Hallo zusammen,
ich lese die Mineralienportraits immer mit großem Eifer und Sorgfalt, denn diese Portraits sind so ziemlich das Beste was ich deutschsprachig zu lesen bekommen kann. Es ist gerade diese intensivere Betrachtung eines Minerals, Fundortes oder Aspektes der Mineralogie, die einem die Augen öffnet.
Gerade der Betrag zu den REMs ist für mich ein ganz zweischneidiges Schwert. Erstens viel zu kurz und zweitens hochspannend :-). Im Ernst, der Artikel hat was! Er sollte federdührend sein für hoffentlich weitere Artikel aus berufenem Munde...berufender Feder...Füller...Tastatur...zum Thema Erzbergbau "heute".
Mineralogischerweise kümmern wir uns ja meistens um Lagerstätten der, sagen wir es freundlich, historischen Art. Klein, mineralogisch interessant aber im Weltmasstab unbedeutend. Da ist es einfach mal so richtig toll zu lesen, wo die Kugeln wirklich am Baum hängen..um
weihnachtlich zu bleiben. Auch die Hintergrundinformationen zu den Elementen und deren Gewinnung waren hochinteressant.
Was mir aber an den Portraits immer ganz besonders gefällt ist sie personelle Neutralität der Verfasser. Keine Beweihräucherung ala Eifel- oder Schwarzwald-Fundstellenberichten (Jahrzehnte nach deren Sperrung für normale Sammler), keine Präsentation was für tolle Funde man gemacht hat...und zwar man nur selber! Dafür neutrale Berichterstattung, BRAVO!
Ich finde es generell im deutssprachigen Raum sehr sehr schade, daß es kaum noch vernünftige Lagerstätten- bzw. Fundstellenbeschreibungen internationaler Fundorte mit internationaler Größe gibt. Herrgott, die Mickergrube xxx mit ihren tollen yyyiten in D kann von mir aus in den Geheimnissen einiger Sammler verborgen bleiben, was mich interessiert sind Informationen zu den Lagerstätten des internationalen Mineralienmarktes. Ich will da gar nichts finden, ich will nur wissen wie was wo gefunden wird, und warum man da in der Erde buddelt....und wie...und so!
Und da sind oft die Mineralienprotraits eine wunderbare Quelle...und MinRec.
Also nochmals allen Verfassern der Portraits sei mein Dank ausgesprochen.
In dem Sinen, noch ein paar schöne Tage und einen guten Rutsch
Ulrich Wagner