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Autor Thema: Minerale aus Johanngeorgenstadt  (Gelesen 22333 mal)

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Offline uwe

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #15 am: 03 Nov 11, 15:45 »
Hallo,

Bodo "zinnwald" hat mir noch mal ein paar Proben gesandt. Auf einem Stück waren wieder sehr schöne grüne Kristalle, welche in diesem Fall ohne Zweifel Uranglimmer sind. Sie zeigen, im Gegensatz zu den von mir bisher "entdeckten" grünen Kristallen eine kräftige grüne Fluoreszenz. Uranocirict ist es von der Farbe her nicht. Wird mit ziemlicher Sicherheit Torbernit sein. Wenn Ihr eure Stücke seht, achtet mal darauf ob Ihr auch zwei verschiedene grüne Kristalle findet. Schußfolgernd sind also nicht alle grünen Kristalle auf dem Material Torbernit.

Gruß
Uwe

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #16 am: 03 Nov 11, 18:10 »
Hallo Uwe,

Auf einem Stück waren wieder sehr schöne grüne Kristalle, welche in diesem Fall ohne Zweifel Uranglimmer sind. Sie zeigen, im Gegensatz zu den von mir bisher "entdeckten" grünen Kristallen eine kräftige grüne Fluoreszenz. Uranocirict ist es von der Farbe her nicht. Wird mit ziemlicher Sicherheit Torbernit sein.

also Torbernit kanns ja dann nicht sein, da Torbernit keine Fluoreszenz aufweist! Also kommt für die "sehr schönen grünen Kristalle" nur Autunit und Uranocircit in Frage.

Ich habe das Mateial gestern erhalten, nach dem Formatieren und säubern werde ich es mir heute Aben mal genau ansehen.

Gruß Jürgen

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #17 am: 03 Nov 11, 20:50 »
So ich habe jetzt mein Material erst einmal grob gesichtet. Ich bekam von Bodo zwei größere Stücken, vielen Dank für das wirklich interessante und frische Material :D, welches ich erst einmal formatiert, gesäubert und einer Ultraschallreinigung unterzogen habe. Beim Formatieren zeigten sich auf beinahe jeder Kluft wieder neue Bereiche mit weiteren gelbgrünen gelben und grünen Mineralen. Ohne ein Strahlenmessgerät oder eine UV-Lampe zur Hand zu haben würde ich sagen es handelt sich eindeutig um Uransekundärminerale und zwar um Torbernit und/oder Zeunerit (Fotos), Uranocircit und Uranophan (?) Die leider in der Eile etwas unscharf gewordenen Bilder zeigen meiner Meinung nach Torbernit und/oder Zeunerit (bzw. Mischreihen beider) in bilderbuchhaften Kristallen!
Das Ganze muss natürlich noch weiter untersucht werden. Auf jeden Fall werden einige KS den Weg in meine Sammlung finden, Dank BODO!

Gruß Jürgen

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #18 am: 03 Nov 11, 20:50 »
...

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #19 am: 03 Nov 11, 20:51 »
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Offline Jochen1Knochen

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #20 am: 03 Nov 11, 21:05 »
Hallo!
Es gibt da zwei verschiedene grüne Minerale darauf.Ich hatte eben 3 Steine unterm UV .Nur einer entwickelte das Feuerwerk  der Uranmineralisation.Unterm Mikro schaut das nichtleuchtende grüne nach Fluorit aus.Das gelbe habe ich noch nicht richtig sehen können.Ich werde das aber jetzt erstmal abwaschen.
Gruß Jens

Offline Jochen1Knochen

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #21 am: 03 Nov 11, 21:27 »
Also der hier leuchtet:

Offline uwe

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #22 am: 03 Nov 11, 21:31 »
Aber ja, Jürgen, wo Du recht hast, hast Du recht. Mein Fehler! Die fluoreszierenden Kristalle werden wohl Autunit sein - oder Trögerit? Die nichtfluoreszierenden XX könnten Zeunerit sein.

Bleiben noch die kleinen, gelben, nichtfluoreszierenden Kristalle bzw.Kristallkrusten. Die braunorangen Partien zwischen den gelben Zonern lassen bei mir den Gedanken an Becquerelit und Fourmarienit als Hauptbestandteile von Gummit aufkommen.

Uwe

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #23 am: 03 Nov 11, 22:17 »
Hallo Jens hallo Uwe,
also die gelbgrünen fluoriszierenden Tafeln werden Uranocircit sein, Autunit möchte ich ausschließen weil die für Autunit typische schräge Linienführung auf den Tafeln (sieh Beispielbild) fehlt. Der Ansatz für das gelbe Mineral als Becquerelit und Fourmarienit als Hauptbestandteile von Gummit ist interessant, auch Kasolit wäre ein Ansatz, werde ich am WE mal weiter betrachten, jetzt gehe ich erst mal ins Bett denn 4,30 Uhr klingelt das komische Ding welches sich WEcker nennt >:D :P ;)

Gruß Jürgen


Deutschland/Bayern/Oberpfalz, Bezirk/Neustadt an der Waldnaab, Landkreis/Waidhaus/Hagendorf/Hagendorf-Süd (Grube Cornelia)
Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Letzte Änderung: 03 Nov 11, 22:24 von geomueller »

Offline smoeller

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #24 am: 03 Nov 11, 22:24 »
Hallo,

Es gibt durchaus auch Torbernite, die fluoreszieren. Von Menzenschwand z.B. sind solche beschrieben. Teilweise wird das dann als eine feine Verwachsung mit anderen Uranglimmern gedeutet. Da kann dann durchaus Uranocircit oder Heinrichit als fluoreszierendes Mineral bei sein. Oder es sind Mischkristalle, bei denen der Cu-Gehalt nicht ausreichte, die Fluoreszenz zu unterdrücken (man beachte die geringe Menge an Cu, die nötig ist, Mineralien grün zu färben). Genaueres setzt eine Analyse voraus, da kannn man von Bildern her allein nichts machen.

Zum Gummit: Da können an braunroten Mineralien auch Curit, Vandendriesscheit und Wölsendorfit mit drin sein, ohne Analyse ist da nichts zu machen. Häufig liegen feine Verwachsungen mehrerer Phasen vor.

Glück Auf!
Smoeller

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #25 am: 05 Nov 11, 12:00 »
Hallo,
jetzt habe ich die Stücken das erste mal bei Tageslicht gesehen :o ;) Hier noch paar Makrobilder alle unter Tageslicht drei der vier unterschiedlichen Uransekundärminerale aus Johannstadt.

1. Meiner Meinung nach Uranocircit, wegen Platzmangel schlecht auskristallisierte Beläge, starke UV-aktiv, stark radioaktiv mit aufgelegter Sonde 4 µSv/h.

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #26 am: 05 Nov 11, 12:03 »
2. Meiner Meinung nach Torbernit bzw. Zeunerit oder Mischreihe aus beiden, nicht UV-aktiv, schwach radioaktiv mit aufgelegter Sonde 0,8 µSv/h

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #27 am: 05 Nov 11, 12:07 »
3. Die gelben Bereiche sind nicht UV-aktiv und noch ziemlich unklar, es sind < 0,5 mm große glimmerartige stark glänzende Blättchen die zu Rasen zusammengewachsen sind, vielleicht Kasolit (?) oder Phosphuranylit (?). Das lindgrüne ist wieder Uranocircit.

Wie ist eure Meinung zu dieser Beurteilung?

Gruß Jürgen
« Letzte Änderung: 05 Nov 11, 18:09 von geomueller »

Offline Bergbaumaulwurf

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #28 am: 05 Nov 11, 20:42 »
Glück Auf!
Habe mir das Material nach Wasserreinigung wieder angeschaut . Erst mal Zeunerit ist darauf gut zu finden!
Die gelben Krusten sind da nicht so einfach zu Bestimmen. Aber hier drängt mich eigentlich ein Vergleich auf!
Sollten vielleicht die gelben Krusten nicht eine Übergangsphase sein.
 Beispiel Wolkenburg und der Pyromorphit- dort Kristalle gefunden- aber auch gelblich grüne Krusten! Bis mir dann klar wurde das es der Pyromorphit in Entwicklung dazu ist.
Kann doch auch sein das es bei dem Material von Johanstadt zum Teil um eine zwischenstufe handelt und das Material noch nicht " ausgereift" ist.
Klarheit dürfte wohl nur eine Analyse bringen. Aber erst mal sollten wir Zinnwald danken das er fündig geworden ist und das Material ohne finanziellen Bezug zur Verfügung gestellt hatt. Danke!!!!!!
Bergbaumaulwurf

Offline uwe

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Re: Minerale aus Johanngeorgenstadt
« Antwort #29 am: 06 Nov 11, 09:58 »
Hallo liebe Freunde und grübelnde des Johann-Georgenstädter Fundes,

bevor es in die nächste Etappe der Aufklärung geht, möchte ich mal die bisherigen Beobachtungen zusammenfassen - Ergänzungen eurerseits willkommen.

1. grasgrüne Kristalle, welche nicht fluoreszieren,

2. zitronengelbe Kriställchen (gemeinsam mit den grünen aus 1.) welche nicht fluoreszieren,

3. gelbe, kristalline Krusten, welche nicht fluoreszieren, Das Gelb ist hier nicht so brilliant wie das Gelb unter 2.

4. gelbe Täfelchen welche grün fluoreszieren,

5. zeisiggrüne Kristalle (Täfelchen), welche grün fluorszieren,

6. schwer zu erkennende, gelbgrüne Kriställchen, welche grün fluoreszieren - dies kann natürlich auch zu 4. und 5. gehören.,

7. orange bis baune Partien in den gelben, kristallinen Krusten, welche nicht fluoreszieren. Hier kann natürlich auch eine Verunreinigung durch Limonit die Ursache sein.

Uwe


 

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