Hallo,
Die Eisen-Mangan-Formation ist (zumindest, was die bisher gesehenen Lagerstätten betrifft) schon recht eintönig. Da hast du Hämatit, Quarz, evtl. Baryt und Calcit und halt Manganminerale. Das gibts so im Harz, im Erzgebirge und im Schwarzwald sowie im Thüringer Wald. Die Bildungsbedingungen dürften recht ähnlich sein.
Ein 2. Typus sind Oxidationszonen (Eiserne Hüte) von Siderit-führenden Lagerstätten, wobei Mn-haltiger Siderit bei der Oxidation in Mn-Oxid (meist Kryptomelan, Pyrolusit oder Todorokit) und Eisenhydroxid (meist Goethit, Limonit) zerfällt. Das hat man u.a. im Siegerland und tw. auch im Schwarzwald (z.B. an der Grube Clara, wo über 16 verschiedene Mn-Minerale vorkommen).
Dann gibt es auch noch Mn-Erze in Karsthohlräumen im Kalkstein (z.B. Gießen), in submarinen Konkretionen (Manganknollen der Tiefsee, Limonitkonkretionen, Eisenoolithe und Trümmererze im Peine-Salzgitter-Gebiet).
Was ich empfehlen könnte, ist die ausführliche Abhandlung Faisi, Salich(1951) Die Eisen- und Manganerzgänge von Eisenbach (südöstl. Schww.) und ihre tektonische Stellung, Neues Jb. Mineral. Abh. Bei Interesse schick mir eine PN wegen der Bezugsquelle.
Ich selber sammle ausschließlich Mineralien aus Baden-Württemberg, v.a. Schwarzwald, darunter auch Manganmineralien. Fotos müsste ich erst machen.
Leider stösst man schnell an die Grenzen der Bestimmbarkeit. In der Gegend (Schwarzwald) ist es häufig Pyrolusit, Kryptomelan, Manganogel oder Todorokit. Hab im Rahmen meines Studiums (buin Diplom-Mineraloge) häufiger mal Stücke geröntgt (XRD). Dabei erwiesen sich sogar perfekte Kristalle, die als Romanéchit angesprochen waren, als röntgenamorph, also Manganogel. Eine Probe nierig-schaliges Erz vom Silberbrünnle zeigte neben Kryptomelan Ramsdellit.
Hausmannit, Braunit, Hollandit und Romanéchit sind weitere, dort vorkommende Minerale. In Co-haltigen Lagerstätten wie Wittichen fand sich Asbolan.
Glück Auf!
Smoeller