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Stollen und Bergwerke als Zufluchtsort

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Breker:

--- Zitat von: Jochen1Knochen am 23 Mar 13, 17:19 ---Zur Eiszeit-das war auch nicht beabsichtigt,über die alten Zeiten zu disskutieren.Aber da sollte man eher an die gemässigten Gebiete denken,in denen es eben auch arschkalt war.

--- Ende Zitat ---

Hallo Jens,

abgesehen davon, dass Du "Eiszeit" und "Glaziale" gleichsetzt (Was falsch ist): warum bringst Du dann das Beispiel, wenn es (von Dir) nicht beabsichtigt ist, darüber zu diskutieren?
Welche "gemäßigten Gebiete" meinst Du denn? Südfrankreich? Die Pyrenäen? Den Libanon? Israel? Die Nordsahara? Mali? Da wird's überall mal "arschkalt", selbst in den Interstadialen/Pluvialen/letzten November.
Bring doch mal ein paar spezielle und anschauliche Beispiele für die Nutzung von Höhlen oder Bergbauanlagen, die in historischer oder prähistorischer Zeit gezielt zu dem Zweck aufgesucht wurden, Klimaschwankungen oder Kriegen aus dem Weg zu gehen, um Dein Grundstatement zu untermauern. Dann kann man auch diskutieren, ob es aus heutiger Sicht zweckmäßig ist, solche Anlagen aus diesem Grund offen zu halten. Bergbauhistorische Gründe sind ja, Deinem Ausgangsposting nach, nicht gefragt (zumal die Meinung dazu in einem geowissenschaftlichen Sammlerforum nicht sehr divers sein wird ;) ).

couchmolch:
Hallo,

zumindest von Hölen im Ardeche/Frankreich ist belegt, das Höhlen im Mittelalter und auch im 2. Weltkrieg als Unterschlupf genutzt worden sind. Tlw sind diese innen aus bzw. umgebaut. Um das jetzt auf die schnelle rauszukramen, fehlt mir die Zeit. Es wird aber in unseren Breitengraden ähnlich sein.
Für Infos gibts aber z.B. www.bunker-nrw.de oder www.schatzsucher.de


Gruß


Peter

Breker:
Hallo Peter,

klar sind Höhlen schon seit jeher als "Unterschlupf" genutzt worden. Im jordanischen Petra wohnen die ganzen Händler die tagsüber die Touristen erleichtern auch in den aus den Felsen gehauenen "Höhlen".
Die ursprüngliche Frage zielte aber, so wie sie formuliert war, wohl darauf hin ab, dass es fahrlässig und gefährlich schlimm ist, dass diese "Unterschlupfmöglichkeiten" bei einem plötzlichen schlimmen Ereignis den Menschen heutzutage nicht mehr zur Verfügung stehen (so wie früher).
Ich würde gerne Hinweise haben für das >so wie früher< in Verbindung mit einem plötzlichen schlimmen Ereignis (Krieg/Naturkatastrophe, oder halt auch "Eiszeit"). Ungefähr so: In dem Schacht haben sich zu dem Tsunami an dem Datum/diese Woche so viele Menschen gerettet. Es würde mich (gerade für die althistorische und prähistorische Zeit) wirklich interessieren, weil es dafür nur selten Belege gibt. Oft sind es nur "urban legends", deren Wahrheitsgehalt sich aber meist auf das reduziert, was am Ende eines langen Stammtischabends in den Biergläsern verbleibt (Schaum und warme Luft).

Als Antwort auf die Frage aus dem ersten Beitrag: Die Gefährdung die über die Jahrhunderte davon ausgeht, ist wahrscheinlich größer als der (Schutz)Nutzen bei einem einzelnen kurzen Ereignis. Ohne jetzt Wörter wie "immun"oder "gefeit" zu nutzen, kann man aber mit Sicherheit sagen: solche Orte sind heute ineffektiv, wenn es um Schutz vor den meisten aktuell möglichen Gefahren durch Mensch oder Natur geht. Und historisch gesehen fehlen mir Belege dafür, dass für den Schutz größerer Menschenmengen vor einer Umweltkatastrophe oder einer kriegerischen Handlung eine Höhle/Schacht/Stollen den einzig möglichen signifikanten Beitrag (also nicht mal eine Person an einer Stelle) geleistet haben. Das suggeriert der Threadersteller meiner Meinung nach aber, entweder weil er es (meinem Eindruck nach) wirklich glaubt, oder aus anderen Gründen als den genannten ein paar Leute finden möchte, die seine Empörung teilen.

Glück Auf!

A.B.

Blackminer:
Hallo,
guckt mal hier:
http://www.besucherbergwerk-zinnwald.de/zeitung/doku5.html
Glück auf!

Breker:
Danke!

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