Quo vadis Sainte-Marie-aux-Mines ?
Colmar oder Sainte-Marie, wohin geht die Reise ?
Als langjähriger Aussteller in Sainte-Marie weiß ich wirklich nicht wo ich 2012 ausstellen werde.
Auf zwei Hochzeiten tanzen geht eben nicht.
Mit den typischen Unzulänglichkeiten hat man sich in Sainte-Marie in der Zwischenzeit arrangiert.
Obwohl es eigentlich unmöglich erscheint klappt es doch immer wieder und eigentlich in den letzten Jahren
auch immer besser.
Noch mehr Aussteller unterzubringen ist natürlich in Sainte-Marie nicht möglich.
Dieses Mehr an Ausstellern nützt aber auch nur dem Veranstalter.
In München kennt man ja nun die Problematik mit der Erweiterung von 3 auf 4 Hallen.
Mehr Aussteller bedeutet ja nicht auch mehr Besucher und im Endeffekt bleibt für jeden weniger hängen.
Was spricht für Colmar ?
Alles an einem Platz. Die räumliche Trennung zwischen EUROGEM und EUROMINERAL entfällt.
Große Messehallen für die die das brauchen und ein großes Freigelände für die bewährten Zelte.
Ebener Boden keine Improvisationen über Bordsteine und Kopfsteinpflaster hinweg.
Kein Labyrinth mehr mit toten Winkeln und Sackgassen in die ortsunkundige Besucher gar nicht erst kommen.
Mehr Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Veranstaltung.
Besserer Auf- und Abbau.
Bessere Verkehrsanbindung.
Ein erfahrener und kompetenter Veranstalter obwohl nach eigenem Eingeständnis als "verrückt" bezeichnet.
Was spricht für Sainte-Marie-aux-Mines ?
Die Tradition und das einzigartige Flair.
Never change a winning team.
Man kennt die Börse in der ganzen Welt als Sainte-Marie und diese ist untrennbar mit dem Ort verbunden ansonsten könnte man ja die Münchner Mineralientage auch in Nürnberg abhalten weil da die Messehallen vielleicht etwas billiger sind.
Es gibt keinen zwingenden Grund die Börse so plötzlich zu verlegen.
Die Probleme mit Logistik, Besucheraufkommen, Parken etc. sind zwar da aber nicht unlösbar und es hat bis jetzt immer irgendwie geklappt.
Der Tunnel nach St. Die ist wieder befahrbar und hält so den Durchgangsverkehr aus dem Ort.
Inwieweit tatsächlich angebliche Auflagen von behördlicher Seite den Umzug notwendig machen sollen, kann ich nicht nachvollziehen.
So wild kann wohl es nicht sein und es gibt immer die Möglichkeit eine Ausnahme zu erwirken.
Es wurde kolportiert den Einwohnern von St.-Marie sei die Messe lästig und der einwöchige "Belagerungszustand" ein Dorn im Auge.
Wem die Börse lästig ist kann auf meine Kosten gerne in den Urlaub fahren und ich vermiete dann die Wohnung als Unterkunft während der Messe mit mehreren Doppelstockbetten in jedem Zimmer.

Der Umzug nach Colmar war schon lange im Gespräch aber noch während der diesjährigen Börse wurde gesagt das ein Umzug in den nächsten Jahren wohl kommen möge aber noch nicht nächstes Jahr.
Auf die Idee mal Aussteller und Besucher zu befragen was diese von dem Umzug halten ist niemand gekommen.
Man wird halt einfach vor vollendete Tatsachen gestellt.
Wer da sich mit wem zerstritten hat oder wer von wem ausgebootet werden soll kann ich als Aussenstehender nicht nachvollziehen.
Die jetzige Situation mit möglicherweise zwei Messen zur gleichen Zeit gerade mal ein paar Autominuten auseinander nützt keinem was.
Ohne Aussteller keine Messe.
Einige namhafte Aussteller sollen der "alten" Messe eindeutig den Vorzug geben.
Ich würde mir wünschen das sich Michel Schwab und die Stadt St.-Marie nochmal zusammensetzen um da doch noch eine Lösung zu finden.
Momentan sehe ich für die Zukunft der Messe "Sainte-Marie" (ob tatsächlich vor Ort oder in Colmar) ziemlich schwarz.