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Autor Thema: Kalkwerk Heidelbach (Erzgebirge) - Quartz psm. Phlogopit? / xenomorphe Quarzkristalle  (Gelesen 3069 mal)

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Offline sapphire

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Hallo liebe Foristi,

bei der Durchmusterung älterer Funde bin ich auf die abgebildeten Kristalle gestossen. Auf der Stufe gibt es neben reichlich "oxydiertem Zeugs" grünen Grossular (auch hier tlw. zu sehen) und milchigen Quartz (als kleine nadelige Kristalle). Ich neige auch hier zu Quartz, bin mir aber nicht sicher, ob noch etwas anderes in Frage käme.

Für Quartz spricht auch die Härte von definitiv > 5. Es irritiert mich allerdings, dass es scheint, dass an einer Stelle (nicht abgebildet, da dafür meine Technik nicht ausreicht) dieses Mineral nahtlos in Grossular übergeht.

Wenn Quartz in Frage kommt, dann ist die Morphologie für mich nur als Pseudomorphose erklärbar. Da Phlogopit von dieser Fundstelle beschrieben ist, war es für mich die naheliegendste Option.

Die Frage wäre also, inwieweit ich mit meiner Annahme richtig liege?

Viele Grüsse
Andreas
« Letzte Änderung: 23 Oct 16, 16:21 von oliverOliver »

Offline Walpurgin

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Ich würde bei einer "Fundstelle Kalkwerk" eher von Calcit ausgehn.

Offline sapphire

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Hallo Michael,

ich vergass, zu erwähnen, dass die reichlich angerottete Stufe einiges an HCl und Oxalsäure überstehen musste. Calcit scheidet daher aus (auch aufgrund der Härte).

Viele Grüsse
Andreas

Offline felsenmammut

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Glück Auf!

vermutlich handelt es sich hier nicht um Pseudomorphosen von Quarz nach einem anderen Mineral, sondern um xenomorphe Quarzkristalle. Dabei konnten sich die Quarzkristalale nicht in ihrer typischen Eigengestalt bilden, sondern wurden während des Wachstums von anderen Mineralien bedrängt. Die Oberflächen der anderen Minerale wurden dabei auf der Quarzoberfläche als Abdrücke konserviert und geben den fremdgestalteten Quarzen somit ihr Aussehen. Das jetzige Aussehen ist also der Resultat vieler anderer Kristalle, die später aufgelöst wurden und jetzt nicht mehr zu sehen sind.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline uwe

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Ich versuche zwar Co-Referate zu vermeiden, in diesem Fall bekräftige ich aber die Aussage von Markus. Die Quarzkristalle von dort zeigen recht oft solche "zerfressene" Strukturen.

Uwe

Offline sapphire

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Hallo,

vielen Dank für eure Einschätzung.

Ich bin deshalb auf Pseudomorphosen gekommen, da durchaus Kristall-Positive zu erkennen sind (was vielleicht auf den Fotos nicht so gut zu erkennen ist).

Aber ihr bestätigt mich auf alle Fälle in Sachen Quarz mit einem wie auch immer behindertem Kristallwachstum.

Viele Grüsse
Andreas

Offline mineralienguenni

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Hallo Leute
Wieso kann Härte 5 definitiv für Quarz sprechen?  Ich denke Quarz hat Härte 7.Klärt mich auf,wenn ich falsch liege.
Glück auf
Günter

Offline sapphire

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Hallo Günther,

du liegst schon richtig. Aber ich schrieb ">5". Das bedeutet im Prinzip zwischen 6 und 10 und schliesst damit Härte 7 ein. Ich traue mir mit einer Ritzprobe (eine Nadel hinterliess keine erkennbaren Kratzer) an solchen recht kleinen Flächen keine präzisere Aussage zu - nur insofern, dass es sicherlich kein relativ weiche Mineral ie z.B. Calcit sein kann.

Viele Grüsse
Andreas

Offline mineralienguenni

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Hallo Andreas
Jetzt wo du es sagst,weiss ich was du meinst :D
Demnächst hab ich meine Lesebrille wieder auf der Nase.
Glück auf
Günter

 

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