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Mikro-Fotografie durch ein MBS-10
Krizu:
Hallo,
an einen Linsenfehler mag ich nicht glauben. Optische Gläser sind seit der Zeit von Schott klar und farblos. Siehst du einen Farbstich durch das Mikroskop? Vermutlich nicht. Da das Vergleichsbild scheinbar auch nicht farbrichtig ist (Gelbstich) gehe ich von einer Kameraeinstellung aus.
Sry + MfG
Frank
Embarak:
Hallo,
Dieser Farbfehler ist aber wirklich schwer einzugrenzen ! ???
Ich hatte zuerst auf die Mikroskop-Beleuchtung getippt, aber stutzig machte mich dann das Vergleichsbild,
das ebenfalls einen Farbstich hat.
Bliebe die Kamera, da Du aber von 2 Kameras sprichst, wird es schwierig.
Ich habe für ein Anatas-Rohbild und das Vergleichsfoto das Histogramm nach RGB-Verteilung angesehen.
Es ist mir mit allen Tricks nicht gelungen, die Kurven anzugleichen.
Beim Vergleichsbild wird blau garnicht vollständig erfasst.
Jeweils oben Deine Vorlage, darunter mein misslungener Bearbeitungsversuch.
Danach habe ich zum Vergleich von mir einen (gestackten) Anatas rausgesucht, bei dem kaum Farbe zu sehen ist, um zu sehen,
wie das RGB-Histogramm dort eigentlich aussieht.
Ich bin gespannt, ob jemand das Geheimnis Deiner Farbfehler lüften kann.
Gruß
Norbert
Harzsammler:
Hallo Norbert,
erstmal Danke!
Ich habe hier noch zwei Vergleichsfotos; aufgenommen mit der FUJI-Kamera im MAKRO-Modus bei Tageslicht. Sie sind nicht durchs Mikroskop fotografiert und nur geschnitten.
Diese Kamera liefert mit dem Mikroskop genauso unbrauchbare Bilder.
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---Das Bild soll einen stahlblauen Anatas (0,5mm) auf graugrünen Chlorit mit Quarz vom Gabbrosteinbruch zeigen.
--- Ende Zitat ---
Mein Bearbeitungsversuch im Anhang.
Meine Foto-Erfahrungen mit dem MBS-10 liegen zwar schon einige Jahre zurück (steht seit der Anschaffung des Zeiss-Stemi 2000c bei mir unbenutzt in der Ecke).
Die optische Leistung im Fototubus ist nicht der Hit, folgende Feststellungen:
- die Ausspiegel-Prismen für den Fototubus habe eine sehr starke blaue Vergütung - im Druchblick wirkt das Bild schon gelb (wie durch eine schwache Sonnenbrille betrachtet).
- die betenfalls erreichbare Auflösung reicht nicht mal für ein 1Megapixel Bild. Mit steigender Vergrößerung sinkt die Qualität extrem.
- die schwache Vergütung und schlechte Farbkorrektur führt zu rot-grünen Farbsäumen um Spitzlichter
- Streulicht im optischen System führt zu flauen Kontrasten.
- scheinbar fluoresziert der Linsenkitt ?
Was kann man machen:
Beleuchtung mit Halogen-Lampen (mit UV-Stop) ist optimal, den notwendigen Weißabgleich aber nicht (ohne Bino) mit weißem Papier machen sondern die Farbtemperatur in °K in der Kamera einstellen (ca. 1000° niedriger als die Angabe auf den Lampen - Experimente erforderlich). Mischlicht unbedingt vermeiden.
Im RAW-Mudus die Bilder aufnehmen (da ggf. hier eine höhere Farbtiefe vorhanden ist)
Nachbearbeitung:
Farbkorrektur: Soweit noch notwendig in erster Linie den Blau-Gelb über Kurven anpassen (auf die RAW-Bilder anwenden und in diesem Schritt gleich den Farbraum auf 24 Bit stauchen/zuschneiden).
Die rot-grünen Farbsäume mit (z.B. mit Purple Fringing-Plugin im Gimp) rausrechnen
Zur Schärfe helfen nur stacking-Verfahren. Einmal für jede Ebene (also ohne Tiefen-Verstellung) "Superresolution" (SR)-Technik (ca. 40 % mehr Auflösung ist realistisch machbar), für mehr Schärfentiefe dann (aus den SR-gerechneten) Bilderebenen via stacking-Software (Helicon, combinez, ...) zum Endbild. Farbkorrekturen -besonders Purple Fringing-Rechnung- unbedingt für jedes Einzelbild vor dem Stacking ausführen.
Gruß
Berthold
Krizu:
Hallo,
vielleicht ist wirklic hirgendwo ein Corex-D-Filter oder etwas vergleichbares eingeschoben?
MfG
Frank
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