Hallo,
Das erste ist in der Tat ein Stück Schlacke. Dürfte vor allem der silikatische Anteil sein, der oben auf der Schlackenhaut schwimmt. Metallschlacken sind dichter und dunkler und verraten sich durch auffällige Sekundärminerale. Ist vermutlich SiO2 mit Olivin (Fayalit) und möglicherweise geringen Mengen Pyroxenen und Ca-Silikaten. Eine genaue Bestimmung der Mineralien in der Schlacke erfordert Röntgendiffraktometrie. Für die Elementbestimmung brauchst du EDX oder Massenspektrometrie. Eine Analyse mit allem kostet so 60-70 Euro. Einfache Tests: Wenn auffällige Sekundärbildungen vorhanden wären, könnte man aus deren Farbe ein wenig auf die Zusammensetzung schließen, zudem lassen sich daran dann einfache Tests auf die Elemente Kupfer, Blei oder Zink machen. Silber kann man schlecht auf diese Weise untersuchen, man braucht dann schon konzentrierte Salpetersäure, Blausäure oder Quecksilber (ziemlich giftig und für den Hausgebrauch nicht zu empfehlen), oder halt die oben genannten Analysemethoden.
Das zweite sieht nach einer durch ein Karbonat (Siderit, Ankerit, eisenhaltiger Dolomit) verkitteten Quarzbrekzie aus. Das Karbonat ist oberflächlich zersetz und in Limonit (gelbbraun, "Rost") umgewandelt.
Glück Auf!
Smoeller