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Wachstumsphänomene an Kristallen
Mineralroli:
--- Zitat ---dürfte sich weitere Diskussion erübrigen
--- Ende Zitat ---
alles klar, ich halte mich raus und freu dich das Du Recht hast
Mineralroli:
weitere schöne Beispiele, zwar nicht die beste Bildqualität, aber gut
Wachstumsphänomene an Kristallen
Wachstumsphänomene an Kristallen
berthold:
Hallo,
schöne Beispiele, aber ein wesentlicher Unterschied: Die aufsitzenden Kristalle sind hier nicht orientiert aufgewachsen.
Gruß
Berthold
Mineralroli:
--- Zitat ---Die aufsitzenden Kristalle sind hier nicht orientiert aufgewachsen.
--- Ende Zitat ---
davon war auch keine Rede.
Und noch ein weiteres Bild aus meiner eigenen Produktion - Eigenfund
Josef 84,55:
Hallo Roland,
wie Berthold schon richtig bemerkte, es handelt sich ausschließlich um Pyrit. Warum nun der Pyrit in diesem Fall nadelig gewachsen ist läst sich durch einen durch Strukturfehler bedingten Prozess erklären. Ein Liniendefekt wirkte sich auf einer Fläche stark wachstums-beschleunigend aus. Diese Defekte, auch Versetzungen, engl. Dislocation, genannt, haben die Eigenschaft auf der Fläche immer freie Gitterplätze zu bieten. Die Arbeit, die das System aufwenden muss, um neue Gitterebenen zu bilden, wird dadurch stark vermindert. Zusätzlich könnte eine nicht kristalline Schicht das Wachstum der langsam wachsenden Flächen behindern, was die Verzerrung noch deutlicher machen würde.
Bei dem von Andreas eingefügten Beispiel, gab es in einer zweiten Kristallisationsphase einen Habituswechsel von Nadelpyrit mit Würfelflächen zu Oktaedern, die leicht skelettartig ausgebildet sind. Also eine Parallelverwachsung, neudeutsch Homoepitaxie.
Bei dem ersten Bild das Berthold eingefügt hat, sieht man, dass sich die zweite Generation an den energetisch günstigsten Plätzen gebildet hat, an den Innenecken.
Ein sehr guter Artikel, der deutlich mach, wie komplex sich diese Liniendefekte ausbilden, ist im American Mineralogist:
http://www.minsocam.org/msa/collectors_corner/arc/cuprite.htm
(selber Link wie in Mineralienbilder)
Zu Deinen hübschen Milleriten mit Bravoit, diese sind bis auf die Drehung im letzten Bild nicht ungewöhnlich verzerrt.
Grüße Josef
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