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wie heisst dieser grüner kriestall / synthetischer Periklas

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Goldi85:
Hallo,

also jetzt mal Härte und Dichte beiseite, solchen Angaben kann man bei Bestimmungen durch Laien nicht vertrauen. Bei Dichteangaben würde ich auch bei den meisten Profis zweifeln  ;)
Glas würde ich ausschliessen, vorallem wegen der Fotos am Anfang.
Ich würde da zu 99% auf was Synthetisches tippen.
Das verbleibende Prozent würde ich, wegen Farbe, Härte, Bruch und dem körnigen Aussehen, auf Olivin setzen. Halte ich für "Österreich" zumindest nicht für komplett unmöglich, auch wenn das schon ein ziemlicher Klopper wäre.

Gruß  Daniel

cmd.powell:
Hi

So, nachdem ich hier schon etwas schmunzeln musste, senfe ich auch mal los: Das Stück zeigt eindeutig Spaltflächen. Was auch immer das ist, es besitzt eine mindestens sehr gute Spaltbarkeit. Aufgrund der Farbe glaube ich nicht wirklich an ein natürliches Mineral, obwohl Fluorit oft solche Farben zeigt. Der wäre aber leicht mit dem Messer zu ritzen, also fällt der flach. Periklas passt schon ganz gut und nach der Struktur (von der braunen Kruste ausgehend stengelige Kristalle, die nach oben dicker werden) würde ich auf eine in einem Tiegel ö.ä. erstarrte Schmelze tippen. Was da auf der braunen Kruste noch so zu sehen ist könnten entweder kleine, fast idiomorphe Periklase sein oder ein anderes Mineral, welches sich aus dem Tiegelmaterial gebildet hat. Ich denke mal, Haubi hat recht. Hinzu kommt, das ein Wanderer mit Mineraliensammeltendenzen sicher eher irgendwelche syntetischen Produkte verschenken würde als echte Mineralstufen.

Bei euren Berechnungen zur Dichte stellen sich mir ja die Nackenhaare auf - aua. Die gute Marion hat wahrscheinlich die Maximalwerte der Abmessungen des Stückes angegeben und ihr berechnet daraus die Dichte - geht gar nicht. Bei so einem zerklüfteten Stück misst man das Volumen durch Verdrängung - fertig. Alles andere ist Lottoziehen.
Wir haben mal versucht die Dichte eines Eisenmeteoriten mittels der Volumenmethode zu berechenen - dummerweise ist der Meteorit etwas wasserempfindlich und wir hatten ihn zum Schutz in Alufolie eingewickelt (war nichts anderes greifbar). Zwei Lagen Alufolie, fest an den ziemlich kompakten Meteoriten (Faustgröße) angedrückt und was kam als Dichte raus - 4.1 bis 4.5 g/cm³. Das Teil war/ist ein reiner Eisenmeteorit (irgendwas zwischen 7.3 - 7.8 g/cm³). Das nur mal als Beispiel, wie man bei Dichtemessungen daneben liegen kann.

strahler1975:
Der Vollständigkeit halber hier noch der Lexikoneintrag zu finden unter "Fälschungen"

- Periklas (tasächl. synthetisch)
- Radenthein, Kärnten, Österreich
- genaue Verbreitung unbekannt! (etwa 1981 bei einem Sammler aufgetaucht und bei Untersuchung als Kunstprodukt
  entlarvt! 1985 auf einer Börse verkauft!)
- synthetisches Kunstprodukt; nachgewiesener Abbau von Magnesit und Verarbeitung zu verschiedenen   
  Magnesiumwerkstoffen auf einem Firmengelände in Radenthein, wobei auch synth. Magnesium anfällt!
- deutlich erkennbar die von natürlichem Periklas stark abweichende Erscheinungsform: Grünlich-durchsichtige Farbe,   
  vollkommene, gut erkennbare Spaltbarkeit, fehlende Matrix!
- LAPIS 86/6, 35 (Fälschungen- Montagen-Synthesen, Synthetischer Periklas)

Also schon fast ein Stück Geschichte das Teil - würd ich auf alle Fälle aufheben - Wert ist hier natürlich so gut wie keiner gegeben, aber war dennoch ein nettes Rätsel hier im Forum.

Grüsse
Frank

Krizu:
Hallo,

irgendwie ist mein Beitrag verschwunden.

Das Stichwort ist Skullmelting.
http://www.etp.uni-hannover.de/fileadmin/institut/pdf/Broschuere_Skull.pdf
oder
http://www.youtube.com/watch?v=0LvSysQeKSw

Mit der egal wie berechneten Dichte würde am ehesten MgO in Frage kommen.

BTW: Den Prof zu treffen war die Wahrscheinlichekit 1:6.000.000.000 , also unwahrscheinlich, daher kein synthetischer Zirconia. Dann hätte MArion die Dichte hervorgehoben.

Also dem Augenschein nach MgO - wenn es in Österreich auch hergestellt wird - aus dem Tiegel, also synthetisch.

MfG

Frank

marion:
ok wie gesagt ich habe die grösse nur ca angegeben,,die exacte grösse beträgt 11cm hoch  unten 9 cm breit und 2,8  dick,und eine wage habe ich leider auch grad nicht zur hand aber er wiegt ca wie eine plastikflasche hohes c 1 liter voll, und der wanderer der auch bergsteiger ist oder war hat gesagt er habe ihn in den dolomiten beim bergsteigen gefunden,, und ich glaube nicht der er im tiefsten österreich  wo es so gut wie nix gibt ausser bauernhöfe und natur mit einem plastikstein rumläuft ,also falls ihr mir ein tipp geben könntet wo ich den stein prüfen lassen kann wäre das super,danke

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