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Manganminerale
Mangan-TIM:
Hallo der andere Michael,
man das ist ja Streß hier. Klar kannst du weiter helfen. Was gibt es denn bei euch so zu finden? Besonders Pseudomorphosen interessieren mich. Vergleiche der einzelnen Lagerstätten sind extrem wichtig. :o
Wie sieht es denn bei euch aus, nur Pyrolusit oder auch anderes??? Aber Pyrolusit kann ja auch super schön aussehen.
Glück Auf
Thilo
smoeller:
Hallo,
Zu den anderen Punkten schreib ich noch was.
Manganogel ist amorphes Manganhydroxid, analog zum Siderogel (amorphes FeO(OH)). Der Name hat sich leider noch nicht durchgesetzt. Trotzdem verwende ich ihn immer, da er extrem hilfreich ist. Kollomorph ist schon nicht ganz verkehrt, die meisten dieser amorphen Verbindungen sind ursprünglich tatsächlich aus Gelen entstanden.
Der Ramsdellit tritt in dem genannten Stück nur als untergeordneter Bestandteil in dem feinkörnig-schaligen Material auf. Rein vom Handstück geht da nix mit der Bestimmung, da braucht man immer eine Röntgenuntersuchung. Leider bin ich im Moment nicht an der Uni, so dass ich keine Untersuchungen mehr machen kann. Muss das Material entweder zur Analyse einschicken oder halt an der Uni vorsprechen. Da kann ich keine größeren Probenanzahlen messen.
Wenn ihr Hilfe bei der Auswertung/Interpretation von Analysen braucht, oder Fragen dazu habt, dann kann ich eurem Verein gern behilflich sein.
Glück Auf!
Smoeller
Mangan-TIM:
Hallo,
ich freu mich endlich mal jemanden gefunden zu haben, der sich mit Mangan auskennt.
Wenn ich das so richtig lese ist Ramsdellit nicht wirklich von Pyrolusit zu unterscheiden. Da gibt es keine Vermutung? Einen Hinweis, oder so?
Pyrolusit hat ja wahrlich viele Gesichter.
Das Manganogel tritt viel oder eher seltener in Erscheinung? Und wie sieht das aus?
Glück Auf
Thilo
smoeller:
Hallo,
Der Ramsdellit sah in dem Falle wie das ganze übrige Mineralgemenge aus, das hätte alles sein können. Kristallisierte Ramsdellite sehen meines Wissens Pyrolusit extrem ähnlich, da braucht man immer eine XRD.
Manganogel ist wohl recht häufig, sieht nicht anders aus als die übrigen schwarzen Manganminerale auch. Das eine Stück von der Clara (der vermeintliche Romanéchit) wäre sicher als Romanéchit in der Sammlung gelandet, hätte ich nicht just in dem Moment einen XRD-Kurs an der UNi besucht und Proben gebraucht. Leider gibt es kaum detaillierte Untersuchungen dieser ganzen schwarzen Krusten und Knubbel, die überall in den Lagerstätten des Schwarzwaldes vorkommen (ausser von der Grube Clara), daher lässt sich über Häufigkeiten von Manganogel nur spekulieren. Ein leider sehr unsicheres Merkmal ist, dass amorphe Hydroxide (Sidero- und Manganogel) im Gegensatz zu den kristallinen nie einen strahligen oder faserigen Bruch eigen, wenn man die Aggregate aufbricht. Es erscheint eher glasartig und glasglänzend mit muscheligem oder splittrigem Bruch (wie braunes oder schwarzes Glas). Leider gibt es auch schlecht kristalline Eisen-/Manganhydroxide (beim Eisen ist das in der Regel das, was man Limonit nennt). Die lassen sich ohne XRD nicht vom amorphen Manganogel oder Siderogel trennen.
Glück Auf!
Smoeller
Harzsammler:
--- Zitat von: Mangan-TIM am 03 Nov 12, 19:01 --- Hast du Pseudomorphosen gefunden, und wenn ja welche?????
--- Ende Zitat ---
Ja, ich hab von Ilfeld: Manganit nach Calcit, Hämatit nach Manganit, Hausmannit nach Manganit, Wad? nach Calcit
und von Öhrenstock Pyrolusit nach Calcit.
Michael
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