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Autor Thema: grünlich-gelbes radioaktives Mineral von Halde 139 Marienberg  (Gelesen 7181 mal)

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Offline Uwe E

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Hallo Sammlerfreunde,

ich habe neulich auf der Halde 139 bei Marienberg dieses Mineral gefunden.
Es ist eine grünlich-gelbe Kruste, leicht radioaktiv und schwach grünlich unter UV fluoreszierend.
Es handelt sich bestimmt um ein U-Sekundärmineral, aber was käme da in Frage, Uranophan vielleicht?
grünlich-gelbes radioaktives Mineral von Halde 139 Marienberg
grünlich-gelbes radioaktives Mineral von Halde 139 Marienberg

grünlich-gelbes radioaktives Mineral von Halde 139 Marienberg
grünlich-gelbes radioaktives Mineral von Halde 139 Marienberg


Viele Grüße
Uwe

Offline uwe

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Ich nehme an, es handelt sich um eine sekundäre Haldenbildung. Uranophan, denke ich, ist es damit eher nicht. Es wird in die Richtung Uranopilit (evtl. auch Uranospinit) gehen.

Gruß
Uwe


Offline smoeller

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Hallo,

Uranospinit würde ich sagen. Habe ähnliche Stücke von Wittichen. Die Fluoreszenz ist deutlich, aber schwächer als bei Uranocircit, Heinrichit, Autunit. Uranophan/Beta-Uranophan fluoreszieren nur sehr schwach, die Fluoreszenz geht zudem mehr ins bräunliche.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Uwe E

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Danke für die Antworten!

Uranospinit ist ja bislang noch nicht auf der Liste von der 139. Ich werd's mal unter Vorbehalt so deklarieren, vielleicht ergibt sich ja noch etwas.

Danke und Grüße

Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Hallo!
Wenn die Radioaktivität da nicht vom Stein selbst kommt!
Gruß Jens

Offline Uwe E

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Hallo,

@Jochen1Knochen
Zitat
Wenn die Radioaktivität da nicht vom Stein selbst kommt!
Das kann durchaus auch sein, aber wenn ich das Messgerät über die gelben Partien bewege ist ein deutlicher Anstieg der Zählrate zu verzeichnen.

Ich habe noch mal in "Kristallwelten Marienberg" von Walter Hajek nachgeschaut. Da wird Meta-Uranospinit erwähnt. Also eine zusätzliche Quelle zu der Liste hier im Lexikon.

Grüße
Uwe

Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Hallo!
Du hast aber augenscheinlich auf Deinen Fotos 2 verschiedene Partien fotografiert.Einmal das gelbe links und einmal das grüne auf der Mitte der Stufe.Strahlen beide Partien gleich stark? Meiner Meinung nach 2 unterschiedliche Minerale aus der Oxidationszone.Haldenbildung bin ich skeptisch!
Gruß Jens

Offline Uwe E

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Hallo,

Zitat
Du hast aber augenscheinlich auf Deinen Fotos 2 verschiedene Partien fotografiert.

ja das stimmt. Auf dem Foto rechts unten ist der etwas mehr gelbliche Teil zu sehen (siehe 1. Bild oben links rechte Seite Mitte). Das 2. und 3. Bild zeigen die mittlere Partie des ersten Bildes mit den eher grünlich-gelben Überzügen.
Unter dem Bino sieht aber beides gleich aus, die Strahlung ist ähnlich und die fluoreszierende Eigenschaft auch. Die "gelbe Stelle" war der Indikator beim Auffinden des Stückes, die eher grünlichen Beläge (neben Chalkopyrit?) kamen dann nach dem Spalten zum Vorschein.

Grüße
Uwe

Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Hallo Uwe!
Die grünliche Partie ist eine Umhüllungspseudomorphose.Da wäre es interessant zu wissen,welche Kristalle darunter versteckt sitzen.Das gelbe Mineral dagegen bildet eigenständige Aggregate.Deshalb tippe ich auch auf 2 verschiedene Mineralien.Uranospinit sollte ähnlich wie Autunit sein.Wie Uranglimmer schaut das gelbe jedoch nicht aus.Das grünliche eigentlich auch nicht so richtig.Die Auflösung der Fotos ist da etwas zu gering(oder meine Augen sind nicht mehr die besten)
Eventuell hat ja hier noch jemand spezielle Infos!
Gruß Jens

Offline thdun5

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Hallo,

Zitat
Uranospinit ist ja bislang noch nicht auf der Liste von der 139.
Uranospinit ist nicht erwähnt, dafür aber Metauranospinit. Allgemein kann man bei solchen Bildungen davon ausgehen, dass es sich meist um die Meta-Form des Minerals handelt.

Auch ich würde die grünliche und die gelbliche Partie (sehr schön beim ersten Bild am rechten Rand der Stufe zu sehen) getrennt betrachten.
Beide gezeigten Partien sind für mich eindeutig sekundäre Uranmineralien.

Der Vorschlag der Umhüllungspseudomorphose von Jens ist nicht schlecht, aber hier würde ich paragenetisch bedingt sagen, dass es Metazeunerit ist. Dieser kommt in genau der gezeigten Färbung von der 139 vor. Häufig sitzen die extrem kleinen tafeligen Kristalle mit abgerundeten Ecken (unter dem Elektronenmikroskop erkennbar) auf violetten Fluoritwürfeln. Und das überzogene Mineral hat eindeutig Kristallformen des Fluorites.

Bei dem gelben Mineral ist es nicht so ganz einfach. Wenn es wirklich fluoresziert, dann könnte es Metauranospinit oder Bergenit sein. Auch letzterer ist eindeutig von der 139 nachgewiesen. Uranophan ist anders ausgebildet und somit auszuschließen.

Gruß
Daniel

 

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