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Autor Thema: ... und wieder Ritterzeche  (Gelesen 44351 mal)

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Offline minuwe

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #75 am: 01 Jan 09, 17:46 »
Zitat
habe leider keinen
Nimmste meinen  ;) Weiß man schon mal: U drin oder nicht. Ist auch ganz lustig, damit mal den Hot Spots in den Regalen nachzustellen  :D

Gruß
Uwe

Offline Graul

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #76 am: 01 Jan 09, 18:04 »
Na ja, da bräuchte man schon einen äußerst empfindlichen Geigerzähler, da eigentlich das ganze Material mit Ocker von der Ritterzeche aktiv ist...die Stufen sind ja auch nicht recht groß und Walpurgin ist auch noch mit drauf...

Offline Ametüst

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #77 am: 03 Apr 12, 07:31 »
Hallo alle miteinander,

bei einem Spaziergang am Sonntag habe ich an der Ritterzeche an dem kleinen, noch offenen Bereich ein paar Steinchen eingesackt, die nicht nach Frostschutz aussahen ;).

Unterm Mikroskop zeigte sich dann auch u.a. Bismutit nach Wismut. Ich fand jedoch auch die folgenden, leider nich ganz oder gerade so 1mm-großen Kristalle und wollte fragen, ob das eventuell Walpurgin sein könnte. Leider krieg ich die Bilder nicht besser hin, hoffe, es ist was zu erkennen.

Glück auf, Ines.

Offline Schluchti

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #78 am: 03 Apr 12, 07:52 »
Ja, optisch könnte es Walpurgin sein.

Offline smoeller

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #79 am: 03 Apr 12, 08:16 »
Hallo,

Das ist ziemlich sicher Walpurgin.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Ametüst

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #80 am: 03 Apr 12, 21:39 »
Danke für eure Antworten.

Grüße, Ines.

Offline uwe

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #81 am: 03 Apr 12, 21:57 »
Noch mal etwas zur angeblichen Ritterzeche. Das Material, welches von der Bergsicherung an der Kiche in Schneeberg zutage gebracht wurde (und auf der Halde 371 in Schlema entgelagert wurde), stammt aus dem Gang Persival. Es wurde dort aber nicht etwa abgebaut sondern es handelt sich um Material anderer historischer Gruben in Schneeberg, mit welchen in alten Zeiten (weit vor der Wismutepoche) diese Gänge verfüllt wurden. Es ist also nicht ausgeschlossen, daß hier auch Material vom nicht weit entfernten Walpurgisgang gelagert wurde, so daß es sich bei den reichlich gefundenen Walpurginen duchaus um Material von der namensgebenden Typlokalität handeln könnte.

Gruß
Uwe

Offline Ametüst

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #82 am: 04 Apr 12, 05:33 »
Ok, Uwe, dann werde ich das auch so vermerken. Danke und Gruß, Ines.

Offline Bergmeister

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #83 am: 04 Apr 12, 19:48 »
Es wurde dort aber nicht etwa abgebaut sondern es handelt sich um Material anderer historischer Gruben in Schneeberg, mit welchen in alten Zeiten (weit vor der Wismutepoche) diese Gänge verfüllt wurden.

 ???

Hallo Uwe,

was da zutage gebracht wurde stand auch unten vor Ort an.

Gruß Bergmeister

Offline uwe

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #84 am: 04 Apr 12, 21:57 »
OK, richtige hätte es lauten müssen: Alles wurde dort aber nicht etwa abgebaut sondern es handelte sich überwiegend um Material ...


Uwe

Offline Bergmeister

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #85 am: 05 Apr 12, 19:13 »
Hallo Uwe,

das es sich um Fremdmaterial anderer historischer Gruben und vielleicht sogar vom Walpurgisflachen handeln soll bezweifle ich nach den geschilderten "Vor Ort" Eindrücken eines Befahrers ganz stark. Was dort unten in den Strecken lag war auch an den Stößen sichtbar. Woher hast Du diese Informationen? Verwechselst Du da nicht was mit den Torberniten vom Glücksflachen in der Rödergasse?

Gruß Bergmeister

Offline uwe

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #86 am: 05 Apr 12, 20:57 »
Meine Informationen habe ich auch während einer Befahrung erhalten. Mein Gewährsmann schien mir dabei durchaus kompetent. Damals wurde aus naheliegenden Gründen möglichst nur der Gang aufgefahren. Scheidebänke waren immer übertage. Einen Versatz untertage wie im modernen Bergbau kann ich mir nicht vorstellen.

Natürlich ist die Mineralisation bei alle den Bauen in dieser Ecke von Schneeberg gleich oder ähnlich. Jedenfalls ist es naheliegend, daß die Halden der vielen Baue beim Aus- und Aufbau der Stadt im Wege waren und irgendwohin verfrachtet werden mußten. LKW's gabs damals nicht. Da war Untertage doch die einfachste Lösung. Dabei wird man wohl auch nicht säuberlich darauf geachtet haben, jede Halde in den dazugehörenden Schacht zu schütten. Das aus dem Persival ausgebrachte Material stellt ein Sammelsurium aller dort befindlichen Gruben dar.

 
Uwe

Offline rutilquarz

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Re: ... und wieder Ritterzeche
« Antwort #87 am: 20 Jan 13, 02:37 »
Hallo!
Nach langer Abstinenz bin ich wieder mal auf die Seite von der Ritterzeche gestoßen und möchte gern etwas hinzufügen, speziell den letzten Beitrag von Uwe betreffend.
Die den Mineraliensammler so begeisternde Wismut-Uran-Paragenese, die bei den Bergsicherungsarbeiten ausgebracht wurde, stammt nicht vom "Persival Mgg", sondern in erster Linie von den kreuzenden Strukturen "St.Wolfgang Flachen" und "Vor dem St.Wolfgng Flachen". Natürlich kann es gewisse Einschleppungen im unmittelbaren Kreuzungsbereich geben. Das kann man ganz prima untertage studieren.
Das im mittelalterlichen Bergbau Versatzmassen von übertägigen Halden wieder nach untertage als Versatzmaterial gebracht wurden, ist mir unbekannt und scheint auch wenig plausibel. Das wäre viel zu zeit- und arbeitsintensiv gewesen. Im Gangerzbergbau entstand in der Summe  immer ein gewisser Masenüberschuß. Sollte doch einmal Fremdversatz nötig gewesen sein, nahm man mit Sicherheit anfallende Berge vom nächstgelegenen Ort- das ersparte gleichzeitig die aufwändige Förderung nach übertage.  Mit Sicherheit kann man ausschließen, dass Material vom "Weißen Hirsch"(St.Georg und Walpurgis Flachen) in Gruben auf dem Stadberg zwecks Versatz kam. Das wäre ca. 1km
Weg und dann noch der Anstieg hoch- und das ohne Motorisierung!!
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der ebenfalls angesprochene Fund der Uranmineralisation in der Rödergasse. Dieses aus einem verfüllten Blindschacht bei der kürzlichen Sanierung ausgebrachte Material stammt auch tatsächlich aus unmittelbarer Nähe vom "Glück Flachen" und ist kein Fremdversatz. Am Schachtkopf war noch sehr schön der anstehende Gang mit hauptsächlich Torbernit zu sehen.

Mit zünftigem "Glück Auf!"

rutilquarz

 

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