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Autor Thema: Eine geologische Wanderung zum Seufzergründel (hist. Edelsteinseife)  (Gelesen 15319 mal)

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Offline limestone

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Hallo Axel,
das weckt Erinnerungen. Wir waren da mal Mitte der 90er. Ich weiß noch, wie lustig es war, als die halbe Gruppe zurück musste, weil meine Gute mittendrin im schmalen Aufstieg nicht mehr weiter konnte.
Glück Auf
Ralf

Offline alexis buhridorakes

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  • bunte Steine
Ja,man fühlt sich wie der Pfropfen im Flaschenhals,aber daran erinnert man sich länger als wenn man die leichte Route gewählt hätte.Axel.

Offline limestone

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Hallo,
ist so, dem Einen macht es was aus, den Anderen stört es nicht. Mein Mädel hat dann die DAMENROUTE gewählt.
Glück Auf
Ralf

Offline Fritzi

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Hallo,

wie wir es bei Gerhard gewohnt sind - ein sehr informativer Beitrag.

Es ist auf jeden Fall ein interessantes Ausflugsziel - schon wegen der Natur.

BG
Fritzi

Offline Röli

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Hallo,
im Jahr 1976 war ich im Rahmen einer vom Kulturbund der ehemaligen DDR
geführten Exkursion da.Da wurde auch Material im Bächlein entnommen und
gewaschen.Mit einen Magneten wurde der Magnetit abgzogen und das Restmaterial untersucht.Dabei habe ich doch recht viel gefunden.
Anbei Bilder von Zirkon und von einer Korundstufe von etwa einen cm.
Es gab auch noch Spinell,Rutil und Chromdiopsit.

Es grüßt
Klaus

Offline Gerhard

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Hallo Klaus
Ich  habe es geahnt-daß es Belegmaterial von dieser Seife gibt. Was ich nicht finden konnte ,da es verboten ist zu suchen -sehe ich jetzt auf einem Foto. Danke ,ich
freue mich darüber.
Gruß Gerhard

Offline Fritzi

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Hallo Klaus, hallo Gerhard,

Eure Fotos wären gleich etwas für's Lexikon, da ist noch gähnende Leere. Nur die vorkommenden Mineralarten sind eingetragen und eine ausführliche Beschreibung ist vorhanden, aber keine Bilder.

Außerdem sind die Bilder im Lexikon in Zukunft immer verfügbar, im Thread werden sie nach ein paar Jahren gelöscht (wenn ich das richtig verstanden habe), wäre echt schade.

BG
Fritzi

Offline hoe

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Hallo,

ich habe noch von Anfang der 80er Jahre etwas Material: Zirkon (nur die bräunlich gefärbten), Bronzit/Enstait (grünlich, durchscheinend, Seidenglanz) , Diopsid (flaschengrün, winzige Körner), Magnetit (kam reichlich vor, gelegentlich sind noch Reste der Kristallflächen nach dem Oktaeder erhalten), Spinell (nur die schwarze, undurchsichtige Variante, ebenfalls gelegentlich Reste von Oktaederflächen), der Rest ist ausschließlich schwarz und schwer zu trennen (Hornblende, Titanit ...). Von der Hornblende gab es Spaltstücke so bis 2 cm Größe, alles andere waren Körner im Milimeterbereich. Aufgehoben habe ich auch noch eine 'unverritzte' Probe der Seife, ist lediglich gewaschen und das Feinkorn abgesiebt. Wenn Interesse besteht, könnte ich mich in mittelfristiger Zukunft mal daran machen und fotogene Stücke fürs Lexikon ablichten.

Was mich aber schon immer mal interessiert hätte: Es wird in der Literatur immer von "historischer Edelsteinseife mit gelegentlicher Gewinnung" geschrieben. Wenn das so gewesen wäre, müßten doch eigentlich Zirkone von dort ihren Weg über die Schmucksteinverarbeitung z.B. in die Sammlung von August dem Starken (Grünes Gewölbe, Dresden) gefunden haben. Zumal die sächsischen Kurfürsten mit speziell eingesetzten Edelsteininspektoren streng darauf geachtet haben, daß da nichts an ihnen vorbei geht. Soweit ich weiß, gibt es aber keine Zirkone von dort in den bekannten Kunstsammlungen.

Vielleicht schreiben die Autoren das auch nur immer wieder voneinander ab und es gab dort lediglich eine gelegentliche Gewinnung von Magnetit als Eisenlieferant von den 'Hausgebrauch'. Das könnte ich mir schon eher vorstellen, da die Zirkone von dort winzig sind, daß nach einer Bearbeitung mittels Schleifen kaum etwa davon übrig bleiben dürfte. Wißt ihr da genaueres?

Glück auf!
Holger

Offline Röli

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Hallo Holger,
wenn ich mich noch recht erinnern kann wurde bei der Exkursion davon gesprochen das die Fundstelle unter Granatwerk Hohenstein geführt wurde.
Es währe möglich das die Zirkone für Granat gehalten wurden sind.
Die Spinelle von da sollen als Trauerschmuck verarbeitet wurden sein.(?)
Der Mangnetit würde sich schon von der Menge her zur Verhüttung anbieten
aber es ist nichts dazu gesagt wurden.
Es gab auch noch Spuren vom alten Abbau,eine etwa 3X5m große Ausbuchtung neben dem Bächlein.
Mehr ist mir dazu auch nicht bekannt.

Es grüßt
Klaus

Offline hoe

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Hallo Klaus,

"Granatwerk Hohenstein" ist ja schon mal ein Stichwort mit dem man in die Archive gehen kann, vielen Dank. Vielleicht ist "Granat" ja nur ein Tarnname, so wie die Urangruben ein paar Jahre später "Wismut" genannt wurden, damit ja keiner erfährt, was man da eigentlich sucht ;-).

Glück auf!
Holger

Offline Gerhard

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Hallo
Die Seifen und Gruben im Fundgebiet  hatten schon immer etwas verwirrendes-
geheimnisvolles und undurchsichtiges in sich. Mit ihr befassten sich Mineralogen
Geologen vom Mittelalter an bis heute.
So    --- G. Agricola
        --- Albinus
        --- L.Götzinger
        --- Freiesleben
        --- Naumann   und andere
!935 wurde die  Seifen  von A.Seifert u.A.Tröger untersucht.
1715 hießen die Seifen und Gruben noch -Granatenwerk Hohnstein, obwohl
diese an der böhmisch meißnerischen Grenze lagen
 Und immer wurde über Karfunkel -Hyazinthe- und schwarze Granaten
berichtet die goldhaltig sein sollen.     
Die einzelnen Seifen und Gruben lagen so um den Heulenberg und von der
Hohwiese (Räumigtwiesen -Königsfeld) bis zum Seufzergründel.
U,A. hießen sie----- Gnade Gottes
                             Wunder Gottes
                             das himmlische Jerusalem
                             Erfreuliches Glück    Frisches  Glück
                             Himmelsfürst
 
 Es gibt einige Bücher die die Schwer -und Edelsteinseife  erwähnen bzw.
beschreiben Eine ausführliche Bearbeitung und Deutung kann im Internet
-von Seifert W. ( Jahr 2006) als PDF nachgelesen werden, und zwar unter---
Mineralchemie der Basaltbrekzie und Schwermineralseife von Hinterherms
dorf---
       
Gruß Gerhard

Offline Röli

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Hallo
mir ist ein Sammler aus Meißen bekannt der von da ein Goldflitter hatt.
Das kann aber auch aus den Sandstein stammen wie die Goldseifen bei
Malter und Cunnersdorf.

Es grüßt
Klaus