Gesteine / Rocks / Rocas > Geschiebe / Glacial erratic
Ignimbrit?
Sprotte:
Guten Abend,
ich möchte ein kristallines Geschiebe zur Diskussion stellen, das ich mit Vorbehalt vorerst als Ignimbrit bezeichnen möchte, obwohl es keinem der mir bekannten skandinavischen Ignimbrite entspricht. Zu erkennen ist die polierte Oberfläche (Breite: 4 cm) einer frischen Bruchfläche. Beschreibung: In einer sehr feinkörnigen bis dichten feldspatdominierten, gelblichen Grundmasse liegen eine größere Anzahl, maximal 3 mm großer, rötlicher Feldspat-Einsprenglinge, die sich aufgrund ihrer deutlich ausgeprägten perthitischen Entmischung als Alkalifeldspäte zu erkennen geben. Diese sich optisch nur wenig von der Grundmasse abhebenden Einsprenglinge sind zumeist isomorph (in diesem Fall rechteckig) ausgebildet und regellos in der Grundmasse verteilt. Sie zeigen keinerlei Risse oder Verformungen. Dunkle Minerale sind zwar vorhanden, treten aber insgesamt doch sehr zurück. Obwohl keine Quarz-Einsprenglinge vorhanden sind, enthält das Gestein einen gewissen Quarzanteil in Form einheitlich ausgerichteter grauer Schlieren, die beidseitig von einem schmalen hellen Saum begrenzt sind (flachgedrückte ehemalige Bimsfladen?). Teilweise gewellt schmiegen sich diese um einige der Einsprenglinge herum.
Viele Grüße
Sprotte
Jörg:
Hallo Ralf,
Erst mal ein herzliches Willkommen hier im Forum :)
Dein Geschiebe ist mit Sicherheit kein Ignimbrit. Geht eher in Richtung Schriftgranit (pegmatitische Verwachsung). Ist somit ein Plutonit und kein Vulkanit.
Hier einige Beispiele:
http://www.strandsteine.de/Schrift-Granit.htm
http://www.kristallin.de/s2/f_runit.htm#Anker1
Glück Auf! Jörg
Hier noch eine etwas grobkörnige Variante, jedoch mit ähnlichen Bestandteilen wie in Deinem Stück.
Stefan:
Hallo Jörg, bist Du sicher, dass es sich bei Deinem Bild um Schriftgranit handelt?
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Schriftgranit
bzw. sollte er nicht eher so aussehen?
Collector:
Hallo Jörg
ich muss Stefan zustimmen. Dein Bild zeigt definitiv keinen Schriftgranit, sondern einen ganz normalen Granit .
Gruß
collector
Jörg:
Hallo Stefan und Collector,
ich möchte meine Meinung kurz verteidigen. Falls ich damit jedoch komplett falsch liege, bitte ich Euch mich zu korrigieren.
@ Stefan
Hallo, natürlich hast Du Recht, wenn Du sagst, dass das Bild aus dem Atlas anders aussieht. Dieses zeigt einen Schriftgranit in bestmöglicher und absolut typischer Ausprägung. Schau bitte unter dem oben von mir eingefügten Link "Strandsteine", das 3., untere Bild an. Auch bei diesem sind die "Schriftzeichen" nicht so deutlich ausgeprägt. Meines Wissens sind die Übergänge von "normalem" Granit zu "Schriftgranit" fließend. Der Idealfall ist ja hier im Atlas aufgeführt. Wie ich von Dänischen Sammelkollegen weiß, gilt ein Schriftgranit als solcher, solange der Quarzanteil nicht größer ist, als der vom Feldspat, und dieser nicht regelmäßig im Gestein verteilt liegt. Selbst wenn sich die Schriftzeichen nur ahnen lassen. Doch soweit nur meine Kenntnis. Wie ein typischer Schriftgranit "aus dem Bilderbuch", sieht meiner nicht aus, da stimme ich Euch beiden zu. M. E. bewegt er sich noch "haarscharf" an der Grenze, dass ihm diese Bezeichnung zusteht.
@ Collector
--- Zitat ---...definitiv kein Schriftgranit...
--- Ende Zitat ---
Auch keine Varietät? So gerade noch eben? ???
Ich danke Euch schon mal für Eure Antworten.
Glück Auf! Jörg
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