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Obsidian im Westerwald? / nein

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Mark77:
Hallo Ingo,

in Deutschland gibt es (leider) keine Obsidian-Vorkommen.
Die nächsten Vorkommen befinden sich erst in den Karpathen, im südlichen Italien und Griechenland sowie einige weitere Länder in Richtung Südosten-Osten.
Die Blasen sind auch ein Indikator für Schlacke.

Glück auf!
Markus

smoeller:
Hallo,

Schlacke würde ich auch sagen.

Es gibt nur ein Vorkommen glasiger Vulkanite, aber von eher graugrüner Farbe, in Deutschland, die zumindest Obsidian näher kommen und lokal auch so genannt werden: Der Wingertsberg bei Mendig in der Eifel.

Glück Auf!
Smoeller

MartinB:
Ähm, ahnungslos, weil, betrifft nicht mein Interesse. Aber gibt es nicht im Triebischtal irgendwo einen Glasfelsen? Irgendwas mit grünem Pechstein? Ich lasse mich gern korrigieren, wünsche mir aber keine allzu lehrerhafte Entgegnung, ist nur so mal quer reingedacht. Und ich weiß, dass Pechstein kein Obsidian ist.

Mark77:
Ja, das Triebischtal gibts auch noch. Da ich gestern nicht an meine Datenbank drankam, konnte ich den Namen nicht raussuchen.
Aber wie du bereits geschrieben hast, ist es ja auch kein Obsidian und ist auch sehr bröckelig. Pechstein kommt aber auch noch andernortes im Sächsischen Vulkangebiet vor.

Glück auf!
Markus

Günter Blaß:
Hallo Smoeller, hallo Mark 77    ???

ich möchte hier kurz darauf hinweisen, dass es in der Eifel mehrere Fundstelle für vulkaische Gläser (Obsidian?, glasige Vulkanite) gibt.


Dazu nachfolgend ein Auszug aus der DVD "Die Minerale der Vulkaneifel" (Blaß et al. 2012)

Auch wenn die amorphen Gläser streng genommen nicht zu den Mineralien zählen,
so sind sie doch aufgrund Ihres Vorkommens in den Auswurfsmassen der Vulkaneifel und ihrer schönen und interessanten Ausbildung für den Sammler von Vulkaneifel-Mineralien ein gern gesehener Beifund und sollen deshalb auch in dieser Beschreibung nicht fehlen.

Die Gläser der Vulkaneifel sind nach den vorliegenden Analysen Alkali-Silkat-Gläser.

Besonders schöne, klare, farbige Gläser, teils sogar in schleifwürdiger Qualität, fanden sich am Rother Kopf in der Westeifel.

Weniger auffallende Gläser,  zum Teil nur als farblose oder nur sehr schwach gefärbte Glasur auf Fremdgesteinseinschlüssen, sind ebenfalls vom Rother Kopf, vom Emmelberg und vom Herchenberg bekannt.

Außerdem findet man in Schlacken (Wannenköpfe, Nickenicher Sattel, Nick. Weinberg u.a.) für Kleinststufensammler sehr interessante und skurrile Glasgebilde. Die tropfenförmigen, keulenartigen Gebilde sind meist nur max. einige Millimeter groß.

In den Auswursmassen des Laacher-See-Vulkans und anderer Bimsvulkane  (Bims als solcher besteht  zum Großteil  auch auss schaumig aufgeblähtem Glas) wie Wehrer Kessel sind manche Auswürflinge partiell zu Glas aufgeschmolzen. Dabei sind oft kugelige, hohle Gebilde und andere Formen entstanden (Bild), deren Wände extrem dünn sind. Auch sie sind max. 1-2mm groß.

Entspechende Bilder dazu finde sich auf der DVD, im Lapis Sonderband 34 und weiteren Lapisausgaben.

MfG und GA
Günter

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