndiagnosen sehr hilfreich.

Uwe

das würde ich gerne auch machen, leider kenne ich die Fundstelle nicht. Es handelt sich um ein Exponat der großen Mineralsammlung, die ich im Sommer erworben hatte. (mein Einstieg in das Hobby)


Anbei noch zwei Detailbilder des bräunlich-organgen Minerals. Der Stich ist hier weiß.

Viele Grüße

Achim


Offline giantcrystal

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Antw:4erlei in einer Stufe
« Antwort #5 am: 14 Nov 09, 13:08 »
Wahrscheinlich ein Karbonatmineral : Calcit oder Dolomit vermutlich. Kann man gut mit einem Tröpfchen 10%iger Salzsäure testen

Glück Auf

Thomas

Offline uwe

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Antw:4erlei in einer Stufe
« Antwort #6 am: 14 Nov 09, 15:27 »
Achim, sehe zu, daß Du von dem Veräußerer der Sammlung noch so viele Infos zu den möglichen Fundpunkten erhälst. Woher stammt der Sammler ? War er evtl. Untertage beschäftigt und wenn ja wo ? War es ein Lokalsammler ? usw. Für einen Einsteiger ist so eine Sammlung ein guter Start, aber in ein paar Jahren ärgerst Du Dich schwarz, wenn keine Fundorte auf dem Etikett stehen.

Uwe

Offline smoeller

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Antw:4erlei in einer Stufe
« Antwort #7 am: 14 Nov 09, 16:18 »
Hallo,

Definitiv Karbonat (gelblichbraun, wohl Calcit oder Fe-Dolomit) mit Baryt, Fluorit und wenig Quarz (auf der Rückseite). Derartige Kombinationen gab es leider in den meisten Flußspatrevieren in Deutschland. Möglich wäre Sachsen oder Baden, nur als grobe Richtung.

Ohne die kleinen Karbonatkristalle sähe das Stück nach ERzgebirge oder Freiberger Revier aus.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Achim

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Antw:4erlei in einer Stufe
« Antwort #8 am: 14 Nov 09, 17:29 »
Hallo Uwe,

leider ist nicht mehr an Informationen heranzukommen. Im Juli hatte ich die Sammlung via eBay vom
Enkel des urspünglichen Sammlers erworben, der die Objekte im Zeitraum ca. 1910 bis 1970 zusammen getragen hat. Ursprünglich war diese sicherlich sauber katalogisiert. An manchen Objekten sind noch Aufkleber erkennbar, meist jedoch völlig verrottet oder abgefallen.
Ich vermute der erste Erbe - die Tochter - hat alles in Kisten gestapelt, dort lag es dann fast 40 Jahre im Keller. Nun ist die Tochter ebenfalls gestorben, der Enkel hatte ein heruntergekommenes Haus samt gut 100 Kisten mit Steinen am Hals. Das Problem der Kisten habe ich Ihm abgenommen. In Summe waren es etwas über 1000kg Material.

Der ursprüngliche Sammler scheint Mitglied der geologischen Gesellschaft Essen gewesen zu sein - es gab ein paar Kisten (teils noch orginal verschlossen) in denen Anmeldungen zu Exkursionen der Gesellschaft beilagen (was ich gesehen hatte 1952, 1959). Man scheint sich auch gegenseitig kartonweise Mineralien zusendet zu haben. Für mich als Laie oftmals unscheinbare 'Allerweltssteine'

Der Sammler war Berufs Wegen Vertriebsingenieur, der auch viel auf Auslandsreisen war, vorwiegend im Nahen Osten (lt. Enkel). Objekte können somit fast weltweit zusammengetragen worden sein.

Nach dem Ausmisten (es waren auch viel Geschiebe / Gerölle und alle möglichen und unmöglichen Gesteine dabei, ebenso einiges an Fossilien) dürften rund 1000 Objekte + einiges an Fossilien übrig geblieben sein.

Ich weis, es ist sehr ärgerlich wenn man den Fundort nicht kennt, habe auch schon gelesen das die Mineralien damit 'wertlos' wären. Mir gefallen sie trotzdem, bei einigen konnte nachträglich - so habe ich es verstanden - der Fundort rekonstruiert werden.

Viele Grüße

Achim

 

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