Die Wettbewerbe zum besten Mineralien- bzw. Fossilien-Eigenfund laufen bis zum 15.02.2026. Die Beiträge können hier (Mineralien) und hier (Fossilien) eingestellt werden.
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Patina ist eine nicht mit Grünspan zu verwechselnde, dünne, hellgraugrüne, schützende Oberflächenschicht auf Kupfer oder Kupferlegierungen, die eine Korrosionserscheinung ist und die in früheren Zeiten vorwiegend aus basischen Kupfercarbonaten bestand. An vorgeschichtlichen Kupfer- und Bronzegegenständen wurde als Hauptbestandteil der grünen, beständigen Patina Malachit festgestellt, die blaue Patina bestand aus Kupferlasur. Daneben wurden gelegentlich andere Cu-Verbindungen wie Atacamit und ein Phosphat von der Zusammensetzung Cu3(PO4)2·3H2O nachgewiesen, das in der Natur offenbar nicht vorkommt. Heute besteht die natürliche Patina vorwiegend aus in Schichtgittern (Brucit-Typ) kristallisierten basischen Salzen wie das basische Kupfersulfat, weniger -carbonat und -chlorid. Sie entsteht allmählich an der Atmosphäre unter der Einwirkung von Stoffen (CO2, SO2 u. dgl., in Meeresnähe auch Chloriden), die neben Wasserdampf in der Luft enthalten sind.Die Patina ist eine witterungsbeständige, festhaftende, nicht giftige Schutzschicht, die sich auf Kupfer-Bauteilen an der Atmosphäre bildet. Die Zusammensetzung der Patina ist regional unterschiedlich, entsprechend den jeweiligen atmosphärischen Bedingungen: Basisches Kupfersulfat in Industrie- und Großstadtluft, basisches Kupferchlorid in Meeresnähe und basisches Kupferkarbonat in Berg- und Landluft.