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Geologisches Rätsel Nr. 8 - Das große Osterrätsel

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Berggeist007:
Hallo,
möchte mich auch an diesem Rätsel mit beteiligen und hoffe das ich nicht wieder so verkehrt liege, wie beim letzten mal.
Hier meine Idee: Bild 2: Es handelt sich um Augengneis, ein metamorphes Gestein, das durch großräumige tektonische Prozesse entstanden ist (Regionalmetamorphse;umgewandelt durch Hitze und Druck).
Bild 3: "Boudinage" (franz. Boundin für Blutwurst), wie so was genau entsteht weiß ich leider nicht, nur soviel das Druck und Zugkraft im Spiel ist. Habe nur folgende Vermutung, das die Spaltenfüllung (meist Quarz) das metamorphe Gestein (bei diesem Bild Schiefer) auseinander gedrückt hat. Liege ich damit vielleicht richtig? Wenn nicht, kann mir dann mal einer diese Entstehung erklären, aber Bitte mit einfachen Worten.
Bild 1: Keine Ahnung, sehe so eine eckige Formation zum ersten mal. Mit etwas Fantasie könnte man glauben, das es sich um Reste von einem oder mehren Gebäude handelt die auf einem Berg gebaut worden sind. Leider ist das Bild ein bisschen klein. Bin mal gespannt, was es am Ende ist.

Gruß
Frank

Collector:
Hallo

habe Bild -1- mal n bisschen größer gemacht.
collector

Jörg:
Hallo,

jetzt, da das Bild Nr.1 auch für einen alten Mann schön groß und deutlich ist, stimme ich Triassammler uneingeschränkt zu. Das Bild zeigt ein typisches, sog. Faltengebirge. Evtl. sogar den "Bündnerschiefer". Entstehung durch Hochdruckmetamorphose, wobei die Überschiebung alpiner Decken, als Ereignis der Subduktion der ozeanischen Bereiche, unter die Apulische Platte, zugrunde lag. Ich gehe davon aus, dass das abgebildete Gestein ein dunkler, feinkörniger Tonstein ist.
Meine Meinung zu 2 u. 3 habe ich oben bereits abgegeben.
@Triassammler: OK, bei Nr. 3lag ich falsch, aber die Hechtröllchen schmecken trotzdem :-)

Viele Grüsse  Jörg

Berggeist007:
Hallo,

Danke ersteinmal für das größere Foto. Ich komme auch damit nicht so richtig weiter. http://www.mineralienatlas.de/forum/Smileys/bergwerk/huh.gif Wie triassammler schon sagte, das es sich um eine "Knickfalte" handelt, ist mir auch so weit klar. Mir sind nur die zwei Spalten in den drei Knickfalten ein Rätsel. Wie sind den diese entstanden? Sind diese durch Erosion, Menschenhand oder sogar durch ein Erdbeben entstanden, sehe da sehr viel loses Gestein herumliegen. Habe mal auch nach vergleichbaren Bildern gesucht, das einzige was dem ein bisschen ähnlich aussah, ist die "Agios-Pavlos-Faltung" auf Kreta, aber diese setzt sich aus einer Wechselfolge von Kalklagen und Chertlagen zusammen und haben nicht diese großen Spalten. Bin jetzt wirklich mit meinem Latein am Ende, mal sehen was es am Ende ist.

Gruß
Frank 

Collector:


Hallo

Ich geh mal davon aus, dass schon Interesse an den geologischen Rätseln besteht, sonst wär dieses hier nicht über 800 mal aufgerufen worden.  Aber nur 4 aktive Beteiligungen ?  War das Rätsel zu schwierig ?

Im Grunde habt Ihr alle vier das meiste richtig erkannt, alle Achtung !

*Bild -1-
Diese rechtwinklige Faltung ist primär ein Produkt der Erosion.  Die gefalteten Lagen bestehen aus schluffigem Kalkstein, aus welchem die weniger resistenten (kompetenteren)  Schichten „heraus“-erodiert sind.
Die "Knickfalten"  (Kinks,  Deformation, "querende Störung")  entstanden durch Kompression zwischen Schichten von kompetenterem Sandstein.
Diese Falten sind Teil der Totoralillo-Formation der frühen Kreidezeit im Canyon (Schlucht) Quebrada de la Penas nahe Copiapo, Provinz Atacama in Chile.
Beschreibung und Foto: K. Segerstrom, US Geological Service

*Bild -2-
Ein schöner Augengneis bei Jondal, Fylke Hordaland am Hardangerfjord in Südnorwegen. Foto von Gerda Wimmer.

*Bild -3-
Eine klassische Boudinage von Leukogranit in Gneis, Cap de Creus, Girona, Spanien. Foto von David Soler.

Danke fürs Mitmachen
Gruß
collector

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