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Obsidian im Westerwald? / nein
Wegschmeißit:
Hallo
Wo ist die DVD denn erhältlich? Und was kostet sie?
GA
Dirk
Mark77:
Hallo Günter,
danke für die Info. Ich kenne mich damit nicht so aus! Ich hab eine kleine bescheidene Sammlung von Obsidianen und auch eine Probe Pechstein aus dem Triebischtal, aber glasige Vulkanite aus dem Westerwald fehlen mir noch. Wie sind denn da die Brucheigenschaften des Materials ausgeprägt?
Interessiert mich jetzt sehr aus der archäologischen Perspektive.
Glück auf!
Markus
Günter Blaß:
Hallo Markus,
der Bruch ist sehr ähnlich dem von Glas (spröde, muschlig).
MfG u. GA
Günter
Mark77:
Danke Günter!
Gibt es Bildmaterial zu den glasigen Vulkaniten?
Glück auf!
Markus
Günter Blaß:
Hallo Mark,
zum Bildmaterial siehe meinen ersten Beitrag zum Thema.
Hallo Dirk,
die DVD ist zum Preis von 59€ (bzw. 39€ wenn die Vorgängerversion legal in Ihrem Besitz ist) gegen Vorkasse zu bestellen bei
Franz-Josef Emmerich
Vulkanstr. 4
50735 Köln
f.emmerich@netcologne.de
Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung was die DVD bietet:
DVD „Minerale der Vulkaneifel“
von G. Blaß, F.J. Emmerich, H.W. Graf
Unterstützt durch Stiftung Strahlen
Vorwort zur Version 2011/1.0
Diese DVD- behandelt die vulkanische Eifel als Fundgebiet für Mineralien.
Die Mittelgebirgslandschaft der Eifel ist ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Sie erstreckt sich linksrheinisch von der Mosel im Süden bis zur Niederrheinischen Bucht im Norden und vom Rheintal im Osten bis zum „Hohen Venn“ als westlicher Begrenzung.
Der überwiegende Teil der Eifel wird durch herausgehobene und gefaltete Schichten des Devons geprägt. Einen besonderen Reiz hat die Eifellandschaft vor allem in den Gebieten mit jungem Vulkanismus. Die erste vulkanische Phase, als „Hocheifelvulkanismus“ bezeichnet, ist tertiären Alters (etwa 46-16 Mill. Jahre v. u. Zeit). Wesentlich später, vor etwa 1 Mill. Jahren im Quartär, begann die vulkanische Aktivität in der Westeifel („Westeifelvulkanismus“) und endete vor 10 000 Jahren. Es sind hier mindestens 240 verschiedene Ausbruchstellen bekannt.
Ebenfalls im Quartär, ungefähr vor 0,7 Mill. Jahren setze auch in der Osteifel im Gebiet des Laacher-Sees vulkanische Tätigkeit ein. Sie gipfelte in den gewaltigen Bimsausbrüchen vor etwa 11 000 Jahren, die große Gebiete mit einer mächtigen Bimsdecke überzogen und auch Ursprung des Laacher-Sees sind. In der Osteifel sind mehr als 80 Ausbruchstellen von Vulkanen bekannt.
Die vielseitige Landschaft und hier vor allem die vulkanisch geprägten Gebiete, haben schon sehr früh das Interesse der Naturforscher erweckt. Seit mehr als 200 Jahren ist die Eifel Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher, auch mineralogischer Untersuchungen und Veröffentlichungen. Vor allem der zu Beginn des technischen Zeitalters stark angestiegene Abbau und Verbrauch von Basalt, Schlacken, Bims sowie die Einführung besserer Untersuchungsmethoden führte auch zu neuen und bedeutenden Mineralfunden sowie zur Entdeckung neuartiger Mineralparagenesen. Eine erste Zusammenfassung der verstreut in vielen verschieden Zeitschriften erschienenen Arbeiten gab BRAUNS (1922). Spätere Veröffentlichungen von Mineralneufunden sind dann erst wieder in einer Monografie von HENTSCHEL (1983 und 1987) über die Minerale der Vulkaneifel berücksichtigt.
Das hervorragend aufgebaute Handbuch war einer ganzen Generation Sammlern von Vulkaneifelmineralen ein ständiger, unentbehrlicher Begleiter und hat als Grundlage für die 1. Auflage und auch für die jetzige 2. Auflage dieser DVD gedient.
Seit Erscheinen dieser zusammenfassenden Monografie über die Mineralien der Eifelvulkane waren mehr als 20 Jahre vergangen als wir 2006 mit der 1. Auflage der CD-„Die Minerale der Vulkaneifel“ den Stand der damals bekannten Erkenntnisse neu zusammenfassten.
Durch die wesentlich verbesserten Untersuchungsmethoden und den Fleiß der Sammler wurden bis heute wieder eine Vielzahl neuer Minerale entdeckt und beschrieben, sowie neue Erkenntnisse zur Mineralogie des Eifeler-Vulkangebietes gewonnen.
Dies und die inzwischen durch digitale Mehrschichtaufnahmen deutlich verbesserte Fototechnik haben uns bewogen eine 2. Auflage anzufertigen.
Unsere Intention, den vollständigen und aktuellen Stand der Erkenntnisse über die Minerale und die Mineralogie der Vulkaneifel in kurzer, aber möglichst vollständiger Form darzulegen, sollte dabei erhalten bleiben. Dem Nutzer soll ein unentbehrliches Nachschlagewerk an die Hand gegeben werden, welches alle Informationen über die Vulkaneifel-Mineralogie enthält, sodass er zunächst keine weitere Literatur benötigt. Dies in Form einer DVD zu bewerkstelligen schien uns sinnvoll, weil auf diese Weise preisgünstig eine Vielzahl an Bildern und Zeichnungen mit eingebunden werden können und jederzeit ohne größere Schwierigkeit ein „update“ möglich ist. Wurden bei HENTSCHEL insgesamt 188 anerkannte Minerale beschrieben, so erhöhte sich deren Anzahl bis 2006 auf etwa 300 verschiedene Spezies. Bis heute hat sich deren Anzahl auf 364 von der IMA anerkannte Minerale erhöht. Insgesamt werden von uns 34 Minerale mit Typlokalitäten aus der Vulkaneifel beschrieben. Alleine vom wohl mineralreichsten Fundort, dem Bellerberg, sind jetzt etwa 206 Minerale bestätigt. Von diesen sind sogar 19 Erstbeschreibungen mit Typlokalität Bellerberg und Weitere sind zur Neuanmeldung bei der IMA in Arbeit.
Nach dem aktuellen Stand (Ende 2011) wurden insgesamt 613 Literaturstellen für die Beschreibung der Minerale und der Fundstellen ausgewertet. Dabei sind sowohl wissenschaftliche als auch populärwissenschaftliche Arbeiten berücksichtigt. Eine bibliographische Auflistung aller Zitate findet sich in einer Literaturtabelle. Um Verwirrungen zu vermeiden wurde die Nummerierung bei HENTSCHEL von uns übernommen und weiter ergänzt.
In der Auflistung und Mineralbeschreibung sind nur Minerale aus der Vulkaneifel aufgeführt, welche in wissenschaftlichen- oder Sammler-Zeitschriften bzw. Büchern veröffentlicht oder von uns selbst eindeutig bestimmt wurden. Eine Gewährleistung für die Richtigkeit der Angaben können wir nur für unsere eigenen Veröffentlichungen und Bestimmungen übernehmen.
Sollte jemand der Meinung sein, weitere, nicht aufgeführte Minerale des Gebietes zu besitzen, so bitten wir um Information. Wir sind nach Rücksprache gerne bereit, eine zuverlässige Bestimmung zu veranlassen und das entsprechende Mineral nach analytischer Bestätigung in die DVD aufzunehmen.
In dieser Neuauflage der DVD werden insgesamt 364 verschiedene Mineralspezies von den verschiedenen Fundorten ausführlich beschrieben. Neben allgemeiner und spezieller Beschreibung werden für jedes Mineral die chemische Formel (nach Hölzel), das Kristallsystem und der Systematik-Code nach Hölzel, Strunz und Lapis angegeben. Weiterhin wird auf bekannte Zwillingsbildungen und epitaktische Verwachsung mit anderen Mineralen eingegangen.
Dazu enthält die DVD etwa 3300 typische Mineralfotos, die ständig ergänzt werden (teilweise auch elektronenrastermikroskopische Aufnahmen). Bei den Bildern wurde nicht immer auf künstlerische Qualität geachtet, es wurden auch weniger ästhetische, aber aussagekräftige Fotos eingebaut. Von den meisten Mineralen sind Shape-Kristallzeichnungen vorhanden, die zum großen Teil auf der Grundlage von gemessenen Formen und Indizes beruhen. Sie sind meist idealisiert dargestellt oder auch an die real gefundene Kristallmorphologie angepasst.
Bei der Fundortbeschreibung haben wir neben den wichtigsten, heute noch ergiebigen Fundstellen auch aufgelassene Fundstellen berücksichtigt, die besondere Minerale, Mineralparagenesen oder besondere Mineralausbildungen geliefert haben. 44 Fundstellen sind genauer beschrieben, teils mit Fundstellenfotos, den jeweils aktuellen Minerallisten und vielen Fotos der dort vorkommenden Minerale.
Nicht zuletzt der aktiven Mithilfe vieler Sammler ist es zu verdanken, dass wieder eine große Anzahl neuer Minerale mit Typlokalitäten in der Vulkaneifel beschrieben werden konnten. Aber auch die zahlreichen Neufunde für die Vulkaneifel sind bemerkenswert. Außerdem konnten dank ihrer Mithilfe von vielen schon bekannten Mineralen weitere Vorkommen entdeckt oder Exemplare mit abweichenden Eigenschaften oder Paragenesen gefunden und beschrieben werden.
Auf die gegenwärtigen Fundmöglichkeiten wurde absichtlich nicht eingegangen, weil sich je nach Abbaufortschritt in den Steinbrüchen und Gruben die Situation sehr schnell ändern kann und dann die beschriebenen Fundmöglichkeiten nicht mehr korrekt den jeweiligen Zustand wiedergeben.
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