Gesteine / Rocks / Rocas > Deutschland / Germany
Welche Gestein?
smoeller:
Hallo,
Knollenkalke sind meist Sedimente die im Bereich der CCD lagen, also der Tiefe, bei der Calciumkarbonat in Meerwasser eher in Lösung geht als in fester Form vorzuliegen. In Zeiten schwankender Meeresspiegel kommt es zur Verschiebung der CCD und damit zu einem Wechsel von Auflösung und Wiederfällung von Calcit.
Glück Auf!
Smoeller
Jörg:
Hallo,
mit meiner Antwort meinte ich nicht, dass es sich bei Deinem Gestein um einen Hochdruck-Metamorphit handelt, wie Smoeller bereits angeführt hat. Sieht wirklich nicht danach aus. Habe mit meiner Antwort nur Deine Frage beantworten wollen, unter welchen Bedingungen ein Meta-Gabbro entsteht.
Glück Auf!
Jörg
Darwin:
Hi Jörg,
ok, dann hab ich das falsch verstanden, bitte um Verzeihung...
Hi smoeller,
ok, wenn ich das richtig verstanden hab, befand sich der Sedimentationsraum der Knollenkalke etwa 4 km Tiefe im Meer.
Oberhalb der CCD fällt das Karbonat in fester Form aus (eben die Knollen) und unterhalb der CCD geht sie in Lösung und sedimentiert nicht, bis dann irgendwann der Meeresspiegel sich ändert...
richtig?
Aber warum sind das Knollen?
Bei Wiki stand zb folgende Def.
"Knollenkalke sind Kalksteine, die uns meist als farbige Gesteine ins Auge fallen. Sie entstehen durch Diagenese (Verpressung und Zementation) von Kalkschlämmen, die in Salzmeeren abgelagert werden und sich zu Knollen verformen"
(http://de.wikipedia.org/wiki/Knollenkalk)
Ich finde das sehr schwammig formuliert...
LG
smoeller:
Hallo Gordon,
Gewiss sind beide Möglichkeiten gegeben (die von Wikipedia und die mit der CCD). Letztere haben wir für bestimmte alpine Knollenkalke in der Grundvorlesung gelernt. Wenn es sich bei den Gesteinen in der Umgebung deines Fundortes um untermeerische Gesteine handelt, liegt die Sache mit der CCD nahe. In dem Falle ist ein Salzmeer eher unwahrscheinlich, das sind Flachmeersedimente (meist Lagunensedimente) in ariden Gebieten.
Die Form kannst du so erklären: Die Lösung erfolgt von der Oberfläche und Rissen/Sprüngen/Korngrenzen aus. Ungestörte und dichtere Bereiche bleiben am längsten unbeeinflusst und überleben bis zuletzt. Natürlich erfolgt Lösung von allen Seiten, daher entstehen rundliche Formen (leg mal ein kantiges Stück Salz in Wasser und hole es nach einiger Zeit mal raus, ist auch schön rundgelutscht).
Glück Auf!
Smoeller
Darwin:
Hi,
ah, ok...wenn du das sagst, erinnere ich mich wieder aus der Petro-Vorlesung...man...das sind eig alles Dinge, die ich hätte wissen müssen :(
Aber ich habs jetzt verstanden...!
Naja... ein Flachmeer war das zu dieser Zeit nicht gerade...aber frag mich jetzt nicht, wie tief das genau war :)
Gibt es für diese Lösung einen Fachbegriff?
Wenn dies in einer Gesteinsschmelze passiert, nennt man das ja Resorption (zb Rhyolit (Hallischer Porphyr))...kann man das auch für die Knollenkalke verwenden?
LG
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