Gesteine / Rocks / Rocas > Geschiebe / Glacial erratic

Ignimbrit?

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Kluftknacker:
Hallo,
um zu entscheiden, ob es ein Ignimbrit sei, sind Detailaufnahmen notwendig. Vielleicht kann man die noch nachreichen. Graue Schlieren machen noch keinen Ignimbrit, da sind weitere Kriterien erforderlich.
Die Einsprenglinge könnten nur "entmischte" Feldspäte sein. Kurz: Mit diesem Bild nicht eindeutig feststellbar.

Kluftknacker

Stefan:
Hallo Jörg,
beim Schriftgranit steckt der Quarz meist in einem großen Kristall aus Alkalifeldspat und die typischen "Schriftzeichen" die beim gleichzeitigen auskristallisieren von Quarz und Feldspat aus der Schmelze entstehen sollten je nach Anschnitt deutlich zu erkennen sein.

Ich dein Bild erst mal aus dem Eintrag raus genommen

Jörg:
@ Stefan,

jupp, dass ist ein Argument.
Hatte mich auch von: Francois Sulpice Bendant + Karl Friedrich Alexander Hartmann; Lehrbuch der Mineralogie; F.A. Brockhaus; 1826 verleiten lassen:
"...der Schriftgranit hat nur selten schöne Varietäten und stets nur in kleinen Stücken, weil man eine schöne Grundfarbe und eine gute Vertheilung der Quarzkrystalle in der Gestalt hebräischer Schriftzüge verlangt....", habe meinen als nicht so typisch/schön somit hinzu gezählt.
Aber, ich bin ja noch lernfähig, isolierte Quarze in einem einzigen Feldspat, lautet das Kriterium.
Tja, muss wohl nochmal auf Suche  ;D

Danke und Glück Auf!       Jörg

Sprotte:
Hallo Kluftknacker,

ich hoffe, dass auf den neuen Aufnahmen mehr zu erkennen ist. Natürlich stimmt es, dass (Quarz-)Schlieren für sich allein noch kein Hinweis auf einen Ignimbrit sind. Es könnte sich im Prinzip auch um ein (hoch)metamorphes Gestein handeln, wie dem auch als Geschiebe bekannten Schonengranulit oder um Mylonit. Aber andere Merkmale sprechen meiner Meinung nach in diesem Fall eher für einen Ignimbrit: Es gibt zahlreiche recht kleine Hohlräume, was wohl eher gegen eine metamorphe Überprägung spricht. Weiterhin treten wenige dunkle Minerale und/oder Erzkörnchen auf, die nicht ausgelängt sind. Die roten Kalifeldspatkristalle sind zwar in sich entmischt, aber deutlich von der gelblichen Grundmasse getrennt (vor dem Schleifen war das an den spiegelnden Flächen gut erkennbar).

Viele Grüße
Sprotte

Sprotte:
Hallo Jörg

um Schriftgranit handelt es bei dem von mir am Anfang dieses Threads vorgestellten Stück definitiv nicht. Natürlich kommt Schriftgranit auch als Geschiebe vor, in großen Stücken eher selten, in kleinen Stücken (siehe Bilder) wohl häufiger als allgemein vermutet. Jedoch bestehen alle mir bekannten Geschiebe nur aus EINEM einzelnen Feldspatkristall, durch den gewinkelte Quarzplatten hindurchgewachsen sind. Diese graphischen Verwachsungen treten an der Geschiebeaußenseite mehr oder weniger deutlich in Erscheinung.
Viele Grüße
Sprotte

PS:
Abmaße der Geschiebe, Breite x Höhe (in cm): Nr. 1: ca. 4 x 3, Nr. 2: ca. 2,5 x 4, Nr. 3: ca. 6 x 2,5.
Die Farbe des Feldspats variiert von weiß (Nr. 1) über rosa (Nr. 2) nach rötlich (Nr. 3), und die des Quarzes reicht von rauchbraun (Nr. 1) nach grau (Nr. 2 und 3). Andere Minerale außer Feldspat und Quarz kommen entweder gar nicht (Nr. 1 und 2) oder sehr untergeordnet vor (Nr. 3).

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