Hallo
Kluftknacker liegt völlig richtig: Eine Fälschung nur aufgrund eines Bildes zu bestimmen, ist vermessen. Türkise wie der abgebildete sind seit sehr langem aus Arizona bekannt, sehr lange, bevor überhaupt Material aus China auf die westlichen Märkte kam.
Ich bin im übrigen überzeugt, dass die ferndiagnostischen Internet-Mineralbestimmungen, wie von Kluftknacker bemängelt, auch ein Sammler-Generationsproblem sind. Viele der Mitglieder im Atlas, bzw. besonders Sammler, die sich auf Mineralien-Webseiten tummeln, sind jung. Sie haben oft nicht die Sammlererfahrung der "alten Hasen", besonders, wenn es um Funde geht, die es vor ihrer Geburt gab und Stufen aus dieser Zeit immer noch im Markt kursieren, aber eben diesen jungen Sammlern und selbst auch nicht wenigen jungen Mineralogen unbekannt sind. Es sei denn, von Bildern oder hinter Glas in einem Museum. Dazu gehören auch Türkise, ich meine echte Türkise.
Offen gesagt - wer hat schon mal wirklich echte, große Türkisstufen aus Arizona oder aus dem Iran in der Hand gehabt ? Stufen wie abgebildete ? Schon in den 1960 - bis 1970er Jahren gabe es solche Türkise in recht großen Mengen, Stufen bis zu 15 cm waren keine Seltenheit (in meiner Sammlung gab es solch eine ca. 12 cm große Stufe, wie die o.a. abgebildete, habe ich auf einer Mineralienbörse in Essen lt. meiner Archivkarte 1963 für 8.- DM gekauft); irgend jemand hat sie aus den USA importiert, später gefolgt von iranischen Türkisen.
Die chinesischen Howlith-, resp. Magnesitfälschungen und die gebackenen Seam-Türkise aus den USA kamen alle erst viel später .
Ich will auf keinen Fall ausschließen, dass man heute im Zeitalter der Gier alles erst mal auf Fälschung untersuchen sollte. Es gibt aber, so fremd wie es klingen mag, noch immer echte Türkise und echte blaue Calcite und mittlerweile auch blaue Granate.
In diesem Sinne
Gruß
collector