Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations
Dolomit mit Chalkopyrit
limestone:
Hallo Achim,
ist schon schade, wenn man den Fundort einer historischen Stufe nicht mehr zuordnen kann. Wenn ich da an meine Sammlung denke, Zettel sind absolute Mangelware. Vielleicht komme ich ja diesen Winter mal dazu Alles zu beschriften.
Natriumdithionit bekommst Du z.B. bei Mikon oder in der Drogerie um die Ecke.
Glück Auf
Ralf
uwe:
Mit dem Zeitpunkt des Mauerbaues hat der Bergbau in Niederschlema/Hartenstein nichts zu tun. Die Erkundung begann kurz nach den Krieg und aus dieser Zeit könnte die Stufe in den oberflächennahen Teufen geborgen worden sein. Der benannte Sammler war zu dieser Zeit 51 Jahre alt und könnte durchaus eine Stufe von dort erworben haben.
Der Bergbau im Schlematal begann vermutlich bereits im 14 Jahrhundert.
Uwe
PS: um weiter kommen zu können: Wo hat der Sammler gelebt und war er im Bergbau beschäftigt ?
Achim:
Hallo Uwe,
zum Sammler kann ich nur wenig Sagen. Er ist um 1970 gestorben, die Sammlung hatte ich vom Enkel erworben. Vom Beruf her war er Bauingenieur und viel international unterwegs, vorwiegend in Marokko und Iran. Er war Mitglied der geologischen Gesellschaft Essen. Verbindungen zum Bergbau kann ich weder bestätigen noch ausschließen. Also sehr wenig an Hintergrund.
Ich fürchte die wird kaum bei der Eingrenzung helfen.
Glück auf
Achim
p.s. Den Namen kenne ich (der kommt in DE keine 5* vor) aus diversen Briefen / Papieren, welche zum Einwickeln verwendet wurden. Zwei davon hatte ich aufgehoben
uwe:
Bei dem Betätigungsprofil des Sammlers wird die Stufe wohl nicht aus dem Erzgebirge sein. Wenn es sich um eine durch KoKo exportierte Stufe aus Hartenstein handeln würde, wäre das Etikett kein handgeschriebener Zettel.
Uwe
UlrichW:
Hallo Achim,
das der Vorbesitzer Kontakte zur "geologischen Gesellschaft Essen" gehabt hat, stärkt in mir den verdacht daß es sich um eine Stufe
aus dem Ruhrbergbau handeln könnte. Als ich mir das Bild so angeschaut habe war mein erster Gedanke: Ey, die kommt von hier. Darauf lassen
die Art der Dolomite und die Kupferkiese schließen. Zudem befindet sich am oberen linken Bildrand so ein komischer Fleck. Das könnte eventuell
verwitterter Galenit oder mit Hydrozinkit überzogene Zinkblende sein. Als Matrix vernmute ich mal so eine Art Sandstein bzw. ein Sandstein-Kiesel-Konglomerat.
Finden sich auf der Stufe Reste einer weissen feinglimemrigen Substanz? Sitzen in Zwickeln zwischen den Dolomiten eventuell schwarze, wie Obsidian
aussehende Bröckchen (=Steinkohle)?
Ok, um welchen Fundort es sich genau handelt ist fast nicht auszumachen, da die Mineralisation auf unseren Gruben extrem ähnlich war, nur einige "Leuchtfeuer"
haben charakteristische Merkmale. Mein Verdacht würde aber auf eine Grube im westlichen Ruhrgebiet hinaus laufen. Da der Vorbesitzer die Stufe höchstwar-
scheinlich geschenkt bekommen hat (oder getauscht), vermute ich eine Zeche, die in den Jahren 45 bis 60 als Stufenlieferant bekannt war. Das waren
hauptsächlich Christian Levin (Köhlersprungmineralisation, darauf deutet der "Sandstein bzw. Grauwacke hin) oder Graf Moltke (sehr ähnliches Vorkommen). Ansonsten gab es zu dieser zeit kaum größere Aufsammlungen von Mineralien aus anderen Gruben (das startete erst so in den 60er), zumal nicht von einer "geologischen Gesellschaft..).
Ich hoffe das hilfrt etwas weiter.
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