Hallo,
ach nee, die Richtung schon wieder

. Na, da bin ich ja als Deutschlandsammler genau der richtige für. Ich persönlich bin nicht in der Lage, zu den erwähnten Topstufen (seien sie nun aus China oder einer anderen Ecke der fernen Welt) irgendeine Beziehung aufzubauen, die über ein bloßes "ja, sehr hübsch" hinausgeht. Allenfalls bei Klassikern aus England oder Böhmen mag mir so was gelingen.
Ich weiß, es wird einen Aufschrei geben, aber für mich sind diese Stücke nurmehr eine Art edler Nippes. Es fehlt ihnen meiner Meinung nach ein gewisses klassisches Element (ich kann´s nicht anders ausdrücken). Stufen aus China und Südamerika sind für mich "neu", ja steril. Ihnen fehlt ein gewisser Geist, punktum.
Aber bevor man mich hier auch noch in die esoterische Ecke stellt, kommen wir lieber wieder auf die Lust am Sammeln zurück. Selbersammeln kann man ja meist ohnehin nur das, was mehr oder minder vor der Haustür liegt und was es dort eben noch gibt. Derjenige, der nun nicht der ausgesprochene Nur-Selbersammler ist, sollte da auch trennen zwischen dem Erlebnis des Sammelns (was ihm nicht unbedingt etwas für die Sammlung abwerfen muss) und dem Stufenerwerb.
Das stellenweise zu vernehmende Lamentieren, es gäbe in Deutschland nichts mehr, kann ich auch nicht nachvollziehen. Sicher, manches ist dann etwas teuerer als etwas vergleichbares, das schon mal lange mit dem Flugzeug geflogen ist. Aber auch hier wieder mein Wahlspruch: irgendwann kommt alles zu einem guten Preis. Davon, hierzulande Stufen zu finden, wie sie in den klassischen Bergbauperioden vorkamen, davon aber sollte man sich verabschieden. Aber es gibt - siehe Hastenrath und Mimberge - ja auch noch Steinbrüche

.
Was die angesprochenen Magazine angeht: es stimmt, da wird kaum noch über einheimisches berichtet (zumindest in dem Presseerzeugnis aus der bayrischen Landeshauptstadt). Das aber nicht deshalb, weil es nichts zu berichten gäbe, sondern weil der internationalen Glitzerwelt Vorrang gegeben wird (anderes interessiert den Leser ohnehin nicht...). Das mag wohl ein Grund sein, sich aufzuregen, ein Grund für die mangelnde Lust am Sammeln aber sollte es nicht sein. Gibt ja auch noch andere Magazine.
Es stimmt, die Geschmäcker sind verschieden. Aber man kann in jedem Falle auch heute noch eine gute Deutschlandsammlung aufbauen, in der auch gute Eigenfunde drin sind.
Gruß
Andreas