Hi
Tja, ich glaube ich habe mir inzwischen fast jede anorganische Säure mindestens mal kurz über die Hände gegossen (natürlich nicht beabsichtigt

) und am "gruseligsten" war die konz. Schwefelsäure, weil es in doch recht kurzer Zeit (t < 5s) wirklich unangenehm heiß wird - und man viel Wasser braucht um die runter zu bekommen. Im Vergleich dazu würde ich in Salzsäure schon fast baden. Salpetersäure ist auch immer recht unangenehm, vor allem, weil die Finger danauch so hässlich braun werden. Laugen finde ich persönlich noch viel schlimmer als die Säuren, da man durch die glipschigen Finger praktisch nichts mehr fassen kann und u.U. auch den Wasserhahn nicht mehr aufgekommt. Zudem dauert es ewig, den Schmiereffekt wieder runter zu bekommen. Tip: 30% Schwefelsäure !
Wenn ich mit starken Säuren oder Laugen arbeite, dann immer mit laufendem Wasser in der Nähe. Dann muß man im Fall der Fälle nicht erst umständlich den Hahn aufdrehen und hat die Grütze flott von den Pfoten. Die klobigen Säureschutzhandschuhe nerven eigentlich immer nur: Man hat praktisch kein Gefühl mehr in den Fingern und wer garantiert einem, das die auch wirklich dicht sind. In der Uni hatte jeder zweite Löcher und dann merkt man die Verätzungen erst, wenn sie weh tun - was irgendwie etwas arg spät ist; dann hat man nämlich wirklich lange "Spass" dran. Mein Motto: Respekt ja - Angst nein !
@Frank: Oxalsäure wird doch erst dann wirklich giftig, wenn man das feste Pulver in konz. Schwefelsäure kippt...