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Autor Thema: Bergkristall mit Überzug  (Gelesen 5236 mal)

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Offline Krotom

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Bergkristall mit Überzug
« am: 17 May 11, 09:15 »
Hallo liebes Forum,

ich habe in meiner Sammlung eine Bergkristallstufe (20cm x 12cm), bei der die einzelnen Kristalle
auf einer oder zwei Seiten einen Überzug haben. Sieht für mich als Anfänger aus wie Pyrit
oder Chalkopyrit. Wie entsteht so eine einseitige "Glassur" überhaupt?

Gruß Thomas

Offline raritätenjäger

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Re: Bergkristall mit Überzug
« Antwort #1 am: 17 May 11, 13:26 »
Hallo,

das sieht mir eher wie  - vielleicht etwas angelaufener - Dolomit aus. Charakteristisch ist eben, dass der Belag meist nur auf einer Seite zu finden ist. Stell dir vor, die Bergkristallstufe, die du da hast, war schräg (vertikal) an der Drusenwand gewachsen, so dass die xx in die Mitte ragen. Nun kommen von oben carbonatreiche Wässer und plätschern einige Jahre darüber. Auf der Oberseite kristallisiert der Dolomit aus, die Unterseite bleibt "trocken".

Gruß
Andreas

Offline uwe

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Re: Bergkristall mit Überzug
« Antwort #2 am: 17 May 11, 13:39 »
Solche einseitigen Kristallüberzüge gibt es z.B. auch aus Pyrit und Fluorit. Ich bin mir nicht sicher, aber glaube mich erinneren zu können mal gehört zu haben, daß solche Überzüge durch die Bedingungen der hydrothermalen Phase entstehen (hydrothermaler Druck ?).

Uwe

Offline Krizu

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Re: Bergkristall mit Überzug
« Antwort #3 am: 17 May 11, 15:24 »
Hallo,

imho plätschert da nichts.
Der erste Schlunz = Keimbildung setzt sich aus der Lösung ab. Der Rest wächst darauf auf - somit nur auf der Oberseite...

MfG

Frank

Offline cmd.powell

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Re: Bergkristall mit Überzug
« Antwort #4 am: 23 May 11, 15:37 »
imho plätschert da nichts.
Der erste Schlunz = Keimbildung setzt sich aus der Lösung ab. Der Rest wächst darauf auf - somit nur auf der Oberseite...

Genau so: Die Keimbildung findet in der Lösung statt und irgendwann werden die Keime groß und schwer genug, um zu Boden zu sinken. Dabei bleiben sie - logischerweise - auf der Oberseite von "Hindernissen" liegen und wachsen fröhlich weiter. Wesentlich ist, das die Hohlräume komplett mit Lösung (=Wasser) gefüllt sind. Würde das Wasser über die Oberflächen "plätschern" (=fließen), würde man Sinter und ggf. Tropfsteine finden. Das kann man immer sehr schön in den Höhlen des Winterbergs sehen: Oben hat man den Sinter und die Tropfsteine, weiter unten kommt dann eine Linie, welche den ehemaligen Wasserstand markiert. Unterhalb der Linie gibt es dann die mehr oder weniger guten Kristalle.

Offline Krotom

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Re: Bergkristall mit Überzug
« Antwort #5 am: 24 May 11, 07:06 »
Vielen Dank für die Erklärung :)
Ist wirklich ein sehr interessantes Gebiet, diese Mineralogie.

Gruß, Thomas

 

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