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Autor Thema: Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten  (Gelesen 27190 mal)

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Offline wolfi

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #15 am: 26 Nov 03, 18:12 »
Servus Jungs,
kenne Wolkenburg wie erwähnt nur vom Hörensagen. Jedenfalls allen herzlichen Glückwunsch zu den fotografierten Rubelliten. Die sind ja echt stark!
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline McSchuerf

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #16 am: 26 Nov 03, 23:16 »
Hallo geomüller (Jürgen), u.a...

..ich habe nur das 1. Bild betrachtet und wusste sofort: kann nur ANDALUSIT sein!.. und was noch nicht gefunden wurde, kann immer noch gefunden werden..typisches Granulit/Pegmatit.-Mineral.. ;)..habe selbst ein ähnliches Stück..

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 26 Nov 03, 23:17 von Peter »

Offline geomueller

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #17 am: 27 Nov 03, 18:01 »
Hallo Peter und andere,
nun bin ich überzeugt das es Andalusit ist, mittlerweile habe ich in der Literatur auch bestätigt bekommen das er auch im Pegmatit vorkommen kann "Im Unterschied zu Sillimanit und Cyanit kann Andalusit auch in sauren, niedrig temperierten Restmagmen (was ja Pegmatit ist) gebildet werden." (Lehrbuch der Mineralogie, Rösler) Also wieder was gelernt. Aber wie Conny schon sagt hat damals jeder nur auf Rubellit geachtet und andere Mineralien sind untergegangen.

Gruß Jürgen

Offline McSchuerf

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #18 am: 27 Nov 03, 19:18 »
..möglicherweise kommt von Deiner Fundstelle auch noch Staurolith vor (Kreuzstein)..??.. ;)..

Gruß Peter

Offline geomueller

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #19 am: 27 Nov 03, 20:23 »
Hallo Peter,
Staurolith passt nun wirklich nicht zum Pegmatit und kommt definitiv nicht an der Fundstelle in Wolkenburg vor. Staurolith ist zwar aus dem Granulitgebirge Sachsen bekannt aber dann nur aus dem Glimmerschiefer der den Granulit wie eine Hülle umschließt. Und in den Glimmerschiefer bzw. Gneis gehört er auch von seinen Bildungsbedingungen her.

Glück Auf
Jürgen

Offline Conny3

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #20 am: 28 Nov 03, 15:46 »
Hallo Peter,
das Granulitgebirge ist von einem Glimmerschiefermantel umgeben. Dort soll es auch mikroskopisch kleinen Staurolith geben. Ich habe mal Proben von Waldenburg untersucht. Negativ!
Hier aber noch ein paar andere Turmaline von Wolkenburg:
selten gab es auch mal Grüne in der "Seife" zu finden! Es war immer spannend, was wohl im nächsten Eimer voll Dreck enthalten war (1977/78).

Conny

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Offline Conny3

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #21 am: 28 Nov 03, 15:52 »
Im Sommer 1990 gab es dann noch einmalige Funde von Mohrenköpfen mit schwarz-blauen Endfächen in der Nähe von Wolkenburg bei Limbach-Oberfrohna. Leider konnte das Material dort nicht durchgewaschen werden, so dass nur wenige Einzelkristalle vom Feld aufgelesen werden konnten.
Nachfolgend meine Einzelkristalle vom Sommer 1990.

Herzl. Grüße und einen schönen 1. Advent

Der Conny

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Offline wolfi

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #22 am: 28 Nov 03, 16:17 »
Servus Conny,
die Mohrenköpfe sind ja klasse! Echt genial gut, gratuliere herzlichst!
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline McSchuerf

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #23 am: 28 Nov 03, 16:45 »
..ja danke für die Info an alle und auch sehr schöne Turmaline sind das.. :)

..auch einen schönen 1.  Advent wünsch ich Euch! ;)

Offline Conny3

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #24 am: 30 Nov 03, 01:01 »
Und einer der Morenköpfe noch mal etwas vergrößert (Größe ca. 8 mm). Es gibt an der ehemaligen Fundstelle aber definitiv keine Funde mehr. Es wurde zwar behauptet, dass weitere Turmalinpegmatite mit  farbigen Elbaiten auch noch in der Umgebung des erloschenen Fundortes zu suchen seien. Ich habe aber in der Umgebung nur noch einzelne Schörlkristalle gefunden, aber niemals wieder einen Rubellit! Ca. 1km vom Fundort nach Westen zu entfernt hatte ich allerdings mal grünliche Apatitkristalle ? (klein)  finden können.

(s. auch Elbait: LAPIS 1993/VII,VIII )

Der Conny



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« Letzte Änderung: 09 Apr 05, 18:15 von Conny3 »

Offline uwe

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #25 am: 30 Nov 03, 13:56 »
Der Conny hat leider Recht. Die berühmte Fundstelle bei Limbach-Oberfrona ist heute aufgeforstet worden. Der Besitzer war aber bereits zu DDR-Zeiten nicht gerade sammlerfreundlich.

Ich habe aber mal gehört, das die Fundstelle auf dem besagten Feld eigenlich ein überackerter Feldweg ist, der mit dem Abraum beim Bau der Bahnlinie von der Fundstelle an der Bahnlinie aufgeschottert wurde.

Das bedeutet allerdings nicht, daß nicht irgendwo im sächsischen Granulitgebrige bei Bauarbeiten einmal eine neue Elbaitlinse angeschnitten wird.

Ich hoffe inständig, daß die Bürgerinitiative gegen den geplanten neuen Steinbruch am Windberg bei Mühla keinen Erfolg hat. Dort gehen nämlich Turmalingänge durch.

Glück-Auf
Uwe

Offline Conny3

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #26 am: 01 Dec 03, 20:32 »
Hallo Uwe,
das mit dem überackerten Feldweg mit Schotter aus einem Bahnaufschluss war mir auch ganz neu. Welcher Aufschluss sollte das gewesen sein? Wolkenburg? Das Wolkenburg-material sieht aber doch anders aus. Laut Aussage des Besitzers hatten Sammler zum Teil metertiefe Löcher an der betreffenden Stelle gegraben und müssen offenbar den Pegmatit anstehend angetroffen haben!
Bis 1990 war offenbar die Stelle nur wenigen einheimischen Sammlern bekannt und wurde auch geheim gehalten! Leider bin ich erst viel zu spät den in Vollstädt "Einh. Minerale 1. Aufl." zu findenden spärlichen Hinweisen über die Fundstelle nachgegangen. Dort fanden sich schon Hinweise auf farbige Turmaline von NESTLER, der in der Nähe wohnte (Bräunsdorf)
beschrieben. Als auf Börsen das Material dann auftauchte, haben wir zielgerichtet die Fundstelle mitten auf dem damals noch Feld gesucht.

Conny

Offline uwe

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #27 am: 01 Dec 03, 21:28 »
Das mit dem Wegschotter habe ich auch erst von Sammlern gehört. Es soll das Material gewesen sein, welches bei der Anlage der Eisenbahnlinie an der bekannten Fundstelle (Vollsädt) angefallen ist. Aber wie gesagt, es kann auch ein Gerücht sein.

Natürlich gehen einige Sammler auch mal ordentlich in die Tiefe, wenn es irgendwo Lesefunde gibt. Es ist aber bei den erwähnten Schurflöchern offensichtlich nichts gefunden worden, sonst hätte sich das unter den lokalen Sammlern herumgesprochen. Auch auf den Börsen ist bisher meines Wissens nichts aufgetaucht.

Den Hund des Besitzers kenne ich auch. Wir ware damals aber in der Überzahl und deshalb war der Besitzer realtiv zivilisiert. Das war aber noch zu DDR-Zeiten.

Mein Belegstück von dieser Fundstelle ist ein Lesefund. Siehe Anlage.

Gruß und Glück-Auf
Uwe

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Offline tobias

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Turmalinfund Wolkenburg
« Antwort #28 am: 18 Apr 04, 19:08 »
Hallo Jürgen!
ich war vorgestern in Wolkenburg am Pegmatitgang und hab genau das gleiche Material (wie Dein 1. Bild)
finden können.
Jedoch bin ich mir sicher dass es sich dabei doch um Turmalin handelt.
Habe nämlich einige Kristalle herausgelöst und manche sind im Durchlicht tatsächlich unterschiedlich farbig!  :D

ich setz mich jetz mal ans Mikro und versuch ein paar Bilder zu machen.

Offline geomueller

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Re:Hilfe bei Mineralbestimmung erbeten
« Antwort #29 am: 18 Apr 04, 19:19 »
Hallo Tobias,
schau mal hier nach www.mineralienatlas.de/yabbse/index.php?board=9;action=display;threadid=665 wenn Du es nicht schon getan hast, ich war nämlich vor kurzem auch wieder mal dort. Andalusit habe ich auch wieder gefunden, aber nicht mitgenommen. Wenn man den Andalusit gegens Licht hält ist er blass rot durchscheinend. Typisch für Andalusit ist, daß er immer mit hellem Glimmer belegt ist. Der Rubellit von Wolkenburg hat immer stark glänzende Kristallflächen.

bin auf Deine Bilder sehr gespannt. ;)

Gruß Jürgen
« Letzte Änderung: 18 Apr 04, 19:21 von geomueller »

 

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