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Radioaktivität | Andere Mineralien
Krizu:
Hallo,
bei den Gamma-Strahlen ist diese Gefahr kaum gegeben. Um Radioaktivität zu erzeugen, braucht es Kernreaktionen.Die Gammastrahlen wirken selten mit Kernen (Ok - ich kenne Mößbauer, N-Anregung im einige MeV-Bereich usw). Alpha- und Beta wechselwirken kaum mit Kernen (Alpha siehe Rutherford-Streu-Experiment). Und bis dein Kochsalz bläucilh oder dein Quarz ein Amethyst/Rauchquarz geworden ist, bist du tot ;-). Neutronen können gut mit Kernen wechselwirken, sind aber kein nennenswerter Bestandteil der natürlichen Radioaktivität.
Also keine Panik, den Staub der Mineralien nicht aufnehmen, Dosen geschlossen halten und das Leben geniessen!
MfG
Frank
StevenNowak96:
Hallo Frank,
--- Zitat von: Krizu am 24 Nov 11, 15:37 ---und das Leben geniessen!
--- Ende Zitat ---
Keine Sorge, das tu ich. :D
Aber trotzdem vielen Dank für deine ausführliche Antwort!
Grüße
Steven
cmd.powell:
Um einen nicht radioaktiven Stoff radioaktiv zu machen, müsstest Du in schon massiv mit Neutronen beschießen - ich empfehle eine Lagerung außerhalb des Reaktordruckgefäßes ;D
Der Grund hierfür liegt darin begründet, das radioaktive Strahlung immer nur von instabilen Nukleiden eines Elements ausgeht. Hast Du keinerlei Strahlung, hast Du auch keine instabilen Nukleide. Um eine Probe nun radioaktiv zu machen, müsstest Du also instabile Nukleide in dieser erzeugen. Was sind nun instabile Nukleide ? Nun, das sind Atomkerne, die entweder einen Neutronenüberschuss oder einen Neutronenunterschuss haben. Bei den stabilen Kernen liegen in etwa gleichviele Neutronen und Protonen vor (nur ganz grob !). Wenn Du also eine Neutron in einen Kern schießt und dieses dort auch hängenbleibt (was nicht zwingend der Fall ist), erzeugst Du einen Neutronenüberschuss und der Kern wird instabil - und zerfällt irgendwann unter Aussendung eines radioaktiven Teilchens. Da keine der bekannten radioaktiven Strahlungsarten, die natürlich auftreten, aus Neutronen besteht, kann das nicht passieren - was auch gut so ist. Ansonsten würde sich Radioaktivität ja wie eine Krankheit in der Materie verbreiten - - - das würde wahrscheinlich das Leben so wie wir es kennen komplett unmöglich machen.
StevenNowak96:
Hallo Markus,
ohje, wahrscheinlich habe ich jetzt ein physikalisch-chemische Diskussion ins Leben gerufen, aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein.
--- Zitat von: cmd.powell am 25 Nov 11, 03:05 ---Da keine der bekannten radioaktiven Strahlungsarten, die natürlich auftreten, aus Neutronen besteht, kann das nicht passieren
--- Ende Zitat ---
D.h. das natürliche Strahlung nie aus Neutronen besteht. Wie sieht das denn mit der Strahlung in und um Tschernobyl aus? Denn laut einer Dokumentation strahlen mittlerweile auch die umliegenden Bäume, etc.
Wurden diese mit Neutronen "beschossen" oder ist die Dokumentation falsch, und die Bäume haben die Strahlung nur aufgenommen?
Grüße
Steven
P.S.: Verliert sich jetzt hier in bisschen aus dem mineralogisch-geologischen Bereich, bitte um Entschuldigung.
Hg:
Hallo Steven,
die Tatsache, dass die Bäume rund um Tschernobyl auch strahlen, hat nichts mit Neutronen zu tun. Das liegt ganz einfach daran, dass durch die Pflanzen aus dem Boden und Grundwasser radioaktives Cs-137 aufgenommen wurde und dieses emittiert nun die charakterisitsche gamma-Strahlung.
Genauso gibt es auch die ganzen Palmen auf dem Bikini-Atoll, die unheimlich vom Cs-137 strahlen, da dort die Amerikaner Atombombentests durch geführt haben.
Der Transfer vom Boden in die Pflanze von Elementen der Alkali- und Erdalaklielemente ist um Dimensionen höher, als die der Actiniden oder der Transurane. Darüber gibt es sogar Studien mit Curium, Americium und Plutonium (könnte ich heraussuchen, falls Interesse).
Grüße,
Andreas
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