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Neues Mineralienportrait - Granate und Granat-Supergruppe
Manfred Früchtl:
Hallo Peter,
ich habe heute den ganzenTag damit verbracht Texte die Dich interessieren könnten aus den Buch zu filtern. Ich schicke Dir diese per PN.
Ich kann Dir bei bedarf auch Kopien einiger Seiten zuschicken.
Die Analysen wurden Im Louvre mit PIXE und in München mit Raman gemacht, auch andere Analysen wurden einbezogen.
Eine zerstörungsfreie in-sizu.Analyse der Granate in den Objekten ist mit der Anwendung einer Partikel-induzierten Röntgen-Emmissions-Sonde (PIXE) im Louvre in Paris durchgeführt worden. Dabei wurden bis jetzt über 2000 Schmuckobjekte untersucht.
Eine systematische Untersuchung der Granate und ihrer Einschlüsse mit der Raman-Spektroskopie wurde bei der LMU in München durchgeführt. Bei dieser Methode wird monochromatisches Laserlicht, welches auf ein Volumen von etwa 1 mm³ fokussiert werden kann, inelastisch an Molekülen oder kristallinen Festkörpern mit kovalenten Bindungsanteilen gestreut und ein charakteristisches Spektrum erzeugt. Damit lassen sich nicht nur winzige mineralische und fluide Einschlüsse zerstörungsfrei identifizieren, es können auch die chemischen Hauptkomponenten des Wirtskristalls bestimmt werden.
Jetzt geht es generell darum weitgehends alle Garanatfunde des frühen Mittelalters, Fundstellen zuzuordnen, um Licht in die Handelswege dieser Zeit zu bringen. Dazu müssen aber fast noch alle in Frage kommende Fundstellen untersucht werden , ich denke das dauert noch.
Meine Aussage dass die Frau aus dem Grab 5 " wahrscheinlich eine Tochter oder Enkelin des Ostgotenkönigs Theoderich" geht nur müdlich bei archäologisch Interessierten um und ist nur eine mögliche denkbare Interpretation.
Glas wurde meist nur für Augen oder Schnäbel verwendet, vermutlich weil man ander Farben dafür brauchte.
Noch ein Bild einer Vogel und Fischfibel aus dem Grab 10 in Unterhaching um 500 n.r.
Viel Grüße Manfred
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---Eine systematische Untersuchung der Granate und ihrer Einschlüsse mit der Raman-Spektroskopie wurde bei der LMU in München durchgeführt. Bei dieser Methode wird monochromatisches Laserlicht, welches auf ein Volumen von etwa 1 mm³ fokussiert werden kann, inelastisch an Molekülen oder kristallinen Festkörpern mit kovalenten Bindungsanteilen gestreut und ein charakteristisches Spektrum erzeugt. Damit lassen sich nicht nur winzige mineralische und fluide Einschlüsse zerstörungsfrei identifizieren, es können auch die chemischen Hauptkomponenten des Wirtskristalls bestimmt werden.
--- Ende Zitat ---
Einspruch: Raman ist zwar ein gutes Verfahren aber die Hauptkomponenten eines Kristalls (sprich seine grobe chemische Zusammensetzung) lassen sich in aller Regel nicht bestimmen. Ich schaffe es mit meinem Raman-Spektrometer z.B. nicht einen Almandin von einem Pyrop zu unterscheiden :-[
Gruß
Berthold
guefz:
Hallo Berthold,
--- Zitat von: berthold am 31 Dec 12, 12:55 ---Ich schaffe es mit meinem Raman-Spektrometer z.B. nicht einen Almandin von einem Pyrop zu unterscheiden :-[
--- Ende Zitat ---
welches Gerät verwendest du für diese Messungen? Durch ein Mikroskop oder eher ein Gerät fürs Grobe?
Günter
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---welches Gerät verwendest du für diese Messungen? Durch ein Mikroskop oder eher ein Gerät fürs Grobe?
--- Ende Zitat ---
leider keine Microraman :'( . Nur ein kleines Koffergerät mit Pistolen-Messkopf. Messfeld ca. 2-3 mm Durchmesser. Die Auswertung läuft via USB auf einem Notebook.
Gruß
Berthold
Krizu:
Hallo,
da muss ich Berthold recht geben. Was Raman aber eventuell leisten kann, ist die Asymmetrie einiger Gitterplätze als Ursache für die Doppelbrechung zu zeigen. Die Linien muessten dann meiner Meinung nach polarisationsabhängig aufspalten.
Das ist dann eher der Super-Hi-End-Bereich.
MfG
Frank
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