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Autor Thema: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung  (Gelesen 41414 mal)

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Offline Krizu

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #15 am: 02 Jan 11, 16:52 »
Ein Tag an der Mikrosonde kostet hingegen etwa 200 Euro (Richtwert an der Uni Kiel), da brauchst du dann aber auch noch Schliffe/Präparate (kosten so an die 20-25 Euro das Stück).

Hallo Sebastian,

das sind vermutlich Preise zur internen Verrechnung. Diese Preise zahlst du auf dem freien Markt eher pro Stunde.

MfG

Frank

Offline cmd.powell

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #16 am: 02 Jan 11, 17:18 »
Ein Tag an der Mikrosonde kostet hingegen etwa 200 Euro (Richtwert an der Uni Kiel), da brauchst du dann aber auch noch Schliffe/Präparate (kosten so an die 20-25 Euro das Stück).

Hallo Sebastian,

das sind vermutlich Preise zur internen Verrechnung. Diese Preise zahlst du auf dem freien Markt eher pro Stunde.

MfG

Frank

Wahrscheinlich meint er nicht "pro Tag" sondern "pro Analyse" - das passt...

Offline Bergbaumaulwurf

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #17 am: 02 Jan 11, 21:11 »
Glück Auf!
Da gibt es eigentlich 2 sehr kostengünstige Alternativen!
Die erste in einen Mineralienverein tätig sein, wo es eigentlich immer ein paar Experten gibt, zum Teil gerade zu dem Sammelgebiet wo die Probleme liegen.
Dann wären noch Börsen wo oft wie zB. bei uns in Gera ein Mineralienbestimmunsstand da ist und der kostet dann nur den Eintritt. Wobei ich dann hier nur mit einer kleinen Menge ankommen kann.
Bergbaumaulwurf

Offline guefz

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #18 am: 02 Jan 11, 21:31 »
Hallo,

ich glaube es ging in diesem Thread um die Probleme, die sich mit diesen Alternativen nicht mehr lösen lassen. Davon gibt es leider mehr als genug...

Günter

Offline smoeller

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #19 am: 03 Jan 11, 09:21 »
Hallo,

Ja, Krizu hat Recht. Ist eher ein interner Preis. Das sind halt die Preise, die man genannt bekommt, wenn man an der Uni ist. Damit wollte ich auch eher zeigen, dass eine Analyse nicht unbedingt billig ist. Selbst wenn ich den Tag an der Mikrosonde zu dem Preis bekäme, würde ich mir die Menge und Auswahl der Proben mehrfach überlegen. Wenn ich schon mehrere hundert Euro auf den Tisch lege,dann muss ich jede andere Möglichkeit der Bestimmung ausgeschöpft haben.

Bei Brochanti bzw. Malachit hilft ein Karbonattest weiter. Ein Carbonat wie Malachit löst sich in konz. HCl unter Schäumen (Lupe oder Mikroskop ist hilfreich), Brochantit schäumt nicht.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Fritzi

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #20 am: 03 Jan 11, 16:54 »
Hallo,

@ smoeller

Muß bei dem Test zwingend konz. HCl verwendet werden? Oder geht auch verdünnte HCl? Ich besitze nur verdünnte Salzsäure.

BG
Fritzi

Offline guefz

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #21 am: 03 Jan 11, 16:59 »
Die übliche Baumarkt-Säure mit um die 20-24% Konzentration sollte da reichen.

Günter

Offline wilbi

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #22 am: 03 Jan 11, 17:43 »
Hallo Gemeinde, einer meiner ersten Sammelfreunde war Chemiker von Beruf, was der alles mit einfachsten Mitteln bestimmt hat, war frappierend. Er brauchte nur kleinere als Stecknadelkopf große Mengen und einen Tropfen seiner verschiedenen Chemikalien wobei er kleine Glasplatten benutzte oder kleine Glasröhrchen. Vor allem konnte er durch das Ausschlußverfahren viele von mir angenommenen Mineralien ausschließen. So hat er aufgrund seiner Kenntnise und die Wirkung der Chemikalien Elemente in dem Stück bestimmen oder als nicht vorhanden ausschließen können, wodurch der Kreis der infragekommenden Mineralien schon gewaltig eingegrenzt wurde.
Natürlich hatte das Verfahren auch seine Grenzen vor allem, wenn Mineralien die gleichen Elemete enthielt, wie z.B. bei Langit und Posnjakit und Wroewolfeit. Aber die Stücke wurden kaum beschädigt, da er möglichst kleinste Mengen vom Rand nahm, wenn möglich.
Allen noch ein gutes Neues Jahr.
willi

Offline smoeller

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #23 am: 03 Jan 11, 18:23 »
Hallo,

Verdünnte HCl reicht. Habe es eben mal mit 10 % versucht. Malachit hat geschäumt wie Sau.

Glück Auf!
Smoeller

Offline doe

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #24 am: 03 Jan 11, 20:00 »
Hi ,
traue es mir fast nicht zu schreiben (in der heutigen Zeit) aber mit der guten alten Lötrohranalyse und etwas Geschick/chemisches Verständnis kommt man,schnell,billig und zu Hause sehr weit.Und der notwendige Materialeinsatz liegt im Milligrammbereich.
Gruß Günter

Offline Kay

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #25 am: 03 Jan 11, 21:43 »
Hallo,

ein wirklich interessantes Thema.
Ich denke, dass bei bestimmten Fundstellen aufgrund der Vielzahl von Mineralien, die sich optisch
und mit einfachen Vortests nicht auseinanderhalten lassen.
Oftmals hat man das Glück, dass bei einem Fund noch mehere Stücke vorhanden sind,
die auch die "zerstörenden" Methoden ermöglichen.
Die Fälle,die eine zerstörungsfreie Methode erfordern, sind da schon eher die Ausnahme.
Und die Methoden, die hier von den Experten erwähnt wurden, bieten tolle analytische Methoden
zur Identifizierung.
Die Preise finde ich nicht teuer. Es kann natürlich sein, dass für  die Analyse einer Probe mehr ausgegeben werden kann,
als der Wert des Stückes beträgt.
Oftmals dauert die Probenpräparation (Ausnahme, wenn die Probe nur in die Vakuumkammer plaziert werden muß o.ä.) und die Auswertung.
Interessant wäre eine Auflistung, wo/ was/ womit zu welchem Preis analysiert werden kann.
Bei strahlen.org gab es bereits so etwas. Vielleicht kann dies hier auch aufgeführt und erweitert werden.
Wäre auch interessant, die einzelne Methoden sowie auch verschiedene Analysenbeispiele in einem
Lexikon darzustellen.
Ich habe leider nur die Möglichkeit der Messung von ATR-FT-IR-Spektroskopie.
(Auch DSC , aber nicht die Hochtemperatur DSC mit der eigentlich auch Phasenübergänge bestimmt werden könnten)

Glück Auf
Kay

Offline Fritzi

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #26 am: 03 Jan 11, 23:09 »
Hallo,

Zitat
Die übliche Baumarkt-Säure mit um die 20-24% Konzentration sollte da reichen.

Daß man Säure im Baumarkt kaufen kann, ist mir neu, aber gut zu wissen, als teure Laborchemie kaufen zu müssen. Wieviel ist da in einer Flasche?

Wie die Reakion das Malachits ausfallen würde, wäre meine nächste Frage gewesen. Die hat "Smoeller" schon beantwortet. Danke.

So langsam kann ich mich mit dem Gedanken anfreunden, doch etwas zu opfern - zumindest von den Krusten.

Aber wenn ich das richtig verstehe, kann ich zwar den Malachit nachweisen, aber der Brochantit bleibt unbemerkt, wenn die beiden Kandidaten gemeinsam auf einem Stück sitzen sollten. Sind Paragenesen überhaupt möglich?

BG
Fritzi


Offline guefz

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #27 am: 03 Jan 11, 23:43 »
Also im hiesigen Bauhaus gibt's Salzsäure in der Farbenabteilung in Literflaschen für ein paar Euro...

Günter

Offline smoeller

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #28 am: 04 Jan 11, 09:35 »
Hallo,

Ich kaufe 24%-ige Salzsäure im Sonderpostenmarkt für 1,70 Euro den Liter. Das ist echt günstig. Leider gibt es die Kette bisher nur bei uns im Norden.

Interesanter Nebeneffekt des Tests: Heute morgen hatte ich auf dem Plastik bis 5 mm lange Atacamit-Kristalle in sehr guter Ausbildung. Über Nacht gewachsen.

Brochantit kann sehr wohl mit Malachit zusammen vorkommen. In der Regel sitzt dann der Brochantit näher am ursprünglichen Erz, der Malachit weiter weg. Das könnte man als  eine Faustregel bei Cu und Pb auffassen: Erst Sulfid, dann Sulfat, dann Carbonat.

Glück Auf!
Smoeller

Offline gladhammar

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Re: Zerstörungsfreie Methoden zur Mineralbestimmung
« Antwort #29 am: 04 Jan 11, 10:06 »
Hallo,

ja auch den Brochantit kann man mit HCl nachweisen. Brochantit in HCl lösen (schäumt nicht -wurde schon erwähnt) dann Calcit zusetzen. Es sollten sich farblose durchsichtige Nadeln bilden - Gips.
Die Lötrohrprobierkunde verwende ich schon sehr lange. Hat aber auch ihre Grenzen wenn man z.B. die hiesigen Sulfosalze auseinander halten muss wie etwa Hammarit, Gladit und Lindströmit hat man ohne moderne Analysemethoden keine Chance.

Glück Auf
Detlef
« Letzte Änderung: 04 Jan 11, 10:16 von gladhammar »

 

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