Hallo,
Auch die Geschiebekunde sollte sich an die Gesteinsarten halten, welche vorhanden sind.
Tut sie doch. Sie betrachtet den Loftahammar-Gneisgranit explizit als Orthogneis.
Doch der Name steht bereits als Terminus.
Würde man sich jetzt an eine Umbenennung der alten Namen machen, würde das ein heilloses Durcheinander bedeuten, da diese Namen international bekannt und anerkannt sind, und sich in div. wissenschaftlicher Lit. finden. Hier auch bei Uni Bremen:
http://www.geosammlung.uni-bremen.de/sammlung/schwerpu/geschiebe2.php3Auch denke ich, das ist meine Meinung, warum sollte man die beschriebenen Gesteine auf biegen und brechen überhaupt umbenennen? "Wir" wissen doch, dass z. B. der Loftahammar-Gneisgranit ein Orthogestein ist, und als solches wird er ja auch behandelt. Auch die Geschiebekunde hält sich an korrekte wissenschaftliche Vorgehensweisen

Die Crux findet sich in vielen wiss. Disziplinen, so auch der Medizin. Manche Krankheiten wurden früher nach dem Entdecker (z. B. Basedow) benannt = Morbus Basedow, andere nach der Pathophysiologie (Multiple Sklerose) = mehrere Sklerosierungen. Früher wurde bei pathologischen Begriffen sehr häufig auf das Altgriechische zurück gegriffen, weil es damals der Trend war, heute werden auch lateinische Ausdrücke benutzt. Aktuell geht der Trend hin zu englischen Krankheitsbezeichnungen.
Die Namensgebung, sei es nun bei Krankheiten oder Geschieben, oder ..., unterliegt einem zeitgenössischen Gedanken, der sich im Lauf der Zeit wandelt, und auch weiter wandeln wird.
Warum sollte man unbedingt an alten Traditionen kratzen? Ich denke, dass wenn die alten Namen so beibehalten werden, es auch mit Respekt dem Erstbeschreiber gegenüber zu tun hat.
Soweit meine Meinung.
Glück Auf!
Der-der-weiss-dass-der-Loftahammar-Gneisgranit-ein-Orthogestein-ist

Jörg