Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten

Kennt jemand Ritzzeichnungen in Edelsteinen (Bitte um Steinbestimmung 13.Jh.?)

<< < (2/3) > >>

RonnyNisz:
Glasschliffe und Gravuren gab es auch vor dem Dremel-Zeitalter. Kann also durchaus älter sein.

Ronny

Berggeist007:
Hallo Torsten !

Fühlt sich der Stein, beim erstenmal warm oder kalt an? Wenn er sich warm an fühlt ist er künstlich, falls kalt könnte er echt sein, aber vieleicht auch gefärbt sein. Die schwarzen Punkte könnten dann auch Vertiefungen sein, die sich mit der Zeit mit irgendwelchen Ablagerungen  zugesetzt haben könnten. Mit der Gravur wäre ich ein bisschen Vorsichtig , könnte neuerem Datums sein.
Vieleicht ist es auch in den 1920 bis 30 Jahren entstanden, da gab es viele Reproduktionen ?
Ist die Platte jetzt durch Zufall entdeckt worden oder schon eher ?

Gruß
Frank

Peregrinus:
Danke für alle Antworten!!!!

Hallo Frank, wie sich der Stein anfühlt - bin ich nicht ganz sicher. "warm" nun nicht direkt, aber die Glasflußsteine daneben sind schon kälter und auch die Malachite scheinen etwas kälter zu sein.

Vielleicht handelt es sich ja auch wirklich um einen Glasfluß - dann wäre er in den 1870'ger Jahren eingesetzt wurden. Warum er dann im Gegensatz zu den anderen Steinen geritzt ist, weiß ich nicht. Allerdings befindet er sich an besonderer Stelle, direkt am Fußende. Und es gibt noch zwei weitere kleinere Steine (1,5 cm; der große Stein ist 3 cm) mit exakt der selben Ritzung (siehe Anhang). Einer unterhalb des besprochenen Steins - also auch Fußende, der andere oberhalb.

Gestern war ein (Hobby?)-Geologe, der sich auf Edelsteine spezialisiert hat an dem Kenotaph und hat geschaut, was so drauf ist. Bei dem besprochenen Stein hatte er vermutet, dass es ein Edelstein sein könnte, bzw. sogar original 13.Jh.
Aber er hat den Stein nur mit Taschenlampe gesehen. Die Gaßeinschlüsse (???) oder Vertiefungen sieht man wohl erst auf dem Foto, das mit einem Macro-Objektiv aufgenommen ist - und indirektem Blitz.

Was die Farbe anbelangt, ich könnte auch noch mal ohne Blitz fotografieren, aber dann mit Stativ - und das hatte ich gestern nicht dabei.

Und nun noch zum Ursprungsort: http://kirchspielpegau.wordpress.com/kirchen/stadtkirche-pegau/ ... ganz unten auf der Seite liegt er, unser Wiprecht.

Anbei der andere kleine Stein - das selbe Motiv, nur liegt es auf der Seite.


 

doe:
Hi
von der Farbe her könnte auf jeden Fall Türkis in Frage kommen.Im Orient sind Türkise mit Gold hinterlegten Ornamenten sehr verbreitet/beliebt.Wenn der Stein frei beweglich vorliegt,ist eine Bestimmung des Materials durch einen versierten Mineralogen/Gemmologen eigentlich problemlos und zerstörungsfrei machbar.Auf alle Fälle sicherer,als das hiesige Bilderfernrätselraten.
Gruß Günter

Gerdchen:
Hallo,

also ein Edelstein ist es sicher nicht. Wenn es ein Stein ist, dann höchstens ein Schmuckstein (wozu auch der Türkis gehört). Es sind auch keine Ritzzeichnungen sondern es handelt sich um eine Gravur.
Wenn an dem Kenotaph um den es sich hierbei vermutlich handelt, alle Steine im 30 Jährigen Krieg gestohlen wurden und durch Glassteine ersetzt wurden, warum sollte man dann einen echten Stein einsetzten. Ich bleibe bei der Meinung es handelt sich um ein Kunstprodukt. Weißt du zufällig wann und aus welchem Anlass die "Steine" wieder eingesetzt wurden. Vielleicht könnte man dann etwas über die Gravur erfahren. Ich bezweifle, dass sie sich auf den Graf Wiprecht bezieht.

Gruß
Gerdchen

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln