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VFMG - wer, wieso, weshalb, warum ?
uwe:
Ich bin in den VFMG eingetreten, da es nach der Wende im Osten unsere Mineralien-Fachgruppe des Kulturbundes als solche nicht mehr gab. Aus verschiedenen Gründen wurde damals von uns eine Gruppe des VFMG gegründet, die sich aber später wieder auflöste und sich heute als Sektion des Naturwissenschaftlichen Museums Chemnitz so recht und schlecht durchs Leben wurstelt. Da bin ich dann schnell verschwunden.
Ich bin seit einiger Zeit Mitglied im "Mineralienverein Oberes Erzgebirge" mit Sitz in Annaberg. Ein Verein, welcher sehr lebendig ist. Im VFMG bin ich eigentlich nur noch, weil ich bisher den Austritt versäumt habe. Aber 2012 bin ich definitiv dort kein Mitglied mehr. Ich wäre allerdings auch ohne Mitgliedschaft in einem anderen Verein dort ausgetreten. Der "Aufschluß" ist zwar wissenschaftlich erste Klasse, für einen Lokalsammler von Mineralien gähnend langweilig. Am Vereinsleben könnte ich ohne VFMG-Gruppe in der Nähe ohnehin nicht teilnehmen.
Uwe
Geomaxx:
Hi alle
nun, ich bin seit einigen Jahren Mitglied in der VFMG und finde die Vereinigung nach wie vor eine gute Möglichkeit des Erfahrungs- und Informationsaustausches. Zwar ist in Südbayern das Angebot in Bezirksgruppen derzeit leider bis auf die Gruppe in Kempten Fehlanzeige, sodaß ein "aktives Vereinsleben" für mich nicht so richtig erreichbar ist. Und das liegt vermutlich an zwei Hauptproblemen, mit denen viele Vereine zu kämpfen haben: Keiner hat Zeit und Bock sich zu engagieren, mich in den letzten vier Jahren inbegriffen ("Bock scho, awa koa Zeit!"). Trotzdem finde ich den Ansatz der VFMG prinzipiell schon richtig, der Aufschluß bietet immer noch hohe Qualität der Beiträge, und daß bei der Komplexität der Materie nicht immer " DER Superbeitrag" für alle dabei ist, muß jedem auch klar sein (Ist ja bei den Medien Mineralienwelt, LAPIS, Mineralienatlas auch so. Z.B. hier im Atlas: Was interessiert mich die Rügener Schreibkreide, Schmuckstein- und Achat-Gedöns...! Trotzdem ist es für mich wichtig, über meinen eigenen Tellerrand hinauszublicken, mich mit anderen Gegenden, Fundregionen, geologischen Gegebenheiten und Meinungen auseinanderzusetzen, ohne dabei unbedingt den eigenen Vorteil im Visier zu haben. Für jemanden, der solche Medien nur dazu benutzt, um herauszufinden, wo aktuell die geilsten Kristalle und größten Ammos auszubaggern sind, ist die Mitgliedschaft in der VFMG denkbar unsinnig. Auf diese Leute denke ich wird die VFMG gerne verzichten (hoff ich jedenfalls!)
Glück Auf!
GEOMAXX
bekennendes, meist aber wenig aktives VFMG-Mitglied
raritätenjäger:
Hallo,
da ich ebenfalls aus Berlin komme, kann ich mich Micha und Frank nur anschließen. Aus diesen Gründen werde ich auch austreten, so leid es mir tut. Es gibt in der Bezriksgruppe einige, die sich bemühen (darunter auch der Leiter und zwei, drei Leute aus dem Vorstand), aber viele sind für gewisse Aktionen (wie mir scheint) schlicht zu alt und dann fällt es eben aus.
Beratungsresistent, der Begriff fiel auch schon. Viele der alten Daddys (ja, paar Damen hat´s auch) sind mit ihrem Wissen vor 30 Jahren stehen geblieben. Und das bemühen um "die Jugend" ist auch wenig zu spüren. Diese Damen und Herren haben jahrzehntelange Erfahrung, die könnten viel erzählen. Aber sie tun´s nicht. Und wenn, dann gerne unter sich. In Hannover habe ich das etwas anders kennengelernt. Trotzdem Markus das Altersproblem anspricht: die Leute dort kamen mir doch ne Spur aktiver vor ;D. Ich habe schon in allerlei BGen in diesem Lande reingerochen. Es gibt Ausnahmen, doch der Grundtenor ist schon der gleiche.
Dann das "Problem" Verein. Verein heißt Verantwortung, heißt Macht. Paradebeispiel VFMG. Was da gekungelt und intrigiert wird. Wer da mit wem kann und wer nicht, ganz furchtbar. Da stand ich immer daneben und habe mir gedacht: Freunde, wir haben alle ein gemeinsames Hobby. Die jungen Sammler sind heute kaum organisiert, Micha hat´s schon geschrieben, die triffst du irgendwo auf der Börse oder der Halde, nicht in der BG.
Klar, aktives Mitglied war ich nie, stimmt schon. Aber ich kenne Leute, die wollten, haben Artikel für den Aufschluss eingereicht, etc. pp. Da hieß es immer: zu unbedeutend, zu klein, kein Interesse, nicht "massenwirksam". Aber Artikel über Fliesen? Goht´s no? Naja, vielleicht ein bissel plakativ, aber eben mein Eindruck.
Die Individualisierung wird auch die Mineraliensammler mehr und mehr erreichen. Die VFMG wird es schon noch eine Weile geben. Auch wenn ich ihr vor zwei Jahren noch deren zehn gegeben hätte. Aber sie wird zusammenschnurren und sich in eine Richtung entwickeln, die ich persönlich nicht mitgehen werde. Die kommenden Jahre werden einen Umbruch zeigen, der mit der schon angesprochenen Altersstruktur zu tun hat. Das wird auch einschneidend für jeden Verein in dieser Thematik. Kann sein, dass sich die Querelen danach legen und die VFMG auf einem niedrigeren Level neu anfängt. Dann bin ich einer der ersten, die mitziehen. Aber solange halt ich´s mit Uwe.
Gruß
Andreas (mit 25 Jahren auch großer "Den-Altersdurchschnitt-nach-unten-Reißer)
dendrocopos:
Hallo,
also ich muss mich doch auch mal hier zu Wort melden. Ich bin im Vorstand einer ziemlich starken VFMG Gruppe. Wir haben so etwa 80 Mitglieder und ein sehr aktives Vereinsleben. Auch unser Altersdurchschnitt ist ziemlich "rentenlastig" wobei wir aber einen sehr stabilen Kern U50 besitzen und die Ü50 ziemich fitt sind. Wir pflegen sehr enge Kontakte zu einer Jugendruppe des Naturwissenschaftlich Technischen Zentrums in Hoyerswerda welche eine Gruppe Mineralogie/Geologie beinhaltet. Sicher ist Vereinsarbeit immer mit Verpflichtungen verbunden und oftmals hängt der Erfolg eines Vereins von einigen wenigen Leuten, welche auch bereit sind Verantwortung zu übernehmen, ab. Unsere Veranstaltungen sind generell für jedermann offen und werden oft auch in der regionalen Presse angekündigt. Wer an unserem Vereinsleben teilnehmen möchte, kann dies auch jederzeit ohne Mitglied im VFMG zu sein und dies so lange wie er das gern möchte. Ebenso sind unsere vielen Exkursionen für Gäste frei und sie bezahlen nicht einen Cent mehr als Vereinsmitglieder. Unser Internetauftritt (www.sachsenmineralien.de) wir von einem Herrn Ü 70 betreut !!! Also Leute, es ist nicht immer das Alter das Maß aller Dinge. Zusätzlich zu unseren Vereinstreffen und Exkursionen gibt es noch jede Menge individuell geplanter Tuoren zu welchen man sich im Verein abspricht oder einfach spontan anbietet. So werden wir in Kürze in einer spontan zusammengestellten Tour auf den Färoer Inseln Zeolite klopfen. Die Alterszusammenstellung 23/49/81. Den Rollator lassen wir zu Hause ;D und nehmen dafür zusätzlich einen schweren Hammer und die Zeltausrüstung mit. Wer sein eigenes Ding machen will, dem ist es auch egal ob es einen aktiven Verein in der Nähe gibt oder nicht. Außerdem ist doch niemand in solch einem Verein zwangsverpflichtet. Es gibt bei uns Treffen da sind wir nur 15 Leute und andere Vorträge sind mit 100 Leuten besucht. Manche angebotene Exkursion lassen wir mangels Nachfrage ausfallen und bei andere müssen wir Leuten absagen weil der große Reisebus ausgebucht ist oder wir machen in einem Jahr zwei Touten in das gleiche Fundgebiet. Bleibt alle schön geschmeidig und trennt Euch vom in Fels gehauenen Bild der Vereinsmeierei.
In diesem Sinne wünsche ich Euch ein herzliches
Glückauf aus der Lausitz
Kluftknacker:
Hallo,
hat man sich denn entschlossen, der VFMG beizutreten, und sucht sich eine passende Ortsgruppe, dann kann auch das passieren (selbst erlebt):
Die Vorträge entpuppen sich zu 85% aus Urlaubsfotos ohne Bezug zu den Geowissenschaften. Schlägt man als "Neuling" Exkursionsziele für die Gruppe vor, heißt es meist, es bestünde kein Interesse, da die Exkursionsziele den Alt-Mitgliedern bekannt sind. Kein Wunder: sind alle über 70 Jahre und sammeln statt im Gelände nur noch auf Börsen. Die Exkursionen beschränken sich dann auch nur auf touristische Kaffeefahrten zu Kräuter- und Baumlehrpfaden, Schlösser und Burgen (natürlich ohne Geo-Sammlung!) und Weinproben !
Da fragt man sich als Neuling, was soll ich hier eigentlich? Man freut sich über neue Gesichter, tut aber auch nichts, diese zu halten.
Kluftknacker
(irgendwo kurz vor 50)
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