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Bestimmungssicherheit in Sammlungen

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Hans-Joachim:
Hallo
Ich habe so manchmal das Problem zB.den Fundort zu bestimmen (Ich arbeite im Gartenlandschaftsbau) bei Fundsachen in
groben Kiesen,die Lieferfirmen geben keine Auskunft über die Herkunft .Also -Baustellenfund-

Gruß Achim

Jochen1Knochen:
Hallo!
Möglichkeit 3 ist ganz normal und gängig in jeder Sammlung.Wenn Diskussionen aufgrund Zweifeln entstehen,muß man sich als Bildersteller eben Gedanken machen und ist in Erklärungsnot.Das kann aber nicht so schlimm sein,da jeder was aus den Diskussionen lernen kann.
Gruß Jens

UlrichW:
Hallo Manfred,

natürlich ist nur der 3. Vorschlag gangbar!

Ich könnte zum Thema "Mineralbestimmung" einen Roman schreiben, darf ich aber vermutlich nicht. Daher nur ein paar kleine Hinweise.

Stelle ruhig Bilder rein und schreibe "Unbekannt, vermutlich xxxx". Wer sich über Mineralien eines Fundortes informieren will stößt auf diese Bilder und ist a) gewarnt und b) weis er vielleicht mehr als wir.

Fehlbstimmungen gehören zu unserem Hobby wie das Salz in der Suppe. Allerdings lassen sich zu "lässige" Fehlbestimmungen vermeiden, wenn wir nur mehr Angaben zu dem abgebildeten Mineralien, bzw. zu den Mineralien ganz allgeimein hätten. Röntgendaten usw. helfen mir nicht, genausowenig wie der tolle Hinweis " Analyse per EDX, WDX, PXRD, SXRD, EMPA". Ich meine, ich weis was gemeint ist, aber ich weis immer noch nicht woran ich das Mineral erkenne und ob der Analytiker überhaupt richtig analysiert hat? Letzteres nehme ich zu seinen Gunsten an, Ersteres ist aber existenziell. Ohne Angaben zur Paragense, Vorkommen, Entstehung, physikalische Eigenschaften, Ausbildung usw. usw. sind die Bilder zwar hübsch, aber oft sinnlos.

Gerade bei selteneren Arten oder schwer zu bestimmenden Mineralien ist das überaus wichtig und wird leider viel zu oft vernachlässigt.

Klassisch ist die Unterscheidung Laurionit-Fiedlerit. Schaut man nur Fotos, sind die Mineralien eigentlich ohne Analyse nicht bestimmbar. Soweit mag ich dem "grobgestickten" Bestimmern recht geben. Aber wäre da nicht die kleine Dreiecksfläche an der Spitze, die den Fiedlerit eindeutig als Fiedlerit kennzeichnet, denn Laurionit hat diese Fläche nicht. Macht nichts, denn bis heute suchen Leute krampfhaft die V-Streifung der Laurionite, die nicht nur selten, sondern auch sehr schwer erkennbar ist.

Ich denke, gerade ihr als "Stufenarchiv" habt die besondere Aufgabe diese Stüfchen auch angemessen zu dokumentieren, im Besonderen wenn solche bestimmungsrelevanten Details bekannt sind. Wenn nicht, aber jemand anderes das weis, müsste er es hinzufügen können, aber wenn möglich ohne 6 semestrige EDV-Ausbildung.

Um klar zu machen warum ich die Dokumentation für so wichtig halte nimm mal als weiteres Beispiel den Redgillit. Hätten wir damals nur mehr Hirn gehabt und etwas weniger Gier, wäre uns aufgefallen, das so mancher Malachit den wir weggeschmissen haben eine seltsame Farbe zeigte. Das Mineral würde heute warscheinlich Sauerlandit oder Siegerlandit heissen. Aber keiner ist nur auf die Idee gekommen sich die Biester mal genauer zu betrachten, denn grün und nadelig war Malachit, basta! Und ab in die Tonne damit. Das war unwissenschaftlich, dumm und zu kurz gedacht. Seit dem hebe ich von jedem merkwürdgen Stück etwas auf...man weis ja nie! Hellblau und schuppig war Schulenbergit, basta. Als die Nanuwit-Funde uns dann überschwemmten, weil einer mal genauer hingesehen hat, waren wir baff...Alexanderramsbeckit...nöö ne!
Und warum das ganze? Weil wir einfach nicht darauf getrimmt waren genau zu beobachten. Hellblau war analysiert worden, und es war Schulenbergit, also war alles hellblaue tafelig-schuppige Schulenbergit. Wer ist schon auf die Idee gekommen, das die geraden Tafeln etwas Anderes sein konnten. Und bis heute laufen mir immer wieder "Namuwite" über den Weg, die Gordaite sind. Ich tröste mich immer mit dem Gedanken, das eigentlich jeder zweite Brochantit in meiner Sammlung auch ein Antlerit sein könnte (wer weis schon wie ein Antlerit im Unterschied zum Brochantit aussieht), dafür anber garantiert keiner der gekauften Antlerite auch wirklich einer ist....usw. usw.

Beschreiben der Mineralien, so genau wie möglich bringt uns da weiter, wen auch nicht zu 100% aber es reduziert die ganz fahrlässigen Fehlbestimmungen. Und Beschreibungen von "NoNames" erhöht die Möglichkeit diese nachher doch bestimmen zu können.

Und da das kein Roman werden darf,

Gutes Nächtle
Ulrich

Krizu:
Hallo,

es gibt doch nur drei Fälle:
- Klassiker, die jeder sofort, spätestens nach Strich oder Säuretest einordnen kann: Kein Kommentar nötig
- Wackelkandidaten: Z.B. (?) als Kennzeichnung
- Analysisierte Kandidaten: Anmerkung der Analysenmethode.

oder?

LG

Frank

uwe:
Der Meinung von Frank kann ich mich anschließen.

Uwe

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