Hallo,
ich kaue gerade an der Genese der Zwillingsbildung im vorliegenden Fall rum.
Das Geschiebe ist ein Rhombenporphyr vom Moen-Typ (steht nur in der Gegend um Moen und Steinshold, ca. 20 km NE Skien an).
Der große sternförmige Einsprengling aus tenärem Feldspat (Anorthoklas), misst 3 cm.
Ich meine, dass es sich um eine Vezwilligung nach dem "Roc-Tourne-Gesetz" handelt (Albit-Gesetzt = gestapelt + Karlsbader-Gesetz = gegeneinander verschoben).
Normaler Weise sind die Feldspat-Rhomben in Rhombenporphyren bereits im flüssigen Magma vorhanden, die schnelle Abkühlung in der Lava unterbindet die weitere Kristallisation.
Die Sternbildung, nur im RP vom Meon-Typ und im RP 3 zu beobachten, würde demnach auf eine eher langsame Abkühlung hinweisen wie es für Ganggesteine typ. sein kann. Das ist aber hierbei nicht der Fall.
Meine Frage: Wie konnte es zu einer solch ausgeprägten Verzwilligung kommen, welche für die beiden genannten RP-Typen charakteristisch ist - könnten noch weitere Gesetze als Roc-Tourne in der Zwillingsbildung involviert sein?
Könnte eine Genese als Transformationszwilling mit in Betracht kommen (Wechsel im Kristallsystem während der Abkühlung), da K-Na-Feldspat-Kristalle (triklin) während der Bildung zuletzt mit Kalifeldspat (Hochtemp. = monoklin) gesäumt wurden?
Wem fällt zu der Sternbildung in diesem speziellen Fall etwas ein?
Danke schon mal im Voraus.
Jörg