Hallo,
diese Frage ist genau die, die ich mit leerer/sinnvoller Vergrößerung meinte.
Das Objektiv macht eine Vergrößerung, z.B. 10x. Die numerische Apertur bestimmt aber die Detailgenauigkeit, dazu kommen optische Fehler. Das Zwischenbild wird mit dem Okular vergrößert angeschaut.
Als Beispiel: Du nimmst einen Geldschein (viele kleinste Details) und legst den auf den Kopierer und machst 20x Vergrößerung. Die Optik ist lange am Ende. Dann legst du die Kopie auf den Kopierer und drückst wieder 20x. Du wirst nicht die Details sehen, die rechnerisch bei 400x da sind.
Immer wenn ich ein Mikroskop (dienstlich) gekauft habe, kam eine Besichtigungsreihe der Geräte mit Okular- und Objektivtest an den Objekten. So wurde dann die Eignung getestet. Auch wenn es 10-15% mehr kosten mag: Ich empfehle dir einen Kauf vor Ort mit Besichtigung und Beratung.
Zum Thema "ich will doch nur dokumentieren": Als ich am REM, ein ganz Altes mit Wolframemitter, anfing, waren die Proben im Bereich um 100-200µm und darauf waren Details. Also mit 20x angefangen und gesucht, gefreut, gezoomt usw. Irgendwann kam die Frage warum geht das Bild nicht besser und ich war bei maximaler Vergrößerung. Dann kam ein neues REM - Faktor 3 in de Auflösung und dann der Quantensprung zu einem modernen Feldemitter :-). Die Auflösung war geil, die Elektronenoptik war geil - aber auch die reichte irgendwann nicht mehr. Genauso wird es dir gehen: Deine Ansprüche werden steigen.
Fazit: Schau dir wirklich mit den Proben die Geräte an und teste es. Vergrößerung ist -wie schon von cmd.powell angemerkt- nicht Auflösung. Und wer billig kauft, kauft zweimal.
LG + Meine Meinung
Frank