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Autor Thema: Niederösterreich: Oligozänes Kieselholz der St. Marein-Freischling-Formation  (Gelesen 38764 mal)

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Offline oliverOliver

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Oops! ... I did it again ...   ;D

Dieser Herbst könnte mir direkt noch sympathisch werden - zur Zeit läuft`s wieder mal ganz gut.
Ein Neufund vom Wochenende: was die Länge bzw. Höhe betrifft, mit 64 cm unter meinen Eigenfunden zwar "rekordverdächtig", aber allgemein nicht besonders voluminös (max. B. 20 cm) - also deutlich nicht zu den "wirklich großen" zu rechnen.
Dafür aber so gut wie ohne rezente Beschädigung (!), und sogar mit einem kleinen Astknoten – meiner Meinung nach also besser als der zuletzt hier vorgestellte Fund! Um ehrlich zu sein, ist es wohl überhaupt mein bisher bestes Holz des heurigen Jahres.
Außerdem wieder mit „natürlicher Standfläche“ (alter Bruch) und einem „eleganten“ Schwung – es macht sich in der Wohnung meiner Freundin sehr dekorativ (wie ich dieses Wort in Zusammenhang mit Kieselholz hasse! …  >:D)

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« Letzte Änderung: 23 Jan 15, 09:05 von oliverOliver »

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letztes Wochenende gab es für mich endlich den ersten Ast dieses Jahres aus der SMFF - ist zwar nur ein kleines Stück, aber doch recht nett. Natürlich wieder mit rezentem Bruch - der aber in diesem Fall gar nicht so sehr stört, weil er den Verlauf des Astes bzw. Zweiges schön freilegt.

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„Große“ Hölzer – Vol. 3
Im Spätsommer dieses Jahres war es wieder mal so weit – am letzten Augustwochenende, also ziemlich genau 3 Jahre nach dem Fund meines bisher immer noch größten und besten SMFF-Holzfundes (siehe: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,31505.msg244491.html#msg244491 ) war ich, um das „Jubiläum“ gebührend zu begehen, wieder im Horner Becken unterwegs.
Und – ich konnte es selbst kaum glauben – fast auf den Tag genau 3 Jahre nach diesem Super-Fund fand ich doch dort tatsächlich mein viertes „wirklich großes“ (also nur mit Mühe transportierbares) Kieselholz, und das nur wenige 100 Meter von der Fundstelle meines „Bestfundes“ entfernt ! Es reicht zwar qualitativ nicht annähernd an mein „bestes“ heran, ist aber schon alleine aufgrund der Dimensionen (L. ca. 60 cm, max. B. ca. 35 cm) für dieses Gebiet ein „Superfund“ – ich habe mich also dementsprechend gefreut !

Offline oliverOliver

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Und weil das letzte Augustwochenende so erfreulich war, bin ich am ersten Septemberwochenende gleich wieder dorthin gefahren – diesmal mit meinem Sammlerfreund Josef. Und auch diesmal war`s recht gut – allerdings: Über-Kopf-Bergungen von Kieselholz – wie hier unter einem fast „freischwebenden“ Wurzelballen – sind immer besonders nervenaufreibend, kommen aber zum Glück nur sehr selten vor (Bild 1)  ;).
Bild 2 zeigt meine Tagesausbeute (ohne das Kleinzeugs), das Überkopf-Holz ist das zweite von rechts. Und auch Josef fand zwei schöne größere Stücke, was mich besonders freute – wäre ja peinlich gewesen, wenn der „Gast“ leer ausgeht …
Das dritte Bild zeigt noch ein Detail meines (für mich) schönsten Fundes von diesem Tag.

Offline oliverOliver

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Nun, heuer sahs in diesem Gebiet für mich nicht so besonders gut aus. Einerseits war ich nicht so häufig dort wie in den letzten Jahren, andererseits hat offenbar ein wenig das nötige Glück gefehlt. Zwei oder drei Touren waren zwar ganz erfolgreich, und ich hab dabei zwar doch ein paar ganz nette - und teils gar nicht so kleine - Stücke gefunden, allerdings war nichts Besonderes oder wirklich Aufregendes dabei.
Aber das Jahr ist ja noch nicht zu Ende - hoffentlich kommt der Schnee nicht zu früh ...... denn irgendwie habe ich die Befürchtung, dass es diesmal ein "echter" Winter wird   :(
« Letzte Änderung: 02 Nov 16, 17:06 von oliverOliver »

Offline oliverOliver

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und auch für 2017 kann ich noch keinerlei Besonderheiten von hier vermelden ....
 :(
« Letzte Änderung: 10 Oct 17, 17:17 von oliverOliver »

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Nach längerer Zeit endlich wieder mal was Zeigenswertes aus dem Horner Becken:
12-Kilo-Feldfund von Anfang Februar, ausnahmsweise vom Pflug nur leicht angekratzt - hat man auch nicht alle Tage !
 :D

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Offline oliverOliver

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Wieder mal ein Stück mit interessanten Fraßspuren. Diesmal ganz eindeutige, und: während solche Spuren bei SMFF-Hölzern üblicherweise meist hohl sind, oder manchmal mit limonitischem Material verfüllt und nur selten mit Kieselmasse, sind hier sogar die Insekten-Fäkalpellets silifiziert. Kenne ich mittlerweile ja von einigen tertiären Kieselholz-Fundgebieten in Österreich (z.B. Hausruck/OÖ, Ampflwang-Fm, Pannonium oder Weinviertel/NÖ, Laa-Fm, Karpatium), ist aber doch immer wieder was Besonderes und keineswegs häufig. Und gerade aus der SMFF, aus der nach wie vor der größte Teil meiner Funde stammt, ist mir das in dieser Deutlichkeit bis jetzt nicht untergekommen.
Sozusagen Spurenfossilien (Koprolithen) in Spurenfossilien (Fraßgängen) in Kieselholz ...  ;)

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« Letzte Änderung: 10 May 18, 18:31 von oliverOliver »

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Nachdem ich in der SMFF jetzt schon länger keine nennenswerten Astabgänge gefunden hatte, gabs nun dafür ein echtes Prachtexemplar - übrigens am selben Tag gefunden wie das Fragment mit den Insektenlarven-Kotpellets im vorigen Beitrag!  :D
Und zwei ungewöhnliche Stücke an einem Tag, das kommt hier schon selten vor ... war also wieder einmal ein echter Glückstag!

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« Letzte Änderung: 12 May 18, 12:54 von oliverOliver »

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Die Legende von den blauen Kieselhölzern aus dem Horner Becken

Ab und zu (bzw. immer wieder mal) taucht das Gerücht auf, dass es in den Sedimenten der SMFF im Horner Becken „blaue“ Kieselhölzer geben soll – was aber so definitiv nicht zutrifft.

Was es manchmal gibt, sind silifizierte Hölzer, bei welchen sich in Rissen bzw. auf Spaltflächen eine hauchdünne Auflage aus blauem Chalzedon befindet – der aber niemals Holz war, sondern eine rein mineralische Bildung ist, und dementsprechend auch keine Holzzellen enthält. Das eigentliche Kieselholz selbst hingegen ist hier niemals blau. Gut zu sehen ist das an Stellen, wo die hauchdünne Chalzedonschicht abgeblättert ist wie spröder Lack – man könnte im übertragenen Sinn also beinahe sagen, das Holz ist äußerst farbenfroh „natürlich lackiert“ (ist natürlich Unsinn, dient aber zur Veranschaulichung).

Ich zeige hier mal ein solches Stück, das ich Anfang März gefunden habe. Die Funde an diesem Tag waren sehr bescheiden, und jenes Holz, das sowohl am besten als auch am größten gewesen wäre, war leider vom Pflug zertrümmert und dann den Winter über zusätzlich aufgefroren – ich hab jetzt also eine handvoll Bruchstücke und zudem eine Menge kleiner Splitter. Optimistisch wie ich bin, werde ich aber trotzdem versuchen, das Puzzle wieder zusammenzusetzen – daher habe ich den blauen Chalzedon (zumindest ein Stück davon) zuvor fürs Lexikon dokumentiert, weil er sich nämlich genau auf den Bruchflächen befindet, die dann ja nicht mehr sichtbar sein werden.

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Eine zweite Möglichkeit, wie auch ein blauer Schimmer entstehen kann, gibt’s meiner Meinung nach auch noch – dazu habe ich aber jetzt erstens kein Belegstück zur Hand und müsste das zweitens auch noch einmal im Original überprüfen – nicht dass ich das damals falsch gesehen habe ….
Dabei handelt es sich um sehr dicht bzw. „glasig“ silifizierte/chalzedonisierte Hölzer von sehr dunkler (beinahe schwarzer bis violettbrauner) Farbe. Wenn bei diesen der durchscheinende Chalzedon (in diesem Fall nicht als Auflage, sondern als Fossilisationsmittel) oberflächlich verwittert/patiniert und somit weißlich anläuft, entsteht durch den dunkel violettbraunen Hintergrund ebenfalls ein bläulicher Farbton. So habe ich das zumindest in Erinnerung, ich will aber nicht ausschließen, dass es sich dabei in Wirklichkeit ebenfalls um einen „anorganischen“ Chalzedonüberzug gehandelt haben könnte – wenn mir mal ein solches Stück beim Umräumen unterkommt, werde ich das nachprüfen und darüber berichten …

Offline oliverOliver

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Hier noch mal mit dem Gegenstück:

Niederösterreich: Oligozänes Kieselholz der St. Marein-Freischling-Formation


Man sieht dabei gut die Kontaktstellen in Form der korrespondierenden Ringe/Kreise - hätte das Stück genug Zeit gehabt, wäre daraus anstatt dünner Chalzedonauflagen beiderseits des Risses wohl eine "Spaltenfüllung" aus massivem Chalzedon geworden.

Mittlerweile bin ich am Überlegen, ob ich das wirklich wieder zusammenkleben soll - so ein "Bilderbuchbeispiel" (und noch dazu so intensiv gefärbt) findet man beileibe nicht alle Tage. Ginge es nur um diese beiden Fragmente, wäre die Sache ohnehin klar - aber "leider" stehen sie ja nicht für sich alleine, sondern sind, wie schon oben geschrieben, eben Teile eines größeren 3D-Puzzles.

edit:
ah ja, und was ich oben vergessen habe (mir aber jetzt gerade wieder auffällt) - so intensiv blau ist das nur in frischem Zustand, wenn die Stücke länger "an der Luft" sind, verblassen sie durch Austrocknung (und Lichteinwirkung??) mehr und mehr, und werden dann eher stumpf weißlichblau.
Was mich immer schon etwas erstaunt hat - Chalzedon sollte doch bei Tageslicht farbstabil sein, oder? Aber wahrscheinlich liegt es nur am Feuchtigkeitsverlust ....
« Letzte Änderung: 28 Mar 20, 13:05 von oliverOliver »

Offline Paulchen91

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Hallo Oliver, bin der Paul, bin in der SMFF zuhause und suche seit ca. 1 1/2 Jahren nach Kieselhölzern. Werde hier auch nach und nach ein paar, allerdings bescheidene Eigenfunde beisteuern  :)
Zum aktuellen Beitrag über die angeblichen blauen Kieselhölzer der SMFF kann ich ebenfalls ein kürzlich gefundenes 9-Kilo-Bröckerl zeigen, welches diese oberflächliche blaue Calzedonschicht aufweist.

Offline oliverOliver

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hallo Paul,
na das 9-Kilo-Bröckerl ist aber gar nicht so bescheiden!  :D

Offline Paulchen91

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Danke, nun ja, ab dieser Größenordnung wird in meiner Sammlung aber leider die Luft schon recht dünn. Ist bis dato mein Drittgrößtes. Mein bisheriger persönlicher Rekordfund (April) kam ziemlich unverhofft, hatte mich eigentlich schon damit abgefunden, niemals wirklich große Stücke zu finden.
Länge ca 95 cm, Breite ca 30, Höhe ca 25 cm. Gewicht: zu schwer, trau es mich nicht abwiegen, da ich Angst habe, die Waage zu ruinieren  ;D

Offline oliverOliver

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Na wumm - da sind ja meine wenigen "großen" mit ca. 0,5 m Länge richtige Zwutschkerl dagegen ...
Aber wenn du auch direkt "in der SMFF zuhause" bist, hast du natürlich einen gewissen Heimvorteil  ;D

p.s.:
ist da sogar ein Astabgang drauf (rechts der Mitte), oder täuscht das?
« Letzte Änderung: 27 Apr 20, 17:15 von oliverOliver »

 

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