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Autor Thema: Mineralien vom Rothenberg / Eifel  (Gelesen 12342 mal)

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Offline Günter Blaß

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #15 am: 02 Jan 12, 13:32 »
Hallo Michael,

obwohl ich mich nicht gerne an solchen Ratespielen beteilige,  haben die Stücke doch mein Interesse geweckt und mich bewogen auch meinen Senf (Vermutungen) dazu zu geben.

1+2 Klinopyroxen-Gruppe
3+4 evtl. amorphe Verwitterungsprodukte
5+6+7 Amphibol-Gruppe
8+9 Tridymit
10 Klinopyroxen (mit Titanit x wie TK schon bemerkte)
11 Klinopyroxen oder Amphibol (können beide auf Quarzkieseln auftreten
12 da aus Kluftparagenese vermute ich gerundeten Leucit. Hyalit tritt fast immer in Verbindung mit Calcitkrusten auf. Auch Cristobalit kann in farblosen Kugeln auftreten.
13 meine Vermutung Hämatit (tritt oft in den Basaltklüften am Rothenberg in kugeligen oder wurstförmigen Aggregaten auf).
14 Titanit
15 Olivin (Fayalit/Fortserit) (tritt oft in den Basaltklüften am Rothenberg auf)
16 bin ich unschlüssig
17 Magnetit

MfG und GA

und allen ein gutes, gesundes und erfolgreiches "Neues Jahr"

Günter Blaß

Offline MichaelP

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #16 am: 02 Jan 12, 21:21 »
Danke Günter und Günter !

eine Kompassnadel habe ich heute bestellt. Dann werde ich die vermeindlichen Magnetite mal testen.

Zu den in den Bilder 5, 6 und 7 gezeigten Amphibolen habe ich noch was vergessen zu erwähnen. Einige dieser Kristalle sind hohl. Wenn man sie von der Spitze betrachtet, sehen sie aus wie ein Vierkantrohr. Im Anhang seht ihr so einen hohlen Kristall zusammen mit einem Mineral der Biotitgruppe.

Das die Bilder 8 und 9 vermutlich Tridymit zeigen, hätte ich nicht gedacht. Ich dachte Tridymit wäre dünner und klarer, so wie in dem zweiten angehangenen Bild, wo Tridymit mit Titanit zu sehen ist (glaube ich wenigstens).

Bei Bild 12 dachte ich spontan an Hyalit, aber die Idee, dass es gerundeter Leucit sein könnte, finde ich klasse. Wenn man sich das (nicht besonders scharfe) Bild genauer ansieht, erkennt man tatsächlich Flächen, die mit stark gerundeten Kanten verbunden sind.
Auf so was kann wohl nur ein erfahrener Eifelsammler kommen.

Die anderen fraglichen Stücke werde ich später noch auf Magnetismus prüfen bzw. bei den Pyroxenen/Amphibolen versuchen, die Winkel unterm Mikro zu erkennen.

Bis dahin Glück Auf
Michael

Offline thothie

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #17 am: 03 Jan 12, 02:44 »
Hi Micha,
erst mal Frohes Neues! :P

Ich schliesse mich den Eifelexperten an und habe auch ähnlich bestimmte Stufen von Rothenburg in meiner Sammlung.

Einzig bei Bild 8., 9. werfe ich mal Chabasit, Var. Phacolit in den Raum:

http://www.mindat.org/photo-42013.html

Das scheint mir auch möglich.

Übrigens zum vorletzten Bild, die dünnen braunen Tafeln, schau da mal bei mindat.org unter Rothenberg, da gibt es meherere Bilder zu Oxyphlogopite! Scheint mir einer zu sein.

LG

Thomas
« Letzte Änderung: 03 Jan 12, 04:09 von thothie »

Offline MichaelP

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #18 am: 03 Jan 12, 09:00 »
Hallo Thomas,
zu Bild 8 u. 9 kann ich noch sagen, dass es ein häufiges Mineral dort ist. Es ist praktisch in Form eines Kristallrasens auf nahezu allen Stufen der Kluftparagenese reichlich vorhanden.
Bei dem Glimmer dachte ich auch zuerst an Oxiphlogopit. Aber da war der Wunsch der Vater des Gedankens.
In dem Thread http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,23453.msg191903.html#msg191903 musste ich erfahren, dass Phlogopit auch möglich ist, und beide nicht visuell unterschieden werden können. Also sollte man das Mineral als Biotit bezeichnen, was ja heute kein Mineral mehr ist, sondern eine Mineralgruppe.
Je weiter sich die Mineralogie als Wissenschaft entwickelt, desto sammlerunfreundlicher wird es. Viele Mineralien lassen sich visuell nicht eindeutig bestimmen und man kann nur noch eine Gruppe auf den Zettel schreiben (Amphibol, Pyroxen, Biotit, ...)
Viele Grüße
Michael

 

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