https://www.mineral-bosse.dehttps://fossilsworldwide.de/https://edelsteintage-bremen.de

Autor Thema: Manganminerale  (Gelesen 52661 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline raritätenjäger

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.837
  • Mineraliensammler
Re: Manganminerale
« Antwort #75 am: 25 Nov 12, 22:08 »
Hallo,

zu den Groutiten von Ilfeld muss man sagen, dass das meiste keine Groutite sind, sondern nur mehr oder weniger "ungewöhnliche" Manganite! Da ist vieles einfach pauschal ohne Analyse als Groutit verkauft worden und manch Zeitgenosse hat sich "drangehangen", nach dem Motto: na, sieht schon so ähnlich aus, wird schon stimmen...

Die berühmtesten deutschen Groutite kamen von Bülten-Adenstedt bei Peine, einer Eisenerzgrube. Da ist heute aber garantiert nichts mehr zu finden. Derben Groutit soll es gegeben haben von Hammersiesenbach im Schwarzwald, da habe ich aber niemals auch nur einen Krümel von gesehen.

Gruß
Andreas

Offline michael berghäuser

  • ***
  • Beiträge: 436
  • Diplom-Geologe und Mineraliensammler
    • Schöne Mineralien aus Deutschland und Namibia
Re: Manganminerale
« Antwort #76 am: 26 Nov 12, 09:53 »
Hallo Thilo,

Fotos gibt es unter

„Der Aufschlus „
Zeitschrift für Mineralogie und Geologie, extra Ausgabe 2/3 mit dem Titel:
„ Der Emser Gangzug“ erschienen.
Verfasser sind: Andre´Seliger, Dieter E. Buchert und Thomas Noll
Dazu gibt es eine CD-ROM mit sehr guten Abbildungen.

Beides ist zu beziehen über:
Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie ( VFMG ) e.V.
Blumenstraße 40
69120 Heidelberg

Gruß

Michael

Offline franksch

  • ***
  • Beiträge: 343
Re: Manganminerale
« Antwort #77 am: 26 Nov 12, 20:23 »
Hallo Thilo,
natürlich ist das Thema Mangan-Oxide nicht ganz uninteressant. Aber am Beispiel der Grube Clara (von anderen Fundorten hab ich keine Ahnung, denke aber, das es ähnlich sein wird) weiß jeder, dass die Bestimmung schwierig ist. Das führt dazu, dass die MnO dort kaum noch beachtet werden. In meiner Sammlung gibt es ein Sammel-Mineral "Mangan-Oxid" für alle nicht bestimmten Mangan-Oxide. Fotos:
Bild 1:   untersuchter Romanechit aus einem Fund von 2011
Bild 2:   nicht untersuchtes Mangan-Oxid (Fund 2005)
Ich finde beide schön, auch wenn sie grauschwarz sind.

Viele Grüße aus Berlin-Lichtenrade
franksch

Offline Mangan-TIM

  • ***
  • Beiträge: 180
  • Manganfreak
    • Mangan-Thilo
Re: Manganminerale
« Antwort #78 am: 27 Nov 12, 19:32 »
Hallo Franksch,

Manganoxide haben etwas ganz spezielles, sie sind in ihrer Artenvielfalt, Ausbildung und nicht zu vergessen die Pseudomorphosen wahrscheinlich mit eines der wandlungsfähigen Mineralgruppe. Und bei Manganerzlagerstätten sind da ja meist noch die Begleitmineralien, die auch wieder durch Mangan ersetzt werden können. Kommt dann noch Eisen mit ins Spiel, so kann ein Sammler mit etwas Glück eine stattliche Lagerstättensammlung aufbauen. Und bei jedem neuen Betrachten der Stufen findet man immer wieder etwas neues, was vorher vielleicht aus Unwissenheit übersehen wurde.

Bei deinen beiden Bildern würde ich aus der Kalten beides für Romanechit halten, wenn das erste Bild sicher bestimmt ist. Kann mich aber bei dem zweiten Bild auch total irren. Ich gehe mal davon aus, das die Fundstelle die gleiche ist. Dann könnte es sein. Aber ohne sichere Bestimmung  :o . Die Grube Clara hat so viele Minerale gebracht, dass ich nicht mal ein Hartmanganerz ausschließen kann. Bei reinen Manganerzlagerstätten ist das manchmal etwas einfacher. Aber wenn man weiß, dass die harten Manganerze sich ohne Probleme bei der Bildung mischen können, je nach momentanem Lösungspotential und den beigefügten Elementen in der Lösung, dann wird es ganz schwierig. Aber es bleibt spannend beim Sammeln. Haben gerade eine kontroverse Diskusion über Pyrolusit - Ramsdellit am Start. Ist echt interessant und man lernt ja bekanntlich nie aus.

Glück Auf

Thilo


Offline Mangan-TIM

  • ***
  • Beiträge: 180
  • Manganfreak
    • Mangan-Thilo
Re: Manganminerale
« Antwort #79 am: 29 Nov 12, 19:30 »
Hallo,

muß ich hier alle mal wieder treten, um sich zu melden >:(. Das soll hier eigentlich eine allgemeine Diskussion über Manganminerale werden. Hier ist jeder herzlich eingeladen, der sich für Mangan, oder Lagerstätten von Mangan, oder ähnliches interessiert :o. Habt keine Scheu, hier lacht keiner über Laien, das ist ein sehr kompliziertes Thema. Schreibt doch einfach über eure Beobachtungen an Fundpunkten usw., der eine oder andere kennt sich ja vielleicht damit aus und kann helfen. Ich kenne mich auch nur in Thüringen aus, aber wenn jemand dazu eine Frage hat, keine Scheu - einfach stellen. ;)

Glück Auf

Thilo

Offline Mangan-TIM

  • ***
  • Beiträge: 180
  • Manganfreak
    • Mangan-Thilo
Re: Manganminerale
« Antwort #80 am: 03 Dec 12, 18:40 »
Hallo,

wenn hier keiner mehr was zu schreiben hat, dann kann ich diesen Beitrag im Forum hier auch schließen lassen. Ist ja nur sinnlose Platzvergeudung dann  :o.
Ich danke allen, die sich an der Diskussion beteiligt haben.

Bis vielleicht mal wieder in einem anderen Beitrag

Glück Auf

Thilo

Offline Mangan-TIM

  • ***
  • Beiträge: 180
  • Manganfreak
    • Mangan-Thilo
Re: Manganminerale
« Antwort #81 am: 16 Dec 12, 15:18 »
Hallo an die Sammlerschaft,

wer hat Ahnung von Todorokit????????????????? Kommt der nur in wenigen Manganfundpunkten vor, oder ist der mehr verbreitet als man denkt?? Ich denke da an die klassischen Fundorte, wie Ilfeld, Oehrenstock, Arlesberger Revier, auch das Siegerland. Gibt es da Literatur?? Auch an Friedrichroda denke ich da gleich, wobei ich bei vielen Besuchen am Gottlob nie strahliges Manganerz gefunden habe. Kann man Todorokit visuell erkennen???

Offline smoeller

  • ******
  • Beiträge: 5.369
  • Diplom-Mineraloge
Re: Manganminerale
« Antwort #82 am: 16 Dec 12, 16:01 »
Hallo,

Zumindest im Schwarzwald ist Todorokit recht verbreitet, auch wenn nur wenige Fundorte in der Literatur auftauchen. Zu den sicheren Fundorten gehören die Grube Caroline bei Freiamt, Clara bei Oberwolfach, Gottesehre bei Urberg u.a. Gefunden habe ich ähnliches Material u.a. schon am Schauinsland. Literatur sollte im Lexikon unter den jeweiligen Fundorten zu finden sein.

Es handelt sich um foliendünne, braunschwarze, hochglänzende blättrige xx, die in Büscheln frei in Drusen sitzen. Teilweise sind die Kristalle auffallend silbrig glänzend. Damit sticht der Todorokit aus der Masse der Mn-Minerale heraus. Allerdings können auch Kryptomelan, Césarolith und Ranciéit sehr ähnllich aussehen. Sicher gelingt die Bestimmung nur per Analyse.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Gerdchen

  • *****
  • Beiträge: 786
Re: Manganminerale
« Antwort #83 am: 16 Dec 12, 16:09 »
Hallo,

wir konnten in Stromberg ebenfalls Todorokit feststellen. Kommt oft als grauschwarzer Überzug auf Calcit vor, wurde aber erst vor kurzem durch eine Analyse genau bestimmt. Ich denke mal, er ist recht weit verbreitet, wird aber nicht erkannt.

Gruß
Gerdchen


Offline wilbi

  • ***
  • Beiträge: 418
    • Harzer-Mineralien
Re: Manganminerale
« Antwort #84 am: 17 Dec 12, 21:16 »
Hallo, auch im Harz sind zwei weitere Fundstellen beschrieben für Todorokit,
einmal die Glücksradhalde bei Oberschulenberg (Lapis Nr.1/1986 (Wittern und Schnorrer-Köhler) und im Harzburger Gabbro (Aufgeführt in Mineralien des Harzes von Dallosch/Bode).
Als Anhang noch ein Fotoausschnitt von ca. 1 cm aus einem Groutit von Emilie/Bülten.

Offline Harzsammler

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 1.887
Re: Manganminerale
« Antwort #85 am: 17 Dec 12, 23:13 »
Aus dem Harz ist Todorokit auch vom Steinbruch Winterberg, Bad Grund bekannt. (Aufschluss 4/2002).
In den Kalkbrüchen von Elbingerode habe ich ähnliches Material gefunden, ist aber nicht analysiert.
Auf der Mineralienliste von der Grube Wolkenhügel, Bad Lauterberg ist er auch aufgeführt.

@Thilo, welchen Kalkbruch von Elbingerode bezeichnest Du als "Neuen Kalkbruch" ?

Michael
« Letzte Änderung: 18 Dec 12, 00:14 von Harzsammler »

Offline harzforelle

  • ***
  • Beiträge: 344
Re: Manganminerale
« Antwort #86 am: 18 Dec 12, 13:04 »
Hallo,
auch von mir ein Beitrag dazu : auch ein nicht untersuchts Mangan-Oxid von der Harzeburg/Ilfeld. Allein von hier gibt es mannigfaltige (über 100!?) Pseudomorphosen: Manganminerale/Baryt/Calcit/Hämatit.
Alle Funde zweifelsfrei analysieren zu lassen würde wahrscheinlich jeden Rahmen sprengen. Also belasse ich es meistens bei "Manganoxid"

GA Jochen

Offline Uwe Kolitsch

  • Sponsor 2025
  • *
  • Beiträge: 3.356
    • Uwe Kolitsch, NHM Wien
Re: Manganminerale
« Antwort #87 am: 18 Dec 12, 15:14 »
"... ist der mehr verbreitet als man denkt??"

Ja, definitiv. Nach meiner Analysenerfahrung ist Todorokit das häufigste der sekundären Mn-Oxidmineralien.


"Kann man Todorokit visuell erkennen???"
Nein - er kann sehr vielgestaltig auftreten.

Offline harzforelle

  • ***
  • Beiträge: 344
Re: Manganminerale
« Antwort #88 am: 18 Dec 12, 17:05 »
Hallo,
übrigens hier noch ein Nachtrag zu den zig Pseudomorphosen des Mangans: Manganit pseudomorph nach Calcit, ebenfalls Harzeburg/Ilfeld - Fund 1995.

GA Jochen

Offline harzforelle

  • ***
  • Beiträge: 344
Re: Manganminerale
« Antwort #89 am: 18 Dec 12, 18:58 »
Hallo,
und zur selben Umfassenden Thematik noch ein Zusatz zu den vielfältigen Pseudomorphosen des Mangans:
Manganit pseudomorph nach Baryt Harzeburg Ilfeld Fundjahr 2002.ö

GA Jochen