Ich hab mir die "Kristalle" nochmal genauer angeschaut und bin mir ziemlich sicher, das wir hier Oktaederflächen sehen. Beim betrachten kommt einem zwar immer der Wunsch auf, die Stufe etwas kippen zu können, aber an einigen Stellen kann man recht deutlich sehen, das es skelettförmige Oktaeder sind. Das Mineral sollte als kubisch sein oder mindestens pseudokubisch kristallisieren. Bei den skelettförmigen Aufbau könnte man auch noch Schraubenachsen auf den [111]-Flächen vermuten, sofern das Mineral wahrlich kubisch ist.
Die Rückseite schaut schon nach Schmelze aus. Die relativ kleinen Kristallflächen hab ich schon häufiger auf Schmelzoberflächen gesehen. Möglicherweise unterlag das Metrial nach der Abkühlung einem recht langsamen Schrumpfungsprozess, der die Kristalle langsam nach dem Bilden einer ersten Schmelzkruste aus der Restschmelze gezogen hat. Die Schmelztropfen könnte dann so klein sein, das sie auf dem Foto nicht zu erkennen sind. Ich glaube aber auch nicht, das wir hier nur anhand der Fotos rausbekommen, was das für ein Material ist, dafür kommen einfach zu viele mögliche Quellen in betracht. Vielleicht stammt das Stück ja auch aus den Resten eines Unglücks, z.B. das irgendwo mal ein Schmelzofen gebrochen ist und sich der Inhalt dann in einem Sammelbecken langsam abkühlen konnte.
Wie schaut das denn jetzt eigentlich mit einer evtl. vorhandenen Transparenz aus - kommt es mir nur so vor oder sind die Kristalle etwas durchscheinend ?