Hallo,
@Daniel(thdun): Das gelbe/gelbbraune Mineral ist sehr differenziert zu betrachten. Eine Zuordnung ist selbst mit mineralogischer Analytik häufig nicht einfach, zumal oftmals schlecht kristallisiert oder amorph, so dass Röntgenuntersuchungen häufig nicht zum Ziel führen; die chemische Zusammensetzung ist oft komplex und nicht immer konstant über den Gesamtbereich. Eine Zuordnung ist tw. schlecht möglich.
Dazu kommt die Paragenese: Im vorliegenden Fall haben wir es mit stark arsenbetontenr Mineralisation des BiCoNi-Typs zu tun. In dem Falle ist Pitticit das häufigste der gelbbraunen Sekundärminerale, aber es kann durchaus auch Siderogel (amorphes Fe-Hydroxid), Limonit oder auch schlecht kristallisierter Goethit oder Arseniosiderit vorkommen. Zumindest für Wittichen, mit dem ich mich näher befasse, ist Pitticit im Allgemeinen das häufigste Mineral in solchen Krusten.
Im Falle von Gips und sulfidischen Mineralien (Pyrit) in saurem Milieu ist Jarosit, Hydronium-Jarosit oder (bei Vorliegen von Pb) Plumbojarosit recht häufig. Im Falle, dass Arsenkies im Primärerz vorhanden ist, kommen Kankit und Zykait sowie selten Bukovskyit dazu. Auch Skorodit kann durchaus in sehr unscheinbaren gelben Pusteln vorkommen.
Glück Auf!
Smoeller